Vielleicht reicht meine Milch ja doch nicht?!

Bei unserer Biene hab ich mich im Vorhinein sehr intensiv mit dem Thema „stillen“ auseinander gesetzt, denn nach der Vorgeschichte mit unserem Tiger war für mich klar, ich werde sie auf alle Fälle lange stillen. Vor einiger Zeit habe ich euch schon mal einen Artikel geschrieben, *warum wir bewusst auf den Schnuller verzichten* (und auch auf Fläschchen oder Stillhütchen).

Nun ist natürlich das Problem, dass Stillen lange Zeit nicht „in Mode“ war und meine Generation und auch die vorherige keine Vorbilder diesbezüglich hat. Ältere Menschen halten an dem „Antistill“-Denken fest und so wird es einem heute sehr schwer gemacht zu stillen  – oft schon im Krankenhaus. Sobald das Baby länger an der Brust hängt (clustern genannt) heißt es gleich: „Deine Milch reicht bestimmt nicht aus!“. Oder Aussagen wie: „Wann bekommt er/sie endlich etwas Vernünftiges zu essen?“ oder „Du bindest doch so nur dein Kind an dich!“ kennen viele Stillmamas. Vor allem als Erstlingsmama weiß man dann auch nicht, dass viel falsches Wissen bezüglich Stillen im Umlauf sind und viele Mythen begegnen einem immer wieder. Doch stillen (auch laaaaange am Stück oder gaaaaaanz oft) ist für Babys wunderschön – sie bekommen dadurch nicht nur Nahrung und bestellen vor, es ist auch eine unglaublich effektive Form der Beruhigung, das Baby bekommt Nähe, ist der Mama ganz nah, kann den Duft intensiv aufnehmen, es ist ein wichtiger Rückzugsort für das Baby, es kann sein Saugbedürfnis stillen, dort ist die Welt meist in Ordnung!

Bei unserer Biene ist es so, dass sie seit sie 3 Monate alt ist alle 2 Stunden zum Stillen kommt – tagsüber und auch nachts. Vorher gab es doch mal eine längere Schlafphase von 3-4 Stunden. Die letzten 2 Monate verringerten sich diese Abstände nochmals und 2 Stunden wurden zum Luxus. Die letzten 6 Wochen stillten wir nachts im Stundentakt. Auch das ist völlig normal. Nächtliches Aufwachen hat nicht mit der Ernährung, sondern mit Hirnreife zu tun. Vielleicht lernt das Baby momentan viel, erlebt viel, hat viel zu verarbeiten. Weiters ist Muttermilch (wie übrigens auch Pre-Nahrung) sehr schnell verdaulich und kann daher absolut nach Bedarf gefüttert werden. Doch der Mythos der „zu wenig Milch“ hält sich hartnäckig und auch unser Kinderarzt sagte zu mir, dass die Milch nach dem 6. Monat nicht mehr reichen wird. Sieht man sich etwas in Stillforen um, wimmelt es dort nur so von Fragen, was man bei zu wenig Milch machen kann und man liest immer wieder von fragwürdigen Aussagen seitens Kinderärzten und Hebammen.

Auch mit diesem ganzen Wissen, ist irgendwo in mir auch diese Stimme, die mich um 4 Uhr früh nach bereits 8 Unterbrechungen fragt – vielleicht reicht deine Milch ja doch nicht?! Vielleicht hätte ich bereits mal auf Schnuller oder Fläschchen zurück gegriffen, wenn bei uns nicht die Milchallergie und die Angst um das Stillen im Raum stehen würde? Aber ja, man fängt zum Zweifeln an..

Und dann kam diese heutige Nacht – unsere Biene hat das erste Mal von 21:30 – 4:00 Uhr DURCH geschlafen!! Auch wenn diese Nacht vielleicht für die kommende Zeit ein einmaliges Erlebnis war, so schöpfe ich doch große Zuversicht daraus, denn meine Milch reicht und unsere Biene wird mehr Stunden am Stück schlafen, wenn sie bereit dazu ist! Natürlich würde ich mich freuen, wenn sich Nächte wie heute schnell wiederholen würden *hihi*.

Die Botschaft dieses Beitrags soll schlichtweg sein – habt Vertrauen in euch, in euren Körper, in euer Baby, informiert euch und sucht euch gleichgesinnte Stillmamis! Stillen wird einem heute nicht leicht gemacht, doch jedes Durchhalten lohnt sich!

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Baby ohne Schnuller?!

Immer wieder werden ich verwundert gefragt, ob unsere Babytochter denn keinen Schnuller hat. Automatisch wird von vielen angenommen, dass unsere Biene einfach keinen Schnuller nimmt und ich somit zu diesen „armen“ Müttern gehöre, die ihr Kind anders beruhigen oder noch schlimmer, ständig stillen müssen. Wenn mich jemand darauf anspricht, rechtfertige ich mich meistens schon gar nicht mehr, sondern antworte nur noch: „Ja, leider“..

Ich aber habe mich bewusst gegen einen Schnuller entschieden und bis jetzt halte ich überzeugt daran fest. Heute stelle ich euch meine persönlichen 5 Gründe vor, warum unsere Biene noch keinen Schnuller bekommen hat bzw. auch weiterhin keinen bekommt.

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Saugverwirrung
Es ist so, dass durch einen Schnuller eine Saugverwirrung entstehen kann, muss aber natürlich nicht. Da ich aber lange damit zu kämpfen hatte, dass ich unseren Tiger nur 2 Monate stillte, möchte ich diesmal das Risiko nicht eingehen und schaffe mir somit alle Risikofaktoren aus dem Weg, damit das Stillen unserer Biene lange und unkompliziert funktioniert.

Hunger wegschnullern / Rückgang der Milch
Vor allem in Schub- bzw. Clusterzeiten wollen Babys vermehrt trinken, weil sie einfach mehr Hunger haben und mehr Milch brauchen. Durch den Schnuller besteht die Möglichkeit, dass Babys sich den Hunger wegschnullern und dann weniger Milch zu sich nehmen, als sie eigentlich brauchen würden.
Wenige Tage vor einem Schub beginnen Babys vermehrt oder durchgehend an der Brust zu trinken. Die Milchproduktion funktioniert nach einem Nachfrage-Angebot Prinzip und so wird durch dieses häufige Anlegen die Produktion der Milchmenge stimuliert. Direkt beim Schub steht dann viel Milch zur Verfügung, damit Babys problemlos über den Schub kommen. Wird die „Produktionsanfrage“ durch einen Schnuller unterbunden, besteht die Möglichkeit, dass es dann beim Schub zu Probleme kommt.
Auch bei diesem Punkt gilt – kann passieren, muss aber nicht.

Schnuller muss nicht abgewöhnt werden
Wenn ich meinem Baby keinen Schnuller angewöhne, muss er später nicht wieder abgewöhnt werden. Die meisten Kinder stillen sich irgendwann von selbst ab, dieser Punkt fällt also weg.

Es stört mich nicht
Vermutlich ist das der wichtigste Punkt bei der Entscheidung gegen einen Schnuller. Oft hat unsere Biene einfach nur das Bedürfnis zu nuckeln und es stört mich absolut nicht, wenn sie sich dieses Bedürfnis ganz natürlich an der Brust stillt. Bei unserem Tiger fühlte ich mich damals gar nicht wohl bei diesem ständigen Stillen und somit war alles schwieriger. Bei unserer Biene genieße ich es und deshalb brauchen wir aus dem Grund keinen Schnuller.

Alles, was ein Baby braucht
Stillen ist viel mehr als nur Nahrungsaufnahme für ein kleines Baby. Es fühlt sich dadurch geborgen, erfährt eine intensive Nähe mit dem wichtigsten Menschen in seinem Leben, kann den Geruch der Mama aufnehmen. Das Baby findet durch das Stillen einen Rückzugsort und Trost in oft schwierigen Entwicklungszeiten oder wenn es von Eindrücken regelrecht erschlagen wird. Es kann sich rundum geborgen und beschützt fühlen – daher schlafen auch viele Babys problemlos beim Stillen ein.

Während den intensiven Schreiphasen unserer Biene hatte ich das Thema Schnuller immer im Hinterkopf und habe auch immer mal wieder überlegt, ob ich es nicht doch probieren sollte. Allerdings fühlte es sich für mich einfach nicht richtig an und deshalb habe ich es gelassen.
Durch das Stillen bekommt ein Baby alles, was es in dieser lauten und turbulenten Welt braucht und daher werden wir noch lange am Stillen festhalten – so lange es eben für unsere Biene UND für mich passt.

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Beginn einer wundervollen Stillbeziehung?!

Nur wenige Minuten nach der *wunderschönen Geburt* legte ich unsere Biene das erste Mal an – und sie saugte! Und wie sie saugte! Problemlos, als ob sie ihr Leben lang nichts anderes gemacht hätte und ich bewunderte sie dafür – war es doch für mich (obwohl sie das zweite Kind ist) sehr ungewohnt. Da ja wenige Zeit danach gleich unser *Tiger mit dem Tigerpapa kam*, haben wir die zweite Seite auf später verschoben, denn die allgemeine Aufregung war einfach zu groß. Obwohl wir unser „Still-Kennenlernen“ erst zwei Stunden später fortgesetzt haben, klappte es auch wieder sehr unkompliziert – unsere Biene machte das einfach großartig! Danach schlief sie sich lange ohne Unterbrechung von der schnellen, aber sicherlich für sie auch anstrengenden Geburt aus.

Beim Tiger setzte ich mich wegen des Stillens unglaublich unter Druck – ich wollte unbedingt mindestens 3 Monate stillen, besser 6 Monate. Allerdings gab ich während der ersten, für mich unglaublich *schwierigen Anfangszeit* nach 6 Wochen auf – ich hatte mich auch kaum vorher wegen des Stillens oder Schübe informiert, da es ja etwas sehr Natürliches sein sollte. Ich habe sehr darunter gelitten und hatte große Schuldgefühle! Ich brauchte lange, um dieses riesige Gefühl des Versagens und deswegen eine schlechte Mama zu sein, loslassen zu können.

Da mit dem Beginn des Fläschchens die Probleme nicht kleiner, sondern eher größer wurden (wegen seiner Kuhmilcheiweißunverträglichkeit), war mir das Stillen unserer kleinen Biene besonder wichtig. Allerdings ging ich diesmal entspannter an die Sache heran – ich wollte mir selbst keinen Druck machen! Sollte es nicht funktionieren, wollte ich nicht daran festhalten und mich deswegen schlecht fühlen.

Selbstbewusst und gestärkt nach dieser großartigen Geburt, in der ich das Vertrauen an die Stärke meines eigenen „Mama-Körpers“ gewonnen habe, ging ich also sicher auch an das Stillthema heran. Im Krankenhaus lies ich mir von niemandem etwas einreden (aufwecken zum Trinken, trinkt sie oft genug, ect.), sondern verließ mich diesmal voll und ganz auf mein Gefühl und dass unsere Biene das schon machen wird. Ich wusste, dass Stillen anfangs schmerzhaft ist, doch das war in Ordnung. Ich wusste nun auch, dass es normal ist, dass Babys durchgehend stillen wollen, auch das ist in Ordnung. Und so ging es unkompliziert weiter.

Unsere Biene zeigt mir deutlich, wann sie Hunger hat und trinkt dann sehr zügig – wenn sie fertig ist, wendet sie einfach den Kopf ab und ich weiß Bescheid. Während des Wachstumsschubes mit etwa 3 Wochen wollte sie oft sehr lange stillen und auch nuckeln, sie zeigte mir sehr deutlich, dass sie das jetzt einfach braucht – dass sie mich braucht. Auch das Stillen im Liegen funktioniert problemlos mit ihr und die meisten Nächte sind entspannt – ich kann sogar während des Stillens weiterschlafen!

Jetzt nach 4 Wochen verändert sich unsere Stillbeziehung. Was anfangs (und beim Tiger leider die ganze Zeit über) einfach „nur“ die beste Ernährung für unsere Kinder ist und somit irgendwie Pflicht, es zumindest zu versuchen, wird langsam aber sicher etwas, dass ich schätzen und genießen lerne. Bis jetzt konnte ich das so nicht glauben, aber mittlerweile bedeutet unser gemeinsames Stillen auch eine gewisse Art und Weise der gemeinsamen Nähe, die ich nicht mehr missen möchte. Und so kann ich mir mittlerweile wirklich vorstellen, unsere kleine Biene das erste Jahr zu stillen und mir dann offen zu lassen, wie es weitergeht. Es ist ein unglaublich schönes Gefühl und ich bin froh, dass ich auch ich diese Gedanken und diese Gefühle vieler Mamas erleben darf!

Unsere Biene - 2 Wochen alt

Unsere Biene – 2 Wochen alt

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Experimentierfeld Esstisch

Essen ist unglaublich spannend! Wir verbringen sehr viel Zeit beim Zubereiten und anschließend verbringen wir nochmals sehr viel Zeit beim Essen, am liebsten alle gemeinsam am Esstisch – dabei ist uns eine angenehme Atmosphäre sehr wichtig.

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Tiger – 7 Monate alt

Unser Tiger war bereits sehr früh bereit für Beikost und zeigte das uns auch deutlich. Allerdings war er mit Brei und gefüttert werden nicht sonderlich glücklich und so bekam er sehr bald FingerFood – nach einiger Recherche fand ich dann auch heraus, dass das einen Namen hat, nämlich BLW (Baby Led Weaning). Bei BLW lässt man sein Kind an den normalen Mahlzeiten am Familientisch mitessen – gegessen wird, was selbstständig in den Mund kommt. Dabei geht es nicht darum (wie oft bei Brei der Fall), eine komplette Milchmahlzeit zu ersetzen, sondern sie einfach zu ergänzen.

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Tiger – 11 Monate alt

Und BLW war für unseren Tiger so unglaublich spannend – so vielfältig wie unterschiedliches Essen ist, so viele Erfahrungen kann er auch machen. Es gibt klebrige Lebensmittel und welche die bröseln, manche kann man auf dem Tisch herum schmieren, wieder andere sind eher fest oder matschig. Sie sind süß, sauer, salzig, bitter, fallen hinunter vom Tisch und kommen nicht wieder von alleine hoch. Manche Lebensmittel rollen davon, andere rinnen oder fühlen sich ölig an. Es gibt kalte und warme, rote und gelbe und grüne Lebensmittel und natürlich noch viele andere Farben. Unterschiedliche Kombinationen schmecken unterschiedlich.

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Tiger – 10 Monate alt

Neben den unterschiedlichen Sinnesübungen beinhaltet Essen aber auch viele Übungen des täglichen Lebens wie eingießen, Dinge mit dem Löffel transportieren, schneiden, die Verwendung von Tuben, aufschrauben, wieder zu schrauben, aufstreichen, umrühren, aufputzen des Tellers, etc. Alles muss erst gelernt und geübt werden und überall kann ja soo viel schief gehen – jaa, man kann Ketchup auch vom Tisch auftunken, wenn das Teller verfehlt wird *haha*.

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Tiger – 25 Monate alt

Ich beobachte unseren Tiger immer unglaublich gerne, wie er voller Freude isst und voller Faszination entdeckt. Er hat viele Vorlieben und kaum Abneigungen – zumindest gekostet wird überall, er ist da wirklich sehr unkompliziert. Ich habe ihn auch immer machen und entdecken lassen und es gibt wenige Regeln bei uns am Esstisch und was er selbst probieren möchte, darf er meistens auch. Ich denke auch, dass das gemeinsame Kochen viel ausmacht, denn er ist oft sehr stolz, wenn er genau das Essen kann, was er vorher auch selbst zubereitet hat. Abends erzählt er dem Tigerpapa oft ganz begeistert, welchen Beitrag er beim Kochen geleistet hat.

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Tiger – 25 Monate alt

Und dann kommt irgendwann die Zeit, wo diese kleine Stimme im Hinterkopf unserer Gedanken sich leise zu Wort meldet und plötzlich fragen wir uns: „Sollte unser Kind denn nicht bald vernünftig/gesellschaftstauglich essen können?“. Und ja, auch bei uns kam diese Stimme so etwa mit 2 Jahren und plötzlich fielen auch Sätzen am Tisch wie: „Mit dem Essen spielt man nicht“. Manchmal denke ich mir, dass unser Tiger die letzten 1,5 Jahre genug experimentiert hat und dass er doch mittlerweile groß genug wäre, um vernünftig zu essen (und jaa, er kann es – er zeigt es uns regelmäßig)! Aber meistens ist eben etwas anderes spannender als „vernünftig“ zu essen. Was hinzu kommt und besonders schwierig für den Tiger ist, dass meine Toleranzgrenze am Esstisch sehr stark von unseren Schlafstunden abhängt..

Und immer wenn solche Momente kommen, in denen ich genervt werde von der Spielerei am Esstisch, muss ich mir ein paar Gedanke im Hinterkopf halten. Unser Tiger hat mit seinen etwas über 2 Jahren schon viel experimentiert und gelernt, aber er hat deswegen noch lange nicht alles entdeckt und keinesfalls ist er bereits „groß“ genug, denn mit 2 Jahren ist man eben noch nicht groß, sondern genau richtig für ein Kind und da ist Essen neben der Notwendigkeit auch noch spannend. Zum anderen muss ich nach jeder Mahlzeit den Tisch abwaschen und saugen – ob es jetzt mehr oder weniger schmutzig ist, ist dabei völlig unerheblich. Wenn ich allerdings sehr müde und ungeduldig bin und unser Tiger wieder richtig in seinem Element bei Tisch ist, dann kommt es auch schon vor, dass ich ihm erkläre, dass er sich gerne austoben darf, ich es mir aber nicht ansehen kann ohne ungeduldig zu werden und daher verlasse ich für einige Minuten den Esstisch. Unser Tiger hat somit Zeit für seine Entdeckungen, ich habe ein paar Minuten für mich, in denen ich mir oft meine Gedanken bezüglich des Essens aus dem Hinterkopf kramen kann – und selten sieht es nach meiner „Auszeit“ am Esstisch mehr aus als vorher!

Wenn wir allerdings woanders eingeladen sind oder (was wirklich selten vorkommt) doch mal Essen gehen, so ist es für unseren Tiger ein guter Kompromiss, dass er sich dann „zusammen reisen“ muss beim Essen und seine Entdeckungen dann zu Hause fortsetzen darf – bis jetzt gab es mit diesem Kompromiss noch nie Problem und unser Tiger akzeptiert das problemlos.

Ich bin überzeugt davon, dass jedes Kind essen lernt und dann schneller als wir denken „gesellschaftstauglich“ isst. Ich selbst liebe das Experimentieren mit Essen – allerdings in der Küche und nicht (mehr) am Esstisch. Vielleicht verlagert sich dieses Interesse auch mal beim Tiger, wer weiß? Auf alle Fälle möchte ich ihm bei seinen Sinnenübungen und Übungen des täglichen Lebens am Esstisch nicht im Wege stehen, da sie eine wichtige Erfahrung in seiner Entwicklung sind!