Notfallprogramm bei Schlafmangel

Seit Wochen stillt unsere Biene nachts im halb- oder Stundentakt und die meisten Nächte sind wir 2 oder 3 Stunden wach, weil unsere Biene nicht wieder in den Schlaf findet.. Mein neuer Fitnesstracker hat eindrucksvoll aufgezeichnet, dass ich die letzten 12 Nächte (seit ich ihn habe) genau 3 Nächte mehr als 4 Stunden geschlafen habe.. Heute fasse ich euch einige Tipps zusammen, wie ich es mit diesem enormen Schlafmangel trotzdem schaffe, die Nächte und darauf folgenden Tage halbwegs entspannt zu überstehen.

„Nur eine Phase“
Vor allem für Erstlingseltern ist diese Aussage keine wirklich Hilfe, doch beim zweiten Kind weiß man dann, dass es schlichtweg stimmt – es ist eine Phase, die früher oder später vorbei geht. Allerdings können Phasen auch mal 2 oder 3 Monate dauern und sich daher ziehen.. Im Grunde geht es darum, diese Phase so entspannt wie möglich zu „überstehen“. Bis jetzt war die letzten Wochen der Schlafmangel  für mich nicht so schlimm, doch ich merke langsam, dass es doch richtig zehrt! Es wird jetzt Zeit, dass ich mein persönliches „Notfallprogramm“ starte, um diese Phase des wenigen Schlafes gut und halbwegs ausgeglichen zu schaffen.

Annehmen der Situation
Das ist vermutlich der Ratschlag, der am leichtesten gesagt, aber am schwierigsten umsetzbar ist – aber er ist sehr effektiv. Die Situation anzunehmen macht lange Nächte oft leichter. Zu wissen, dass es jetzt eben so ist und dass auch wieder schlafreichere Nächte kommen, nimmt viel Druck aus einer schlechten Schlafsituation und bringt mir selbst oft die notwendige Gelassenheit, um mich nicht stressen zu lassen.

Jede Minute Schlaf zählt!
Wenn wir so wie jetzt schon sehr lange wenig schlafen, kommt irgendwann der Punkt, an dem jede Minute Schlaf zählt. Abends gehe ich mit den Kindern schlafen und auch wenn ich dann oft nicht gleich einschlafen kann, ist es troztdem erholsamer als noch wach zu bleiben. Erstlings-Mama sollten auch unbedingt den Tagesschlaf des Kindes mitschlafen – bei mehreren Kinder ist das natürlich schwieriger. Am Wochenende stehe ich meistens mit den Kindern auf und wenn der Tigerpapa dann wach ist, gehe ich schlafen – jaa, ich verpasse dann oft das gemeinsame Frühstück.. Doch in einer Schlafdürrperiode ist Schlaf einfach essentiell und ich stelle da dann gerne mein Schlafbedürfnis über dem Bedürfnis einer gemeinsamen Mahlzeit oder auch über Paarzeit mit dem Tigerpapa oder Zeit für mich. Den Kindern schadet es nicht, wenn wir phasenweise nicht jede Mahlzeit gemeinsam essen (obwohl mir das grundsätzlich wichtig ist) und auch eine stabile Beziehung zerbricht nicht wegen 2 Monate weniger Zeit füreinander. Im Gegenteil hatten der Tigerpapa und ich weit mehr „Probleme“, als wir beide sehr unter Schlafmangel litten und trotzdem unsere Paarzeit erzwingen wollten, wie es beim Tiger damals war. Wie gesagt, es ist eine Phase und es kommen auch wieder andere Zeiten!

Ablenkung für mehr Geduld
Während den Wachphasen bzw. wenn ich während des Stillens nicht einschlafen kann, lenke ich mich gerne ab. Momentan lese ich stundenlang in diversen Facebook-Gruppen zu allen möglichen Themen – Hauptsache nicht zu anspruchsvoll. Dadurch bin ich abgelenkt und gelassener während dieser Wach- bzw. Stillzeit und es fällt mir leichter, Nerven zu bewahren. Auch hier gilt, dass jeder für sich die richtige Ablenkung finden muss. Wenn ich einfach nur darauf warte, bis unsere Biene schläft, zieht sich jede Minute in die Länge und ich docke dann in meiner Ungeduld zu früh ab, was die Wachphase von vorne beginnen lassen kann..

So wenig wie möglich, so viel wie nötig.
Dieses Mantra gilt für mich, wenn es um den Haushalt geht. Dank *FlyLady* laufen meine eingeführten Routinen sehr gut, auch wenn ich sehr müde bin. Gar nichts im Haushalt machen ist für mich nicht tragbar, da ich mich nicht wohlfühle und alles unter Schlafmangel noch schlimmer ist. Außerdem ist der Alltag mit den Kindern viel schwieriger, wenn Chaos herrscht und sich dadurch eine „Nein-Umgebung“ bildet. Was allerdings nicht notwendig ist, bleibt liegen!

Ungefähr gleich sehe ich das in Bezug auf das Kochen. Da kommt es schon mal vor, dass Gebäck gekauft wird (normal backe ich alles selbst) oder es eben Pommes mit Ketchup zu Mittag gibt. Über einen kurzen Zeitraum ist es kein Problem für mich, weniger zu kochen bzw. auch auf ausgewählte Fertigprodukte zurück zu greifen und auch hier habe ich immer im Hinterkopf – es ist eine Phase und wir werden vielleicht schon wenige Tage später mehr Energie zum Kochen haben! Außerdem gibt es auch schnelle gesunde Varianten wie Salat oder einen Smoothie.

Auf Nährstoffe achten
Der Schlafmangel fordert den Körper unglaublich, außerdem wie bereits erwähnt schaffe ich es in schlafarmen Phasen einfach nicht, täglich gesund und frisch zu kochen und so kann es schnell zu Engpässen in der Versorgung kommen, die den Körper gleich noch mehr fordern und Müdigkeit zusätzlich fördert. So greife ich in den Zeiten ganz bewusst auf Supplementierungen zurück! Ich achte dabei, dass ich ausschließlich natürliche Produkte wähle. Wenn jemand von euch nähere Infos dazu haben möchte, bitte meldet euch bei mir – ich möchte hier an dieser Stelle keine Werbung für etwas machen. Seit ich es so handhaben, kann ich mit Schlafmangel deutlich leichter umgehen und fühle mich fitter.

Übrigens trinke ich normal koffeinfreien Kaffee, dann hilft Kaffee mit Koffein besonders gut, wenn es mal notwendig ist.

Sich selbst etwas Gutes tun
Wie auch immer das ausschauen mag, denn jeder hat andere Bedürfnisse. Ich nehme mir manchmal 5 Minuten Auszeit, setze mich einfach zum Tisch und genieße meinen Kaffee – natürlich wähle ich den Zeitpunkt so, dass es auch mit den Kindern passt. Da unser Tiger tagsüber nicht mehr schläft, kuscheln wir uns während des Schlafenszeit der Biene gemeinsam aufs Sofa und schauen uns eine Tierdokumentation oder Sport im Fernsehen an. Grundsätzlich schauen wir aus verschiedenen Gründen überhaupt nicht mehr Fern, aber diese Zeit mit dem Tiger genieße ich sehr. Wir sprechen viel über das Gesehene und ich sehe das auch absolut als Qualitätszeit zu zweit. Es gibt auch andere ruhige Aktivitäten, die dann etwas Erholung bringen.

Sag JA zu Hilfe
Grundsätzlich ist das sicher der Punkt, der mir mit Abstand am schwersten fällt bzw. es wirklich schon gaaaaanz schlimm sein muss mit Schlafmangel und nichts mehr geht, damit ich Hilfe annehme! Meistens fange ich eine Überforderung meinerseits schon mit den oben genannten Ideen ab, sodass ich gut alleine mit den Kindern und dem Schlafmangel klar komme. Aber für viele ist es sicher eine tolle Sache, wenn die Großeltern mal 2 Stunden auf die Zwerge schauen können und man selbst dann schlafen kann. Vor allem als der Tiger klein war, war ich meiner Mama soo dankbar dafür. Meiner Nachbarin koch ich manchmal mit, wenn ihr Sohnemann sehr wenig schläft und ich glaube, sie freut sich darüber. Hilfe gibt es in verschiedenen Art und Weise und jeder muss selbst schauen, was für sich selbst eine Hilfe ist und was nicht so.

Meine Gedanken zum Abschluss
Mit diesem Notfallplan fällt es mir auf alle Fälle leichter, Phasen mit sehr wenig Schlaf (wie momentan der Fall) gelassener zu überstehen. Natürlich kann ich es nicht abstreiten, dass dieser enorme Schlafmangel trotzdem sehr zehrt.. Ich weiß allerdings, dass es bald wieder bessere Nächte geben wird und auch wenn es noch etwas dauern sollte, ich freue mich riesig darauf! Bis dahin mache ich einfach das Beste aus der Situation für mich und meine Familie!

Wer den Spruch „schlafen wie ein Baby“ geprägt hat, hatte sicher keine eigenen Kinder! Geschlafen wie ein Baby im klassischen Sinne, hat unsere Biene von Anfang an nicht.. Hier ist unsere Biene noch nicht mal 2 Monate alt – kleine Baby-Biene ❤

Habt ihr noch Tipps, um mit enormen Schlafentzug fertig zu werden?

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Nicht immer mit-, aber niemals ohne einander!

Der große Tiger und die kleine Biene haben eine ganz besondere Beziehung zueinander. Seit fast einem Jahr verbringen sie ihre Zeit durchgehend miteinander und haben sich dabei kennen und lieben gelernt. Der Tiger war schon als Baby sehr von seiner Schwester angetan und bis heute hat sich daran nichts geändert. Auch sie vergöttert ihren Bruder – wenn er kommt, erscheint in ihrem Gesicht ein Strahlen.

Unser Tiger hat durch unsere Biene schon soo viel gelernt! Er war immer das Kind, das immer zurücksteckte und sich von anderen Kindern alles gefallen lies. Mit ihr wurde unser Tiger selbstbewusster und lernt jetzt Strategien, seine Sachen zu verteidigen und sich durch zu setzen – auch gegenüber anderen Kindern. Klar, läuft unser Alltag daher nicht immer ohne Reiberein – bei einer so engen Bindung auch gar nicht immer möglich. Und so kommt es doch ab und an vor, dass unser Tiger alleine ins Kinderzimmer geht und die Türe schließt, weil er kurz Ruhe haben möchte. Meist dauert es aber keine Minute und er schaut, was seine Schwester macht. Wenn er morgens wach wird oder er nach Hause kommt, ist die erste Frage nach seiner Schwester. Die beiden lachen soo unendlich viel miteinander, dass ich oft gar nicht weiß, wie viel Liebe noch in unsere Familie passt – jedesmal scheint nicht mehr möglich zu sein und ich werde doch immer wieder überrascht! Unsere zwei Kinder so zusammen zu sehen, ist einfach unendlich schön. Der Tiger gibt seiner Schwester immer etwas von seinem Essen ab, hilft ihr bei den ersten Trinkversuchen und kugelt sich vor Lachen fast zu tode, wenn sie Quatsch macht. Er möchte sie meistens bei sich haben, auch wenn er dadurch Abstriche in seinem eigenen Spiel machen muss. Er baut Türme für sie, die sie dann umschubsen darf oder zeigt ihr, wie man malt. Unser Tiger hebt sie auch hoch und schleppt sie durch die Gegend – das schaut doch oft sehr brutal aus, aber beide lachen dabei. Er ist dann immer sehr stolz und erzählt mir mit lachendem Blick, dass er sie „gehoppert“ (getragen) hat. Er erzählt mir auch immer gleich, wenn unsere Biene wo hoch klettert, wo sie herunterfallen könnte und passt gut auf sie auf.

Ich bin soo dankbar, zwei so wundervolle Kinder zu haben und freue mich auf jeden neuen Tag, die ich sie in ihrem Leben, in ihrem Aufwachsen, in ihrer Entwicklung begleiten darf und ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass sie ihre tiefe Liebe zueinander nie verlieren werden, denn die Beziehung zwischen Geschwistern ist etwas ganz Besonderes!

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Qualitätszeit im Alltag mit den Kindern!

Die letzten zwei Monaten war ich insgesamt zwei Wochen krank und der Tigerpapa hatte gesamt drei Wochen Urlaub. So unterschiedlich diese Erlebnisse sind, so haben sie doch eines gemeinsam: unsere Alltagsroutine wird aus der Bahn geworfen! Und vor allem bei unserem Tiger entsteht dadurch oft ein großes Konfliktpotential. In diesen besonderen Wochen bleibt auch gerne im Haushalt immer einiges liegen, so dass auch die Woche danach noch nicht recht in der Routine läuft. Außerdem hat unser Tiger momentan eine Phase (wahrscheinlich auch bedingt durch die letzten Wochen), in der sein Aufmerksamkeitstopf keinen Boden zu haben scheint. Kaum eine Sekunde kann er sich alleine beschäftigen und wuselt den ganzen Tag um mich herum. Die Schlafenszeiten der Biene gehören nach wie vor ausschließlich ihm und wir genießen diese Zeit zu zweit sehr. Aber auch mit ihr, also unsere Zeit zu dritt mag unser Tiger sehr gerne. Und so kommt es, dass ich oft nur das notwendigste im Haushalt mache und mir gaaaanz viel Zeit für unsere Kinder nehme. Ich liebe unseren Alltag und ich könnte mir mein Leben momentan nicht anders vorstellen, als mit meinen zwei wundervollen Kindern zu verbringen! Ab Herbst 2018 wird unser Tiger in den Kindergarten gehen. Jetzt freue ich mich aber erst mal, dass wir noch dieses wundervolle Jahr rund um die Uhr miteinander verbringen können – denn die Zeit vergeht einfach soo schnell und da bleibt nichts anderes übrig, als in vollen Zügen zu genießen!

Mit ein paar Bildern nehme ich heute einfach mal mit durch unsere Qualitätszeit!

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2 Schritte zurück, 5 Schritte vorwärts!

Mit der *Geburt der kleinen Biene* veränderte sich natürlich die Welt unseres Tiger sehr stark. Am Anfang durchlebte er in den Augen von Erwachsenen einen großes „Rückschritt“.. Zum ersten Mal in seinem Leben wollte er gefüttert und im Buggy durch die Gegend gefahren werden. Auch fehlte mir anfangs mit den Beiden oft die Zeit, dass wir wie gewohnt alles gemeinsam machten – kochen musste plötzlich oft sehr schnell gehen und die Tage waren ungewohnt chaotisch.. Der Tiger fing auch an, Dinge zu machen von denen er wusste, dass ich sie nicht mochte und beobachtete mich und meine Reaktionen darauf. Einen für mich persönlich richtig hilfreichen Artikel möchte ich hier gerne verlinken:
Entthronung des Erstgeborenen – Gewünschtestes Wunschkind

Ich konnte dann immer besser mit dem neuen Verhalten des Tigers umgehen und es wurde wieder ruhiger bei uns zu Hause. Immer wieder las ich davon, dass das ältere Kind mit der Geburt eines Geschwisterkindes einen großen Schritt in der Entwicklung machte und so wartete ich.. Und wartete.. Aber auch als unsere *Biene schon 6 Monate alt* war, war eine Entwicklung „nach vorne“ absolut nicht zu bemerken. Nach wie vor fütterte, trug und schob ich mit der größten Geduld, die ich aufbringen konnte. Er wollte im Haushalt nicht mithelfen, obwohl sich alles eingependelt hat und ich wieder die Zeit und die Geduld dafür hatte.. Als unsere Biene dann wie gesagt etwa 6 Monate alt war, hörte ich auf zu warten und nahm die Situation einfach an. Die gesamte Situation entspannte sich und unser Alltag war anders, aber entspannt und harmonisch. Langsam merkte man, dass jeder so seinen Platz in der Familie wieder findet.


Und dann vor etwa einem Monat kam der Sprung, ganz plötzlich, ganz unerwartet! Es begann damit, dass sich unser Tiger von einem Tag auf den anderen alleine an- und ausziehen konnte. Er zeigte bis jetzt kaum Interesse daran, er hat es nie geübt und plötzlich klappte es ohne Probleme. Nach wie vor helfe ich ihm immer wieder mal, wenn er mich darum bittet, aber im Großen und Ganzen zieht sich jetzt unser Tiger alleine um.

Langsam zeigte unser Tiger auch wieder immer mehr Interesse an unserem Alltag – bei meinen Tätigkeiten kam er und fragte, ob er mithelfen kann. Ich genieße diese gemeinsame Zeit wieder sehr und so machen wir zwar bei Weitem natürlich nicht alles, aber vieles wieder gemeinsam in unserem Alltag.


Der nächste große Schritt war vor 14 Tagen, als er äußerte, er möchte keine Windel mehr. Seitdem ist unser Tiger tagsüber windelfrei und wir hatten daheim bis jetzt nur einen einzigen „Unfall“. Unterwegs war es anfangs noch schwieriger für ihn und so brauchten wir einige Hosen zur Reserve. Seit wenigen Tagen ist aber auch unterwegs das Klo gehen kein Problem mehr. Die kommenden Tage werden wir dann auch nachts die Windel weglassen. Hoffentlich finde ich noch die Zeit einen eigenen Beitrag über dieses wichtige Thema zu schreiben.


Auch seine Interessen verändern sich momentan. Wir spielen noch immer sehr viel mit der *Holzeisenbahn*, doch er entwickelt jetzt viele unterschiedliche Interessen. Da unser Tiger jetzt das Malen für sich entdeckt hat, haben wir ihm im Kinderzimmer kurzerhand einen kleinen *Kunstbereich* eingerichtet (die letzten Tage haben wir das Kinderzimmer allerdings neu gestaltet, ich zeige es euch die kommenden Tage).


Feinmotorisch macht unser Tiger ebenfalls eine unglaubliche Entwicklung. Zum ersten Geburtstag hat er damals von einer guten Freundin eine Baustellentorte mit einem kleinen Lego Bagger bekommen. Den hab ich natürlich verräumt und die Tage hat unser Tiger sie in der Kiste für das „Austausch-Spielzeug“ entdeckt. Immer wieder möchte er, dass ich den Bagger und die anderen Fahrzeuge für ihn baue. Unser Tiger beobachtet mich dabei ganz genau und er beginnt auch selbst zu bauen. Wenn wir Zeit haben, helfe ich ihm mit der Anleitung und er schafft es, den Bagger zu bauen. Ansonsten baut er einfach die kleinen Bausteine aufeinander und freut sich.


Auch sein Sinn für den eigenen Besitz ist plötzlich sehr ausgeprägt und so kommt es doch vor, dass er seinen eigenen Besitz nicht nur verbal, sondern auch körperlich verteidigt, wenn er sich von seiner kleinen Schwester in Bedrängnis fühlt. Mittlerweile hat er einige Strategien, die ich ihm gezeigt habe, verinnerlicht und so probiert er immer gleich, der kleinen Biene etwas anderes zu geben, damit sie abgelenkt ist. Oder er zieht sie einfach woanders hin. Für Puzzles sucht er sich mittlerweile gleich einen höher gelegenen Platz. Klappt das alles nicht, kommt es schon vor, dass der Tiger dann ganz verzweifelt „Mama Hilfe!“ ruft und weint! Und auch, dass er sie (wenn ich dann nicht gleich komme) weg schubst. Ist zwar nicht so angenehm vor allem für seine kleine Schwester, aber ein wichtiger Entwicklungsschritt, den ich so wie ich es eben für richtig halte, begleite und auch seine Wünsche diesbezüglich respektiere.


Ich finde die Entwicklung einfach unglaublich und ich liebe es, ihn zu beobachten, wie er in seinem Flow vor sich hinwerkt.


Ich bin schon gespannt, was sich in nächster Zeit noch so alles tut und werde seine Entwicklungsschritte so gut ich kann begleiten und genießen – obwohl er natürlich immer mein kleiner Tiger bleiben wird, wird er doch langsam, aber sicher groß.. Hach ❤

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Über meine Problemlösungen…

Gestern habe ich euch meine *Emotionen von der falschen Erwartungshaltung* geschildert. Lange habe ich überlegt, ob ich den Beitrag veröffentlichen sollte.. Heute möchte ich gerne noch meine Gedanken dazu teilen, welche zwei Strategien ich für mich gefunden habe, wenn die Tage konfliktreicher werden und sich irgendwo ein blöder Kreis entwickelt.

Zuerst achte ich in erster Linie auf mich. Ich höre mir selbst zu, wie geht es mir, habe ich alles, was ich brauche, welches Bedürfnis ist momentan vielleicht nicht befriedigt. Wenn ich von den Kindern genervt bin, hat das meistens wenig mit ihnen zu tun, sondern einen ganz anderen Grund. Ich bin z.B. weit ungeduldiger, wenn ich mit dem Tigerpapa eine Meinungsverschiedenheit habe, oder wenn ich von jemandem aus irgendeinem Grund enttäuscht bin. Oft reicht alleine diese Erkenntnis, um unseren Alltag wieder stressfreier zu machen. Ich achte auf meine Bedürfnisse und schaue, dass es mir gut geht oder tu mir etwas Gutes. Ich achte auch auf mein Verhalten – ist ein Nein gegenüber dem Tiger wirklich gerechtfertigt, muss ich ständig was (negatives) sagen, wo kann ich ihm etwas Gutes tun. Manchmal lösen sich sehr viele Emotionen in mir auf, wenn ich mich einfach mit den Kindern ins Kinderzimmer setze und spiele. Wir bauen mit Duplo, stapeln Bauklötze und werfen sie wieder um, wir stecken Bügelperlen oder wir machen uns gute Laune Musik an. Und ich mache mir bewusst, wie toll und wertvoll unsere gemeinsame Zeit ist.

Als zweites achte ich ganz bewusst auf all das Positive, all das Schöne in unserem Alltag. Noch mehr als sonst freue ich mich über das Lachen meiner Kinder, über ihre Umarmungen, über ihren Umgang miteinander. Und vor allem mache ich mir die Kooperationsbereitschaft des Tigers bewusst. Ein Beispiel. Mir persönlich ist Hände waschen nach dem Essen sehr wichtig. Geht der Tiger von 5 mal 4 mal von sich aus Hände waschen, dann wertschätze ich das und reite nicht auf dem einen mal herum. Ich nehme mir dann immer bewusst vor, ihn als den kleinen dreijährigen Tiger zu sehen, der er eben noch ist, mit allem, was er noch lernen möchte und wird. Ich versuche so wenig wie möglich von ihm zu erwarten und freue mich einfach mit ihm, begleite ihn auf seinem spannenden Weg. Und sehe Dinge, die nicht so laufen, wie ich es mir vielleicht vorstelle, einfach lockerer.

Mit diesen beiden Strategien schaffe ich es meist innerhalb kürzester Zeit, dass ich uns aus dem „Negativ – Strudel“ befreie. Allerdings muss ich auch sagen, dass es mich manchmal belastet, dass unsere Harmonie in der Familie mit meiner Stimmung steht oder fällt. Wenn ich schlecht drauf bin, überträgt sich das automatisch auf alle Familienmitglieder und schon ist der Wurm drinnen. Vor allem der Tiger kann nicht damit umgehen, wenn es mir nicht gut geht und reagiert so darauf, wie er es eben kann. Aber ich habe mittlerweile gelernt, dass es völlig in Ordnung ist, wenn es mir mal nicht so gut geht und ich daher ungeduldig bin, denn ich weiß jetzt, wie wir diesen Kreislauf dann auch wieder verlassen können. Und die meiste Zeit kann ich unseren Familienalltag sehr genießen!

Denn unser Alltag ist ihre Kindheit!

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Über falsche Erwartungenshaltungen..

Ich liebe meine Kinder! Ich liebe sie, bedingungslos, von ganzem Herzen und stärker als andere in meinem Leben!

Unser Tiger ist 3 Jahre alt.. 3 Jahre… Irgendwie ganz schön groß, irgendwie auch nicht! So groß, dass es ganz bestimmte Erwartungshaltungen hervorruft und zu klein, um diese erfüllen zu können…

Vor einigen Tagen habe ich nach einer Konfliktsituation über meine Gefühle mit dem Tiger gesprochen.. Ich war traurig… Ich habe ihm mein Herz offen gelegt… Ich habe mich bei ihm entschuldigt.. Er sah mich an und wollte Nüsse! Ja wirklich, Nüsse zum Essen! Das war seine Reaktion auf meine Emotionen.. Er wollte Nüsse… Ich war wütend und traurig.. Ich wollte über meine Gefühle sprechen.. Ich sah mein Bedürfnis als das Wichtigere an.. Er hörte mir nicht zu, denn gedanklich war er bei den Nüssen.. Ja, über Gefühle zu reden ist in meinen Augen wichtiger, doch er weiß das noch nicht, er wollte einfach nur Nüsse. Ich möchte ihm keine Nüsse geben, denn ich möchte über mich sprechen.. Über die voran gegangene Situation.. Die war für ihn schon längst wieder erledigt.. Er wollte Nüsse.. Dass ich ihm keine Nüsse geben wollte, machte ihn traurig.. Er weinte.. Ich fühlte mich schrecklich.. Ich erwarte mir, dass er mit seinen 3 Jahren seine Bedürfnisse/Wünsche hinten anstellt, obwohl ich das selbst nicht kann.. Warum konnte ich ihm nicht einfach seine Nüsse geben?

Manchmal hält er sich die Ohren zu.. Dann hab auch ich es verstanden und halte meine Klappe.. Ich rede zu viel.. Ich meckere zu viel… Ich kritisiere zu viel.. Ich sage zu oft nein…

Manchmal fehlt mir die Geduld zu warten, wenn ich mit ihm rede und keine Reaktion von ihm kommt.. Ich nehme ihm die Chance zu entscheiden.. Und zwar selbst zu entscheiden.. Und darüber nachzudenken.. Und reagiere vorschnell..

Manchmal glaube ich, er hört mir gar nicht zu, doch das stimmt gar nicht.. Und wenn ich ihn in einem Flow unterbreche, bin ich dann nicht selbst Schuld, wenn ich keine Antwort bekomme?

Manchmal erwarte ich von ihm Kooperationsbereitschaft, wenn ich nicht bereit bin zu kooperieren.. Ich erwarte von ihm zu kooperieren, wenn ich es nicht kann, wenn mein Maß an Kooperationsbereitschaft überschritten ist – woher sollte er es können?

Manchmal habe ich eine völlig falsche Erwartungshaltung an ihn habe.. Ich erwarte, dass er zuhört.. Dass er versteht.. Dass er darauf eingeht.. Das führt doch nur zu Frust auf beiden Seiten.. Er möchte entdecken.. Er möchte erleben.. Er möchte Dinge ausprobieren, die ich nicht toll finde.. Er möchte es einfach.. Und er möchte sehen, wie ich reagiere.. Er möchte wachsen.. Er möchte lernen… Und bei all dem macht er nichts gegen mich, sondern alles nur für sich..!

Deshalb achte ich darauf, dass die meisten Tage ohne Erwartungen sind, denn dann werde ich oft überrascht und kann mich darüber von ganzem Herzen freuen.

Und 3 Jahre alt ist eigentlich noch ganz schön klein! In so vielen Momentan sehe ich meinen kleinen, 3 jährigen Tiger vor mir, wie er versucht, mit seinen vielen eigenen Gefühlen zurecht zu kommen. Wie er diese Flut an Gefühlen kennen lernt, wie er oft darin versinkt und irgendwann wieder auftaucht. Und ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass er später mal besser damit klar kommt als ich jetzt..!

Doch auch ich lerne.. Und ich erlebe.. Und täglich entdecke ich mich durch meine Kinder immer wieder neu!

Denn der Sinn meines Lebens sagt Mama zu mir!
(Leider kann ich euch nicht mehr sagen, woher ich diesen Satz habe..)

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Vielleicht reicht meine Milch ja doch nicht?!

Bei unserer Biene hab ich mich im Vorhinein sehr intensiv mit dem Thema „stillen“ auseinander gesetzt, denn nach der Vorgeschichte mit unserem Tiger war für mich klar, ich werde sie auf alle Fälle lange stillen. Vor einiger Zeit habe ich euch schon mal einen Artikel geschrieben, *warum wir bewusst auf den Schnuller verzichten* (und auch auf Fläschchen oder Stillhütchen).

Nun ist natürlich das Problem, dass Stillen lange Zeit nicht „in Mode“ war und meine Generation und auch die vorherige keine Vorbilder diesbezüglich hat. Ältere Menschen halten an dem „Antistill“-Denken fest und so wird es einem heute sehr schwer gemacht zu stillen  – oft schon im Krankenhaus. Sobald das Baby länger an der Brust hängt (clustern genannt) heißt es gleich: „Deine Milch reicht bestimmt nicht aus!“. Oder Aussagen wie: „Wann bekommt er/sie endlich etwas Vernünftiges zu essen?“ oder „Du bindest doch so nur dein Kind an dich!“ kennen viele Stillmamas. Vor allem als Erstlingsmama weiß man dann auch nicht, dass viel falsches Wissen bezüglich Stillen im Umlauf sind und viele Mythen begegnen einem immer wieder. Doch stillen (auch laaaaange am Stück oder gaaaaaanz oft) ist für Babys wunderschön – sie bekommen dadurch nicht nur Nahrung und bestellen vor, es ist auch eine unglaublich effektive Form der Beruhigung, das Baby bekommt Nähe, ist der Mama ganz nah, kann den Duft intensiv aufnehmen, es ist ein wichtiger Rückzugsort für das Baby, es kann sein Saugbedürfnis stillen, dort ist die Welt meist in Ordnung!

Bei unserer Biene ist es so, dass sie seit sie 3 Monate alt ist alle 2 Stunden zum Stillen kommt – tagsüber und auch nachts. Vorher gab es doch mal eine längere Schlafphase von 3-4 Stunden. Die letzten 2 Monate verringerten sich diese Abstände nochmals und 2 Stunden wurden zum Luxus. Die letzten 6 Wochen stillten wir nachts im Stundentakt. Auch das ist völlig normal. Nächtliches Aufwachen hat nicht mit der Ernährung, sondern mit Hirnreife zu tun. Vielleicht lernt das Baby momentan viel, erlebt viel, hat viel zu verarbeiten. Weiters ist Muttermilch (wie übrigens auch Pre-Nahrung) sehr schnell verdaulich und kann daher absolut nach Bedarf gefüttert werden. Doch der Mythos der „zu wenig Milch“ hält sich hartnäckig und auch unser Kinderarzt sagte zu mir, dass die Milch nach dem 6. Monat nicht mehr reichen wird. Sieht man sich etwas in Stillforen um, wimmelt es dort nur so von Fragen, was man bei zu wenig Milch machen kann und man liest immer wieder von fragwürdigen Aussagen seitens Kinderärzten und Hebammen.

Auch mit diesem ganzen Wissen, ist irgendwo in mir auch diese Stimme, die mich um 4 Uhr früh nach bereits 8 Unterbrechungen fragt – vielleicht reicht deine Milch ja doch nicht?! Vielleicht hätte ich bereits mal auf Schnuller oder Fläschchen zurück gegriffen, wenn bei uns nicht die Milchallergie und die Angst um das Stillen im Raum stehen würde? Aber ja, man fängt zum Zweifeln an..

Und dann kam diese heutige Nacht – unsere Biene hat das erste Mal von 21:30 – 4:00 Uhr DURCH geschlafen!! Auch wenn diese Nacht vielleicht für die kommende Zeit ein einmaliges Erlebnis war, so schöpfe ich doch große Zuversicht daraus, denn meine Milch reicht und unsere Biene wird mehr Stunden am Stück schlafen, wenn sie bereit dazu ist! Natürlich würde ich mich freuen, wenn sich Nächte wie heute schnell wiederholen würden *hihi*.

Die Botschaft dieses Beitrags soll schlichtweg sein – habt Vertrauen in euch, in euren Körper, in euer Baby, informiert euch und sucht euch gleichgesinnte Stillmamis! Stillen wird einem heute nicht leicht gemacht, doch jedes Durchhalten lohnt sich!

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