Nicht immer mit-, aber niemals ohne einander!

Der große Tiger und die kleine Biene haben eine ganz besondere Beziehung zueinander. Seit fast einem Jahr verbringen sie ihre Zeit durchgehend miteinander und haben sich dabei kennen und lieben gelernt. Der Tiger war schon als Baby sehr von seiner Schwester angetan und bis heute hat sich daran nichts geändert. Auch sie vergöttert ihren Bruder – wenn er kommt, erscheint in ihrem Gesicht ein Strahlen.

Unser Tiger hat durch unsere Biene schon soo viel gelernt! Er war immer das Kind, das immer zurücksteckte und sich von anderen Kindern alles gefallen lies. Mit ihr wurde unser Tiger selbstbewusster und lernt jetzt Strategien, seine Sachen zu verteidigen und sich durch zu setzen – auch gegenüber anderen Kindern. Klar, läuft unser Alltag daher nicht immer ohne Reiberein – bei einer so engen Bindung auch gar nicht immer möglich. Und so kommt es doch ab und an vor, dass unser Tiger alleine ins Kinderzimmer geht und die Türe schließt, weil er kurz Ruhe haben möchte. Meist dauert es aber keine Minute und er schaut, was seine Schwester macht. Wenn er morgens wach wird oder er nach Hause kommt, ist die erste Frage nach seiner Schwester. Die beiden lachen soo unendlich viel miteinander, dass ich oft gar nicht weiß, wie viel Liebe noch in unsere Familie passt – jedesmal scheint nicht mehr möglich zu sein und ich werde doch immer wieder überrascht! Unsere zwei Kinder so zusammen zu sehen, ist einfach unendlich schön. Der Tiger gibt seiner Schwester immer etwas von seinem Essen ab, hilft ihr bei den ersten Trinkversuchen und kugelt sich vor Lachen fast zu tode, wenn sie Quatsch macht. Er möchte sie meistens bei sich haben, auch wenn er dadurch Abstriche in seinem eigenen Spiel machen muss. Er baut Türme für sie, die sie dann umschubsen darf oder zeigt ihr, wie man malt. Unser Tiger hebt sie auch hoch und schleppt sie durch die Gegend – das schaut doch oft sehr brutal aus, aber beide lachen dabei. Er ist dann immer sehr stolz und erzählt mir mit lachendem Blick, dass er sie „gehoppert“ (getragen) hat. Er erzählt mir auch immer gleich, wenn unsere Biene wo hoch klettert, wo sie herunterfallen könnte und passt gut auf sie auf.

Ich bin soo dankbar, zwei so wundervolle Kinder zu haben und freue mich auf jeden neuen Tag, die ich sie in ihrem Leben, in ihrem Aufwachsen, in ihrer Entwicklung begleiten darf und ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass sie ihre tiefe Liebe zueinander nie verlieren werden, denn die Beziehung zwischen Geschwistern ist etwas ganz Besonderes!

Die meisten Neuigkeiten aus unserem Alltag gibt es momentan auf *Instagram* – schaut also unbedingt vorbei.
Ich freue mich auch über euren Besuch auf unserer *Fanseite auf Facebook* oder kommt auf unseren*Pinterest-Account* – auch dort gibt es immer wieder Neues. 

Qualitätszeit im Alltag mit den Kindern!

Die letzten zwei Monaten war ich insgesamt zwei Wochen krank und der Tigerpapa hatte gesamt drei Wochen Urlaub. So unterschiedlich diese Erlebnisse sind, so haben sie doch eines gemeinsam: unsere Alltagsroutine wird aus der Bahn geworfen! Und vor allem bei unserem Tiger entsteht dadurch oft ein großes Konfliktpotential. In diesen besonderen Wochen bleibt auch gerne im Haushalt immer einiges liegen, so dass auch die Woche danach noch nicht recht in der Routine läuft. Außerdem hat unser Tiger momentan eine Phase (wahrscheinlich auch bedingt durch die letzten Wochen), in der sein Aufmerksamkeitstopf keinen Boden zu haben scheint. Kaum eine Sekunde kann er sich alleine beschäftigen und wuselt den ganzen Tag um mich herum. Die Schlafenszeiten der Biene gehören nach wie vor ausschließlich ihm und wir genießen diese Zeit zu zweit sehr. Aber auch mit ihr, also unsere Zeit zu dritt mag unser Tiger sehr gerne. Und so kommt es, dass ich oft nur das notwendigste im Haushalt mache und mir gaaaanz viel Zeit für unsere Kinder nehme. Ich liebe unseren Alltag und ich könnte mir mein Leben momentan nicht anders vorstellen, als mit meinen zwei wundervollen Kindern zu verbringen! Ab Herbst 2018 wird unser Tiger in den Kindergarten gehen. Jetzt freue ich mich aber erst mal, dass wir noch dieses wundervolle Jahr rund um die Uhr miteinander verbringen können – denn die Zeit vergeht einfach soo schnell und da bleibt nichts anderes übrig, als in vollen Zügen zu genießen!

Mit ein paar Bildern nehme ich heute einfach mal mit durch unsere Qualitätszeit!

Die meisten Neuigkeiten aus unserem Alltag gibt es momentan auf *Instagram* – schaut also unbedingt vorbei.
Ich freue mich auch über euren Besuch auf unserer *Fanseite auf Facebook* oder kommt auf unseren*Pinterest-Account* – auch dort gibt es immer wieder Neues. 

2 Schritte zurück, 5 Schritte vorwärts!

Mit der *Geburt der kleinen Biene* veränderte sich natürlich die Welt unseres Tiger sehr stark. Am Anfang durchlebte er in den Augen von Erwachsenen einen großes „Rückschritt“.. Zum ersten Mal in seinem Leben wollte er gefüttert und im Buggy durch die Gegend gefahren werden. Auch fehlte mir anfangs mit den Beiden oft die Zeit, dass wir wie gewohnt alles gemeinsam machten – kochen musste plötzlich oft sehr schnell gehen und die Tage waren ungewohnt chaotisch.. Der Tiger fing auch an, Dinge zu machen von denen er wusste, dass ich sie nicht mochte und beobachtete mich und meine Reaktionen darauf. Einen für mich persönlich richtig hilfreichen Artikel möchte ich hier gerne verlinken:
Entthronung des Erstgeborenen – Gewünschtestes Wunschkind

Ich konnte dann immer besser mit dem neuen Verhalten des Tigers umgehen und es wurde wieder ruhiger bei uns zu Hause. Immer wieder las ich davon, dass das ältere Kind mit der Geburt eines Geschwisterkindes einen großen Schritt in der Entwicklung machte und so wartete ich.. Und wartete.. Aber auch als unsere *Biene schon 6 Monate alt* war, war eine Entwicklung „nach vorne“ absolut nicht zu bemerken. Nach wie vor fütterte, trug und schob ich mit der größten Geduld, die ich aufbringen konnte. Er wollte im Haushalt nicht mithelfen, obwohl sich alles eingependelt hat und ich wieder die Zeit und die Geduld dafür hatte.. Als unsere Biene dann wie gesagt etwa 6 Monate alt war, hörte ich auf zu warten und nahm die Situation einfach an. Die gesamte Situation entspannte sich und unser Alltag war anders, aber entspannt und harmonisch. Langsam merkte man, dass jeder so seinen Platz in der Familie wieder findet.


Und dann vor etwa einem Monat kam der Sprung, ganz plötzlich, ganz unerwartet! Es begann damit, dass sich unser Tiger von einem Tag auf den anderen alleine an- und ausziehen konnte. Er zeigte bis jetzt kaum Interesse daran, er hat es nie geübt und plötzlich klappte es ohne Probleme. Nach wie vor helfe ich ihm immer wieder mal, wenn er mich darum bittet, aber im Großen und Ganzen zieht sich jetzt unser Tiger alleine um.

Langsam zeigte unser Tiger auch wieder immer mehr Interesse an unserem Alltag – bei meinen Tätigkeiten kam er und fragte, ob er mithelfen kann. Ich genieße diese gemeinsame Zeit wieder sehr und so machen wir zwar bei Weitem natürlich nicht alles, aber vieles wieder gemeinsam in unserem Alltag.


Der nächste große Schritt war vor 14 Tagen, als er äußerte, er möchte keine Windel mehr. Seitdem ist unser Tiger tagsüber windelfrei und wir hatten daheim bis jetzt nur einen einzigen „Unfall“. Unterwegs war es anfangs noch schwieriger für ihn und so brauchten wir einige Hosen zur Reserve. Seit wenigen Tagen ist aber auch unterwegs das Klo gehen kein Problem mehr. Die kommenden Tage werden wir dann auch nachts die Windel weglassen. Hoffentlich finde ich noch die Zeit einen eigenen Beitrag über dieses wichtige Thema zu schreiben.


Auch seine Interessen verändern sich momentan. Wir spielen noch immer sehr viel mit der *Holzeisenbahn*, doch er entwickelt jetzt viele unterschiedliche Interessen. Da unser Tiger jetzt das Malen für sich entdeckt hat, haben wir ihm im Kinderzimmer kurzerhand einen kleinen *Kunstbereich* eingerichtet (die letzten Tage haben wir das Kinderzimmer allerdings neu gestaltet, ich zeige es euch die kommenden Tage).


Feinmotorisch macht unser Tiger ebenfalls eine unglaubliche Entwicklung. Zum ersten Geburtstag hat er damals von einer guten Freundin eine Baustellentorte mit einem kleinen Lego Bagger bekommen. Den hab ich natürlich verräumt und die Tage hat unser Tiger sie in der Kiste für das „Austausch-Spielzeug“ entdeckt. Immer wieder möchte er, dass ich den Bagger und die anderen Fahrzeuge für ihn baue. Unser Tiger beobachtet mich dabei ganz genau und er beginnt auch selbst zu bauen. Wenn wir Zeit haben, helfe ich ihm mit der Anleitung und er schafft es, den Bagger zu bauen. Ansonsten baut er einfach die kleinen Bausteine aufeinander und freut sich.


Auch sein Sinn für den eigenen Besitz ist plötzlich sehr ausgeprägt und so kommt es doch vor, dass er seinen eigenen Besitz nicht nur verbal, sondern auch körperlich verteidigt, wenn er sich von seiner kleinen Schwester in Bedrängnis fühlt. Mittlerweile hat er einige Strategien, die ich ihm gezeigt habe, verinnerlicht und so probiert er immer gleich, der kleinen Biene etwas anderes zu geben, damit sie abgelenkt ist. Oder er zieht sie einfach woanders hin. Für Puzzles sucht er sich mittlerweile gleich einen höher gelegenen Platz. Klappt das alles nicht, kommt es schon vor, dass der Tiger dann ganz verzweifelt „Mama Hilfe!“ ruft und weint! Und auch, dass er sie (wenn ich dann nicht gleich komme) weg schubst. Ist zwar nicht so angenehm vor allem für seine kleine Schwester, aber ein wichtiger Entwicklungsschritt, den ich so wie ich es eben für richtig halte, begleite und auch seine Wünsche diesbezüglich respektiere.


Ich finde die Entwicklung einfach unglaublich und ich liebe es, ihn zu beobachten, wie er in seinem Flow vor sich hinwerkt.


Ich bin schon gespannt, was sich in nächster Zeit noch so alles tut und werde seine Entwicklungsschritte so gut ich kann begleiten und genießen – obwohl er natürlich immer mein kleiner Tiger bleiben wird, wird er doch langsam, aber sicher groß.. Hach ❤

Die meisten Neuigkeiten aus unserem Alltag gibt es momentan auf *Instagram* – schaut also unbedingt vorbei.
Ich freue mich auch über euren Besuch auf unserer *Fanseite auf Facebook* oder kommt auf unseren*Pinterest-Account* – auch dort gibt es immer wieder Neues. 

Über meine Problemlösungen…

Gestern habe ich euch meine *Emotionen von der falschen Erwartungshaltung* geschildert. Lange habe ich überlegt, ob ich den Beitrag veröffentlichen sollte.. Heute möchte ich gerne noch meine Gedanken dazu teilen, welche zwei Strategien ich für mich gefunden habe, wenn die Tage konfliktreicher werden und sich irgendwo ein blöder Kreis entwickelt.

Zuerst achte ich in erster Linie auf mich. Ich höre mir selbst zu, wie geht es mir, habe ich alles, was ich brauche, welches Bedürfnis ist momentan vielleicht nicht befriedigt. Wenn ich von den Kindern genervt bin, hat das meistens wenig mit ihnen zu tun, sondern einen ganz anderen Grund. Ich bin z.B. weit ungeduldiger, wenn ich mit dem Tigerpapa eine Meinungsverschiedenheit habe, oder wenn ich von jemandem aus irgendeinem Grund enttäuscht bin. Oft reicht alleine diese Erkenntnis, um unseren Alltag wieder stressfreier zu machen. Ich achte auf meine Bedürfnisse und schaue, dass es mir gut geht oder tu mir etwas Gutes. Ich achte auch auf mein Verhalten – ist ein Nein gegenüber dem Tiger wirklich gerechtfertigt, muss ich ständig was (negatives) sagen, wo kann ich ihm etwas Gutes tun. Manchmal lösen sich sehr viele Emotionen in mir auf, wenn ich mich einfach mit den Kindern ins Kinderzimmer setze und spiele. Wir bauen mit Duplo, stapeln Bauklötze und werfen sie wieder um, wir stecken Bügelperlen oder wir machen uns gute Laune Musik an. Und ich mache mir bewusst, wie toll und wertvoll unsere gemeinsame Zeit ist.

Als zweites achte ich ganz bewusst auf all das Positive, all das Schöne in unserem Alltag. Noch mehr als sonst freue ich mich über das Lachen meiner Kinder, über ihre Umarmungen, über ihren Umgang miteinander. Und vor allem mache ich mir die Kooperationsbereitschaft des Tigers bewusst. Ein Beispiel. Mir persönlich ist Hände waschen nach dem Essen sehr wichtig. Geht der Tiger von 5 mal 4 mal von sich aus Hände waschen, dann wertschätze ich das und reite nicht auf dem einen mal herum. Ich nehme mir dann immer bewusst vor, ihn als den kleinen dreijährigen Tiger zu sehen, der er eben noch ist, mit allem, was er noch lernen möchte und wird. Ich versuche so wenig wie möglich von ihm zu erwarten und freue mich einfach mit ihm, begleite ihn auf seinem spannenden Weg. Und sehe Dinge, die nicht so laufen, wie ich es mir vielleicht vorstelle, einfach lockerer.

Mit diesen beiden Strategien schaffe ich es meist innerhalb kürzester Zeit, dass ich uns aus dem „Negativ – Strudel“ befreie. Allerdings muss ich auch sagen, dass es mich manchmal belastet, dass unsere Harmonie in der Familie mit meiner Stimmung steht oder fällt. Wenn ich schlecht drauf bin, überträgt sich das automatisch auf alle Familienmitglieder und schon ist der Wurm drinnen. Vor allem der Tiger kann nicht damit umgehen, wenn es mir nicht gut geht und reagiert so darauf, wie er es eben kann. Aber ich habe mittlerweile gelernt, dass es völlig in Ordnung ist, wenn es mir mal nicht so gut geht und ich daher ungeduldig bin, denn ich weiß jetzt, wie wir diesen Kreislauf dann auch wieder verlassen können. Und die meiste Zeit kann ich unseren Familienalltag sehr genießen!

Denn unser Alltag ist ihre Kindheit!

Die meisten Neuigkeiten aus unserem Alltag gibt es momentan auf *Instagram* – schaut also unbedingt vorbei.
Ich freue mich auch über euren Besuch auf unserer *Fanseite auf Facebook* oder kommt auf unseren*Pinterest-Account* – auch dort gibt es immer wieder Neues. 

Über falsche Erwartungenshaltungen..

Ich liebe meine Kinder! Ich liebe sie, bedingungslos, von ganzem Herzen und stärker als andere in meinem Leben!

Unser Tiger ist 3 Jahre alt.. 3 Jahre… Irgendwie ganz schön groß, irgendwie auch nicht! So groß, dass es ganz bestimmte Erwartungshaltungen hervorruft und zu klein, um diese erfüllen zu können…

Vor einigen Tagen habe ich nach einer Konfliktsituation über meine Gefühle mit dem Tiger gesprochen.. Ich war traurig… Ich habe ihm mein Herz offen gelegt… Ich habe mich bei ihm entschuldigt.. Er sah mich an und wollte Nüsse! Ja wirklich, Nüsse zum Essen! Das war seine Reaktion auf meine Emotionen.. Er wollte Nüsse… Ich war wütend und traurig.. Ich wollte über meine Gefühle sprechen.. Ich sah mein Bedürfnis als das Wichtigere an.. Er hörte mir nicht zu, denn gedanklich war er bei den Nüssen.. Ja, über Gefühle zu reden ist in meinen Augen wichtiger, doch er weiß das noch nicht, er wollte einfach nur Nüsse. Ich möchte ihm keine Nüsse geben, denn ich möchte über mich sprechen.. Über die voran gegangene Situation.. Die war für ihn schon längst wieder erledigt.. Er wollte Nüsse.. Dass ich ihm keine Nüsse geben wollte, machte ihn traurig.. Er weinte.. Ich fühlte mich schrecklich.. Ich erwarte mir, dass er mit seinen 3 Jahren seine Bedürfnisse/Wünsche hinten anstellt, obwohl ich das selbst nicht kann.. Warum konnte ich ihm nicht einfach seine Nüsse geben?

Manchmal hält er sich die Ohren zu.. Dann hab auch ich es verstanden und halte meine Klappe.. Ich rede zu viel.. Ich meckere zu viel… Ich kritisiere zu viel.. Ich sage zu oft nein…

Manchmal fehlt mir die Geduld zu warten, wenn ich mit ihm rede und keine Reaktion von ihm kommt.. Ich nehme ihm die Chance zu entscheiden.. Und zwar selbst zu entscheiden.. Und darüber nachzudenken.. Und reagiere vorschnell..

Manchmal glaube ich, er hört mir gar nicht zu, doch das stimmt gar nicht.. Und wenn ich ihn in einem Flow unterbreche, bin ich dann nicht selbst Schuld, wenn ich keine Antwort bekomme?

Manchmal erwarte ich von ihm Kooperationsbereitschaft, wenn ich nicht bereit bin zu kooperieren.. Ich erwarte von ihm zu kooperieren, wenn ich es nicht kann, wenn mein Maß an Kooperationsbereitschaft überschritten ist – woher sollte er es können?

Manchmal habe ich eine völlig falsche Erwartungshaltung an ihn habe.. Ich erwarte, dass er zuhört.. Dass er versteht.. Dass er darauf eingeht.. Das führt doch nur zu Frust auf beiden Seiten.. Er möchte entdecken.. Er möchte erleben.. Er möchte Dinge ausprobieren, die ich nicht toll finde.. Er möchte es einfach.. Und er möchte sehen, wie ich reagiere.. Er möchte wachsen.. Er möchte lernen… Und bei all dem macht er nichts gegen mich, sondern alles nur für sich..!

Deshalb achte ich darauf, dass die meisten Tage ohne Erwartungen sind, denn dann werde ich oft überrascht und kann mich darüber von ganzem Herzen freuen.

Und 3 Jahre alt ist eigentlich noch ganz schön klein! In so vielen Momentan sehe ich meinen kleinen, 3 jährigen Tiger vor mir, wie er versucht, mit seinen vielen eigenen Gefühlen zurecht zu kommen. Wie er diese Flut an Gefühlen kennen lernt, wie er oft darin versinkt und irgendwann wieder auftaucht. Und ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass er später mal besser damit klar kommt als ich jetzt..!

Doch auch ich lerne.. Und ich erlebe.. Und täglich entdecke ich mich durch meine Kinder immer wieder neu!

Denn der Sinn meines Lebens sagt Mama zu mir!
(Leider kann ich euch nicht mehr sagen, woher ich diesen Satz habe..)

Die meisten Neuigkeiten aus unserem Alltag gibt es momentan auf *Instagram* – schaut also unbedingt vorbei.
Ich freue mich auch über euren Besuch auf unserer *Fanseite auf Facebook* oder kommt auf unseren*Pinterest-Account* – auch dort gibt es immer wieder Neues. 

Vielleicht reicht meine Milch ja doch nicht?!

Bei unserer Biene hab ich mich im Vorhinein sehr intensiv mit dem Thema „stillen“ auseinander gesetzt, denn nach der Vorgeschichte mit unserem Tiger war für mich klar, ich werde sie auf alle Fälle lange stillen. Vor einiger Zeit habe ich euch schon mal einen Artikel geschrieben, *warum wir bewusst auf den Schnuller verzichten* (und auch auf Fläschchen oder Stillhütchen).

Nun ist natürlich das Problem, dass Stillen lange Zeit nicht „in Mode“ war und meine Generation und auch die vorherige keine Vorbilder diesbezüglich hat. Ältere Menschen halten an dem „Antistill“-Denken fest und so wird es einem heute sehr schwer gemacht zu stillen  – oft schon im Krankenhaus. Sobald das Baby länger an der Brust hängt (clustern genannt) heißt es gleich: „Deine Milch reicht bestimmt nicht aus!“. Oder Aussagen wie: „Wann bekommt er/sie endlich etwas Vernünftiges zu essen?“ oder „Du bindest doch so nur dein Kind an dich!“ kennen viele Stillmamas. Vor allem als Erstlingsmama weiß man dann auch nicht, dass viel falsches Wissen bezüglich Stillen im Umlauf sind und viele Mythen begegnen einem immer wieder. Doch stillen (auch laaaaange am Stück oder gaaaaaanz oft) ist für Babys wunderschön – sie bekommen dadurch nicht nur Nahrung und bestellen vor, es ist auch eine unglaublich effektive Form der Beruhigung, das Baby bekommt Nähe, ist der Mama ganz nah, kann den Duft intensiv aufnehmen, es ist ein wichtiger Rückzugsort für das Baby, es kann sein Saugbedürfnis stillen, dort ist die Welt meist in Ordnung!

Bei unserer Biene ist es so, dass sie seit sie 3 Monate alt ist alle 2 Stunden zum Stillen kommt – tagsüber und auch nachts. Vorher gab es doch mal eine längere Schlafphase von 3-4 Stunden. Die letzten 2 Monate verringerten sich diese Abstände nochmals und 2 Stunden wurden zum Luxus. Die letzten 6 Wochen stillten wir nachts im Stundentakt. Auch das ist völlig normal. Nächtliches Aufwachen hat nicht mit der Ernährung, sondern mit Hirnreife zu tun. Vielleicht lernt das Baby momentan viel, erlebt viel, hat viel zu verarbeiten. Weiters ist Muttermilch (wie übrigens auch Pre-Nahrung) sehr schnell verdaulich und kann daher absolut nach Bedarf gefüttert werden. Doch der Mythos der „zu wenig Milch“ hält sich hartnäckig und auch unser Kinderarzt sagte zu mir, dass die Milch nach dem 6. Monat nicht mehr reichen wird. Sieht man sich etwas in Stillforen um, wimmelt es dort nur so von Fragen, was man bei zu wenig Milch machen kann und man liest immer wieder von fragwürdigen Aussagen seitens Kinderärzten und Hebammen.

Auch mit diesem ganzen Wissen, ist irgendwo in mir auch diese Stimme, die mich um 4 Uhr früh nach bereits 8 Unterbrechungen fragt – vielleicht reicht deine Milch ja doch nicht?! Vielleicht hätte ich bereits mal auf Schnuller oder Fläschchen zurück gegriffen, wenn bei uns nicht die Milchallergie und die Angst um das Stillen im Raum stehen würde? Aber ja, man fängt zum Zweifeln an..

Und dann kam diese heutige Nacht – unsere Biene hat das erste Mal von 21:30 – 4:00 Uhr DURCH geschlafen!! Auch wenn diese Nacht vielleicht für die kommende Zeit ein einmaliges Erlebnis war, so schöpfe ich doch große Zuversicht daraus, denn meine Milch reicht und unsere Biene wird mehr Stunden am Stück schlafen, wenn sie bereit dazu ist! Natürlich würde ich mich freuen, wenn sich Nächte wie heute schnell wiederholen würden *hihi*.

Die Botschaft dieses Beitrags soll schlichtweg sein – habt Vertrauen in euch, in euren Körper, in euer Baby, informiert euch und sucht euch gleichgesinnte Stillmamis! Stillen wird einem heute nicht leicht gemacht, doch jedes Durchhalten lohnt sich!

Die meisten Neuigkeiten aus unserem Alltag gibt es momentan auf *Instagram* – schaut also unbedingt vorbei.
Ich freue mich auch über euren Besuch auf unserer *Fanseite auf Facebook* oder kommt auf unseren*Pinterest-Account* – auch dort gibt es immer wieder Neues. 

Der emotionale Supergau!

Gestern war der ganze Tag allgemein schwierig.. Wir haben die Nacht kaum geschlafen, unsere Biene lässt sich keine Sekunde ablegen, schläft auch tagsüber kaum, der Tiger und ich geraten immer wieder aneinander. Nach dem Essen ist unser Tiger so k.o., dass er sogar eingeschlafen ist und nachmittags 3 Stunden geschlafen hat. Ich stelle mich auf einen längeren Abend ein und freue mich schon darauf, da ich annehme, unser Tiger würde nach so viel Schlaf super gelaunt sein. Um 19:00 Uhr lege ich mich mit unserer Biene ins Bett und stille sie in den Schlaf. Der Tiger spielt mit dem Tigerpapa, alles ist sehr entspannt. Gegen 20 Uhr wird der Tiger dann etwas müde, der Tigerpapa geht mit ihm ins Bad. Ich höre schon, wie sich die Laune des Tigers zunehmend verschlechtert, bis er schließlich weint. Ich bin froh, dass unsere Biene eingeschlafen ist. Ich stehe auf und helfe den beiden bzw. versuche ich es.

Meine beiden Männer sind gerade beim Zähneputzen, der Tiger weint, der Tigerpapa weiß nicht genau, warum. Das Weinen wird immer mehr. Ich beschließe kurzerhand Zähne putzen fällt aus. Auch aufs Umziehen können wir verzichten, doch um das Wickeln kommen wir nicht drum herum. Der Tiger wird immer wütender, er möchte nicht wickeln – nicht im Liegen, nicht im Stehen, nicht mit Spaß, nicht mit Singen. Stattdessen sieht man ihm deutlich an, dass der Nebel in seinem Gehirn größer wird und die Emotionen das rationale Denken ausgeschaltet haben. Nachdem ich unserem Tiger die Windel ausgezogen habe, eskaliert alles. Er kreischt und schreit und weint und tritt um sich – ans Windel anlegen war nicht mehr zu denken… Kurzerhand schnappte ich ihn (eben ohne Windel) und kuschle mich mit ihm ins Bett. Er weint und schreit und sagt immer wieder: „Er möchte alleine.. Alleine!!“. Mit der Zeit finde ich heraus, dass er alleine sein Shirt (er war nass vom Abendessen) und auch die Windel alleine ausziehen wollte (er hatte das allerdings die ganze Zeit kein einziges Mal erwähnt). Er weint und ist so unendlich verzweifelt. An diesem einen Gedanken, dass er alleine machen wollte, blieb er hängen – als ob die Festplatte hängen geblieben wäre.. Ich nehme ihn ganz fest in den Arm und sage ihm immer wieder ganz ruhig, dass es in Ordnung ist. Er darf wütend sein und das zeigen und er darf traurig sein und weinen. Immer und immer wieder sage ich ihm, dass alles gut ist und er seine Emotionen ausleben darf.

Ich kann mir nur wage vorstellen, wie schwer diese Situation für den Tiger ist, wie schlimm dieser Nebel in dem Moment sein muss. Wie anstrengend es für ihn ist, wenn man so von seinen Emotionen überrannt wird und es scheint, als würde sich dieser emotionale Nebel kaum lichten…

Es dauert einige Zeit, doch langsam merke ich, wie unser Tiger ruhiger wird. Irgendwann höre ich auf zu reden und kuschle mich ganz fest zu ihm, er drückt mich ganz fest. Viele Minuten liegen wir da und langsam merkt man, wie unser Tiger wieder klarer wird, wie sich der Nebel doch zu lichten beginnt, er wird wieder ruhiger. Auch nach dem Weinen bleibe ich noch einige Zeit liegen und er wirkt so unendlich dankbar dafür.

Unsere Biene weint. Ich erkläre unserem Tiger kurz, dass ich gleich wieder komme. Der Tigerpapa setzt sich zu ihm. Nach wenigen Minuten kann ich wieder zum Tiger gehen. Er sagt von sich aus, dass er noch eine Windel braucht. Ich lege mich dann noch zu ihm ins Bett. Wie jeden Abend sage ich ihm, dass ich ihn sehr lieb hab und zum ersten Mal sagt auch er mir: „Ich hab dich auch so lieb“. Die Welt ist wieder in Ordnung.

Ja, es zehrt als Elternteil sehr, das eigene Kind so aufgelöst zu sehen und das Gefühl zu haben, dass man kaum helfen kann. Doch es ist für das Kind viel schwieriger so gefangen zu sein in den eigenen Emotionen. Ich habe mal gelesen (eine Quelle kann ich euch leider nicht nennen), dass sehr bedürfniserzogene Kinder stärker trotzen, einfach weil sie es können und dürfen. Ich denke aber, dass es doch auch sehr vom Charakter abhängig ist. Es war für mich ein langer Lernprozess, dass ich diese intensiven Gefühle des Tigers relativ gelassen über einen längeren Zeitraum begleiten kann.

Dennoch bin ich froh, dass unser Tiger grundsätzlich ein sehr „vernünftiges“ Kind ist, das meiste kann man einfach mit ihm ausreden und ihm erklären.

Die meisten Neuigkeiten aus unserem Alltag gibt es momentan auf *Instagram* – schaut also unbedingt vorbei.
Ich freue mich auch über euren Besuch auf unserer *Fanseite auf Facebook* oder kommt auf unseren*Pinterest-Account* – auch dort gibt es immer wieder Neues.