Schnelles DIY für kleine Babys

Heute zeige ich euch ein ganz einfaches und schnelles DIY für Babys so im Alter von 4-7 Monate. Ich glaube, die Bilder sind selbst erklärend – ihr braucht nur einen Holzring und verschiedene Bänder (in unserem Fall sind es welche von diesen Geschenkspapierschleifen):


Natürlich gibt es unendlich viele Variationen dieses „Bänder-Spiels“ – man kann verschiedene Stoffbänder verwenden oder unterschiedliche Materialien mischen, die Bänder verschieden lang schneiden oder noch ein kleines Glöckchen dazu hängen. Unsere Biene ist fast schon etwas zu groß für diese Bastelidee, aber sie zeigt dennoch immer wieder Interesse, wenn ich es ihr irgendwohin lege, wo sie noch schwer ran kommt. Z.B. lasse ich vom Sofa nur die Bänder herunterhängen oder lege es etwas höher – sobald sie das Spielzeug sieht, bekommt sie doch meist Interesse und ist sehr bemüht, es auch zu erreichen.

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6 einzigartige und wundervolle Monate!


Die Zeit vergeht so unglaublich schnell und so sind die ersten 6 Monate als Zweifach-Mama schon wieder vorbei. Die letzten Monaten waren so spannend und voller Höhen, ich bin unsagbar dankbar dafür. In den letzten 6 Monaten habe ich unsere Biene schon richtig gut kennen gelernt. Heute schreibe ich eine kleine Zusammenfassung des letzten halben Jahres – vorrangig für mich, da ich doch die wichtigsten Entwicklungsschritten und Vorlieben unserer Biene festhalten möchte.


Die ersten drei Monate brauchte unsere Biene, um auf unserer Welt anzukommen. Ihr Verdauungssystem brauchte die ersten Wochen zur Anpassung und Bauchweh quälte sie immer wieder. Auch waren die ersten Wochen abendliches Weinen zur Verarbeitung des Tages angesagt. Sie lebte die ersten drei Monate im Grunde auf mir – geschlafen wurde nachts nur auf mir und tagsüber auch nur in der Trage. Trotz allem oder vielleicht auch deshalb habe ich diese ersten Monate in vollen Zügen genießen können – diese Nähe, diese Liebe, dieses Wissen, dass ich für sie die Größte bin! Auch umgekehrt war es so, dass ich sie ungern aus der Hand gegeben habe!


Nach den ersten 10-12 Wochen merkte man dann aber sehr schnell, dass unsere Biene jetzt schön langsam ankam. Sie interessierte sich sehr stark für ihre Umgebung – vorrangig für ihren großen Bruder und himmelte ihn an. Sie ist so unglaublich fröhlich und herzhaft, immer am Strahlen, immer interessiert. Sie schläft seitdem auch neben mir (gaaaaanz dicht angekuschelt) und nicht mehr auf mir. Diese Nähe und auch das Stillen genieße ich noch immer sehr.


Mit 4 Monaten wurde dann langsam das Greifen spannend und man konnte ihr alle möglichen Dinge in die Hand geben – das fand vor allem unser Tiger sehr lustig. Ich kann die beiden einfach stundenlang beobachten und empfinde dabei so unendlich viel Liebe und Dankbarkeit!


Am 1. Februar drehte sie sich dann das erste Mal und seitdem gibt es kein Rücken liegen mehr *hihi*. Sehr schnell konnte sie dann ihre erworbenen Fähigkeiten kombinieren und so drehte sie sich immer auf den Bauch und schnappte sich selbstständig Gegenstände ihrer Umgebung. Dank des Tigers konnte sie das gut üben und wurde auch sehr schnell darin (vorbeifahrenden Züge waren sehr beliebt!). Mittlerweile dreht sie sich sicher im Kreis und auch wenige cm nach vorne oder rückwärts kann sie zurücklegen.


Am 13. Februar entdeckten wir dann das erste Zähnchen – links unten – und 3 Tage später brach auch schon das zweite kleine Zähnchen durch – rechts unten. Ohne großer Aufregung waren sie auf einmal da und bis auf Spucken, größerer Anhänglichkeit und vermehrtes Stillen (vor allem nachts) merkten wir nichts.


Ihre Interessen sind sehr vielseitig. Mit etwa 3 Monaten fand sie ihre *DIY Montessori-Mobiles* sehr spannend. Wenig später habe ich sie ihr schon viel tiefer gehängt, damit sie sie erreichen konnte und auch noch ein neues dazu gebastelt:


Sie hat wenige Stofftiere, die sie besonders mag. Und ein wenig Spielzeug, mit dem sie sich länger beschäftigt. Und auch ein paar Bücher, die sie sehr gerne anschaut.


Alltagsgegenstände sind ihr aber viel lieber!


Aber in Wirklichkeit ist ihr großer Bruder ihr größtes Interesse – sie kann ihm stundenlang einfach mit einem Grinsen im Gesicht zuschauen. Wenn er da ist, ist ihre Welt in Ordnung und sie beschäftigt. Auch das Spielzeug des Tigers ist einfach das spannendste. Es ist einfach soo toll, wie die beiden miteinander umgehen, so liebevoll! Und wie die beiden miteinander lachen können! Da muss man einfach mitlachen!


Jetzt mit 6 Monaten beginnen wir mit Beikost. Sie ist eigentlich schon seit einem Monat bereit dafür (sie erfüllt alle Beikostreifezeichen), doch die WHO empfiehlt zur Allergieprävention die ersten 6 Monaten ausschließlich zu stillen, daher waren wir uns einig, dass wir warten. Es ist für mich ein seltsames Gefühl, dass unsere kleine Biene jetzt zu essen beginnt.


Die letzten 15 Monaten hat sie ausschließlich von meinem Körper gelebt – ist es nicht faszinierend, was unser Körper alles kann?! Auf alle Fälle ist es für mich ein nächstes großes Loslassen und ich habe das Gefühl, dass unsere kleine Biene mittlerweile schon richtig groß ist und ihr Bestreben nach Selbstständigkeit wird immer größer. Der Tiger findet es großartig, dass sie jetzt endlich essen darf und gibt ihr immer mal wieder was von ihm ab. Er freut sich sehr, wenn sie dann sein Essen nimmt!


Ich bin dankbar, an ihrer Entwicklung so teilhaben zu dürfen und ich genieße es sehr, sie aufwachsen zu sehen. Ich kann meine beiden Mäuse stundenlang beobachten und es wird nie langweilig! Nun starten wir in das nächste halbe Jahr und ich lasse mich überraschen, was es alles bringen wird. Auf alle Fälle freue ich mich sehr!

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Montessori Mobiles zur sensorischen Erkundung

„Mobiles sind vor allem während der ersten Monate für das Baby sinnvoll. In den frühen Wochen helfen sie ihm, das visuelle Vermögen zum Fokussieren und Verfolgen eines Gegenstandes mit dem Blick zu entwickeln.“*

Ohne Zweifel sind Mobiles sehr beliebtes Accessoires wenn es um die Einrichtung des Kinderzimmers für ein Neugeborenes geht. Doch viele der optischen wirklich hübschen Mobiles im Handel sind für unsere Allerkleinsten nicht geeignet..

„Die meisten handelsüblichen Mobiles sind nur für viel ältere Kinder geeignet, gewöhnlich ab drei Jahren oder älter. Sie sind viel zu aufwendig und empfindlich für ein Baby, als dass es sie sicher untersuchen könnte. […] Außerdem gibt es Mobiles für Kinder, in die eine Spieluhr eingebaut ist, die der Erwachsene aufziehen muss. Das Kind liegt in seinem Bettchen, schaut auf ein Mobile, das es nicht gut erkennen kann, beobachtet etwas, das sich zu schnell dreht, als dass es ihm mit seinen Augen folgen könnte, und hört Musik.“*

Heute möchte ich euch daher Mobiles zur sensorischen Erkundung nach Montessori zeigen, die genau auf die einzelnen Entwicklungsschritte von Babys in den ersten Monaten abgestimmt sind. Und das beste an diesen Mobiles ist, dass man sie alle auf einfachste Art und Weise selbst basteln kann.

Zweidimensionale geometrische Formen in Schwarz/Weiß

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Ich habe aus schwarzen und weißen Karton geometrische Formen zusammen gestellt und sie so aufgehängt, dass sie liegend für das Baby gut sichtbar sind. Entspricht nicht dem ursprünglichen Montessori Mobile.

Reflektierte Licht einer Glaskugel
Zusätzlich kann man zu dem Schwarz/Weiß Mobile noch eine Glaskugel hängen, die das Licht reflektiert. Da unser Tiger aber oft mit unserer Biene gemeinsam Mobile schaut, erscheint mir eine Glaskugel etwas zu gefährlich..

Drei Oktaeder aus farbigem, metallisch glänzendem Papier in den Primärfarben

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Dieses Mobile ist sehr einfach zu basteln – eine Falt-Vorlage für Oktaeder findet ihr *hier*. Bei unseren Oktaeder glänzt das Papier vielleicht etwas zu sehr, doch ich habe in meiner nahen Umgebung kein anderes gefunden.. Durch die Oberfläche war das Kleben unserer Oktaeder sehr schwierig, aber machbar. Wenn die Sonne durch das Fenster scheint, glitzern die Oktaeder, das gefällt unserer Biene sehr.

Fünf Kugeln in einer Farbe mit abgestuften Nuancen des Farbtons

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Für dieses Mobile habe ich 5 Holzkugeln mit orangen Garn in 5 Farbabstufungen umwickelt. Damit das Garn gut hält, habe ich direkt auf die Holzkugel etwas Kleber gegeben und danach mit Garn umwickelt – geht relativ schnell.

Stilisierte Figuren aus leichten, metallisch glänzendem Papier

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Da ich keine Druckvorlage für die stilisierten Figuren fand, habe ich kurzerhand selbst eine gezeichnet – ich stelle sie euch gerne unter *Free Printables* zur Verfügung. Unser Papier ist etwas dicker ausgewählt und ich werde das Mobile mit feiner Nähseide aufhängen. Leider bin ich bis jetzt noch nicht dazu gekommen, es fertig zu basteln..

Stilisierte Holzfiguren in Pastelltönen

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Von einer guten Freundin haben wir ein wunderschönes Mobile geschenkt bekommen, welches die Kriterien für dieses Montessori Mobile fast erfüllt. Unsere Biene mag es aber so wie es ist sehr gerne.

„Diese Mobiles sollte etwa alle 2 Wochen ausgetauscht werden, um auf die Gewöhnung an dieses spezielle Mobile zu reagieren und mit der Entwicklung des Gesichtssinns Schritt zu halten.“*

Auf Pinterest habe ich euch eine Pinnwand angelegt – dort findet ihr noch mehr Bastelideen zum Thema „Montessori Mobiles“ bzw. unterschiedliche Ausführungen der einzelnen Mobiles:
pinterest.com/tigersabenteuer/montessori-mobiles/

Ab etwa 3 Monate fing unsere Biene an, sich bewusst für die Mobiles zu interessieren und sie aktiv zu betrachten. Jetzt mit bald 5 Monaten kann sie sich schon richtig lange damit beschäftigen, vor allem wenn sich das Mobile durch das Strampeln in der Hängematte immer wieder bewegen.

*Alle Zitate stammen aus „Montessori von Anfang an“ (Paula Polk Lillard, Lynn Lillard Jessen)

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12 von 12 im Jänner

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Gegen 6 Uhr wird unser Tiger wach. Der Tigerpapa steht auf, ich stille noch unsere Biene in den Schlaf und stehe dann ebenfalls auf. Nachdem wir uns vom Tigerpapa verabschiedet haben, beginnen wir mit dem Frühstück. Seit einigen Tagen strebt unser Tiger wieder nach sehr viel Selbstständigkeit, dieser Schritt ist wieder sehr schön zu beobachten für mich.

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Später wird unsere Biene wach, also spielt unser Tiger alleine weiter – ich stille und kommentiere. Danach guckt unsere Biene zu und ich kann wieder mit spielen.

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Anschließend möchte unser Tiger gerne Chuggington am Tablet schauen, also nutze ich die gute Laune unserer Biene und kümmere mich um die Wäsche. Sie fängt jetzt langsam an, sich auch alleine mit Gegenständen zu beschäftigen. Die neu eingeführte Wäsche Routine klappt übrigens super! Täglich wird eine Wäscheladung gewaschen und getrocknet und dann am kommenden Tag im Laufe des Vormittags gefaltet – bis jetzt habe ich das jeden Tag so geschafft!

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Das Spielen mit Gegenständen macht unsere Biene immer sehr müde und so schläft sie problemlos in der Hängematte ein. Vormittags funktioniert das Einschlafen immer sehr unkompliziert. Ich beschäftige mich mit dem Tiger und seinem neuen Logikspiel. Da er nur noch wenig Hilfe dabei braucht, kann ich nebenbei schon ein neues Spiel für ihn vorbereiten – das probieren wir dann in den kommenden Tagen aus.

Die beiden Spiele sind übrigens aus der „Wunderpost“ der *Wunderwerkstatt*.

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Nachdem unsere Biene wieder wach ist, geht es ab nach draußen in den Regen! Wir besuchen heute die Tigeroma. Nachdem ich letzte Woche nicht nur im Bastelkatalog geschmökert, sondern auch mit der Tigeroma mit bestellt habe, müssen wir das natürlich heute gleich holen.

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Bei der Tigeroma wird ausgiebig gekuschelt und gespielt und getratscht.

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Danach gehen wir noch einkaufen. Der Weg nach Hause ist dann seeehr lang! Unser Tiger ist schon müde und mag nicht mehr und ist dementsprechend bockig. Ich möchte schnellstmöglich nach Hause, denn die ganzen Sachen sind sehr schwer, außerdem bin ich hungrig und genervt vom Wetter.. Unsere Biene ist wieder wach und fängt an zu quengeln, weil sie Hunger bekommt. Schlechte Stimmung ist da kaum vermeidbar und ich bin unendlich froh, als wir zu Hause ankommen! Zu Hause geht der Tag aber harmonisch weiter. Es gibt schnelle Küche – Nudeln mit Gemüse-Tomatensauce. Und für alle, die gut aufgepasst haben – da war ja dieser Vorsatz mit dem Essensplan und so.. Jaa, und in der ersten Wochenhälfte hat das auch gut geklappt.. Also die ersten zwei Tage… *hust* Tja, kommende Woche gibt es eine neue Chance und zwei Tage sind doch schon mal ein Anfang!

Auf alle Fälle ist unsere Biene gut gelaunt während dem Kochen.

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Und auch der Tiger ist zufrieden und beschäftigt.

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Das Essen schmeckte natürlich sehr, aber Nudeln mit leckerer Saucen schmecken doch immer *hehe*.

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Gleich nach dem Essen packen wir noch unsere Bastelutensilien aus. Leider ist es heute schon etwas zu spät für eine Bastelarbeit und der Tiger auch schon zu müde..

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Und so spielen wir noch etwas mit der Holzeisenbahn. Da wir so spät gegessen haben, trinkt unser Tiger zum Abendessen nur noch einen Kakao, dann geht es weiter mit der *Abendroutine* – heute leider ohne Tigerpapa…

Gegen 18:30 Uhr schläft unser Tiger dann und ich knuddel mich mit unserer Biene auf das Sofa. Sie darf noch nackig strampeln (sie liebt es und daher darf sie das jeden Abend) und ich gönne mir eine Extraportion Kalorien (ach du schöne Stillzeit!).

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Danach stille ich unsere Biene noch in den Schlaf. Sobald ich hier fertig bin, werde auch ich dann schlafen gehen. Ein schöner Tag geht wieder zu Ende.. Und wer weiß, wann der morgige beginnt!

Verlinkt bei „Draußen nur Kännchen„.

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Abendroutine & Einschlafbegleitung mit zwei Kindern

[Biene 4 Monate, Tiger 34 Monate -> da Routinen und vor allem die Einschlafbegleitung immer Momentaufnahmen sind]

Beide Kinder zu Bett bringen war in den ersten Wochen eine für mich alleine fast unschaffbare Aufgabe. Zumindest einer weinte immer, manchmal auch wir alle drei, ich war sehr gestresst und der Abend dauerte dann immer ewig.. Ein harmonisches Miteinander ist ganz klar war anderes. Da ich abends mit den beiden doch öfter alleine bin, suchte ich nach einer Lösung und schön langsam habe ich das Gefühl, dass sich alles einspielt. Ich kann die Einschlafbegleitung auch alleine mit beiden Kindern genießen und es läuft alles sehr entspannt ab. Unser Weg dahin war gar nicht so einfach..

Als erstes führte ich fixe Schlafenszeiten für den Tiger ein, da selbstbestimmtes Schlafen momentan nicht funktioniert. Unsere Biene schläft vor allem abends nicht ohne mich, daher kann ich nicht mehr aufstehen, sobald sie im Schlafzimmer schläft. Unser Tiger muss deswegen vor ihr schlafen gehen und das macht er natürlich nicht freiwillig.. Er liebt seine kleine Schwester abgöttisch und möchte am liebsten keine Sekunde mit ihr verpassen – vor allem wenn die Alternative (nämlich schlafen) in dem Alter nicht unbedingt ansprechend ist. Und so habe ich einfach mal angefangen unseren Tiger genau zu beobachten. Dadurch wusste ich nach einigen Tagen ganz genau, wann er abends seine Tiefpunkte hatte und auch, wann er wieder aufgedreht wurde. Da er jeden Tag zwischen 5 und 6 Uhr aufsteht, unabhängig davon wann er schlafen geht, macht sich die Müdigkeit auch jeden Abend ziemlich um die gleiche Zeit bemerkbar.

Nach wenigen Tagen wusste ich also gegen 18:30 Uhr ist der optimale Zeitpunkt fürs Bett und so baute ich unsere Abendroutine drum herum auf. Um 17:30 Uhr gibt es Abendessen – diese Mahlzeit nehmen wir meistens alle gemeinsam ein. Der Tigerpapa kennt fixe Essenszeiten von zu Hause nicht und so war es auch für ihn ungewohnt, dass er nach Uhrzeit essen sollte. Doch ich finde es wichtig, dass die Familie einmal am Tag zusammen kommt und sich dann austauschen kann und somit bestehe ich auf unser 17:30 Uhr Abendessen. Danach wird schlaffertig gemacht – heißt für den Tiger Zähneputzen, wickeln, umziehen. Wenn unser Tiger bereit für das Bett ist, spielen wir manchmal noch gemeinsam ein Gesellschaftsspiel. Meist sagt er aber selbst schon, dass er müde ist und schlafen gehen möchte. Bis hierher laufen die meisten Abende gleich, entweder zu viert oder eben nur zu dritt.

Wenn der Tigerpapa zu Hause ist, achte ich darauf, dass unsere Biene satt, gewickelt und zufrieden ist oder (was um die Zeit eigentlich nicht vorkommt) schläft – dann hat es der Tigerpapa etwas leichter (sie macht es ihm als Mama-Mäderl schwer genug). Ich kuschle mich zum Tiger und wir lesen noch gemeinsam.
Ist der Tigerpapa nicht zu Hause oder der Tiger besteht darauf, dass unsere Biene mitkommt, dann kommt sie natürlich mit zum Lesen. Dann fällt das Kuscheln leider meist etwas weniger intensiv aus, denn unsere Biene muss immer wieder während des Lesens angelächelt werden, damit sie Gefallen daran findet *haha*. Zwischendurch wird aber immer wieder gekuschelt.

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Ich setze mich also gegenüber von unserer Biene hin und der Tiger schaut dann bei mir mit. Wenn wir mit Lesen fertig sind oder es mit der Biene absolut nicht mehr geht, schalten wir das Licht aus und ein Hörspiel ein. Ich setze mich auf einen Sessel neben dem Bett und stille die Biene oder schaue, dass sie möglichst ruhig ist. Das Hörspiel haben wir noch nicht lange, aber es klappt unglaublich gut, denn der Tiger schläft schnell damit ein. Zwischen 18:30 und 19:00 Uhr schläft dann unser Tiger und seit einiger Zeit (bis auf wenige Nächte) sogar bis in der Früh durch! Nachdem unser Tiger eingeschlafen ist, schleiche ich mich mit unserer Biene raus (der Tiger weiß aber, dass ich warte bis er schläft und dann ins Schlafzimmer gehe).

Es gibt aber auch Abende, wo es mit unserer Biene einfach nicht möglich ist, dass ich im Zimmer bleibe, bis unser Tiger schläft.. Ich sage ihm dann noch Gute-Nacht und lasse die Türe ganz offen. Oft schläft unser Tiger alleine ein. Meistens ruft er dann noch ein paar Mal und ich schaue nach ihm. Irgendwann schläft er aber dann ein, es dauert aber meist etwas länger.

Gegen 20:30 Uhr hat unsere Biene ihren Müdigkeitseinbruch, sie besteht dann auf´s Schlafen gehen und fordert das auch lautstark ein. Im Wohnzimmer stillen oder so klappt gar nicht mehr, sie möchte ins Schlafzimmer. Sie bekommt also dann ihre Nachtwindel und den Schlafanzug und wir verziehen uns ins Schlafzimmer. Ich stille sie im Liegen, doch da schläft sie meistens nicht ein, sondern dockt irgendwann ab und ist wieder wach. Ich setze mich dann etwas aufrecht hin, sie kuschelt sich auf mich und schläft dann meistens ein während ich lese – scheint wohl nicht so spannend zu sein *hihi*. Ich wippe nebenbei oder „klopfe“ leicht auf ihren Po, das beruhigt sie und lässt sie leichter einschlafen. Unsere Biene hat noch keinen festen Schlafrhythmus – sie trinkt alle 2-4 Stunden, schläft aber meistens gleich weiter. Momentan wird sie alle 1-2 Stunden wach – ich denke, es liegt am nächsten Entwicklungsschub.. Oder an den Zähnen.. Oder sie wächst *haha*. Morgens ist unsere Biene dann zwischen 6 und 9 Uhr wach.

So laufen jetzt im Großen und Ganzen alle unsere Abende ab und ich genieße diese Routine und die „Ordnung“ sehr. Auch unser Tiger konnte diese neue Abendroutine sehr gut annehmen. Ich bin unglaublich erleichtert, dass das jetzt wieder so gut funktioniert und ich mir nicht den ganzen Tag Sorgen machen muss, wenn ich weiß, dass ich abends alleine mit meinen beiden bin!

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Wochenende in Bildern – KW 1

Genau genommen begann mein Wochenende Samstag bereits um 1:15 Uhr. Der Tigerpapa hatte seine Männerrunde zu Besuch. Nachdem ich unsere Biene fertig stillte und sie wieder schlief, hörte ich unseren Tiger. Also war ich doch neugierig und stand auf. Der Tiger war wach geworden, hat unseren Besuch gehört und konnte natürlich nicht wieder einschlafen, also setzte er sich ins Wohnzimmer und spielt auch.. Ok, wenn der Tiger müde wird, sollte er wieder schlafen gehen und ich legte mich wieder ins Bett. Um 4:00 Uhr stillte ich wieder unsere Biene und hörte wieder unseren Tiger. Ich stand auf, überall war Licht, der Besuch bereits weg, der Tigerpapa schlief im Bett des Tigers und der Tiger spielte munter vor sich hin.. Er erklärte mir, dass er dem Papa eh versprochen hatte, dass er ins Bett geht, wenn er müde ist *haha*. Ich begleitete den Tiger schnell in Schlaf und ging selbst wieder ins Bett. Um halb 8 standen wir dann gemeinsam auf und so beginnt nun jetzt offiziell unser Wochenende und ich nehme euch mit.

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Samstag. Nach dem gemeinsamen Frühstück, legt sich der Tigerpapa noch einmal schlafen, die Kinder spielen „miteinander“ und ich falte die Wäsche. Auf Wunsch des Tigers kommentiere ich nebenbei sein Spiel und mache Zug- oder Feuerwehrgeräusche.

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Danach gehen Jungs und Mädels getrennte Wege (kommt öfter vor, seit unsere Biene bei uns ist). Die Männer fahren zu Eisstockbahn und helfen beim Aufbau mit, ich gehe mit unsere Biene nach draußen eine kleine Runde spazieren. Lange halten wir es aber bei diesen eisigen Temperaturen nicht aus..

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Zu Hause backen wir gemeinsam Muffins für unseren Nachmittagsbesuch und kümmern uns etwas um die Wohnung.

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Danach schläft unsere Biene ein und ich setze mich einfach mal in Ruhe hin und schmökere im Katalog für Bastelbedarf – kommt nicht so häufig vor und ich genieße die Ruhe sehr.


Meine beiden Männer kommen wieder nach Hause, der Nachmittagsbesuch hat spontan abgesagt, somit bleiben die Muffins eben für uns.

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Anschließend bereite ich noch schnell mit der Biene „gemeinsam“ Pizza – Schnecken für unseren Abendbesuch vor (ich werkle in Windeseile und bespaße sie nebenbei), der Tiger spielt noch ein wenig mit dem Papa Zug.

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Dann ist bereits Schlafenszeit für unseren Tiger – es wird natürlich noch ausgiebig gekuschelt und gelesen.

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Ich bleibe noch etwas bei unserem Besuch, verabschiede mich aber bald mit unserer Biene ins Bett, da sie sehr knatschig ist und schlafen möchte.

Sonntag. Um 4:56 Uhr erklingt aus dem Babyphon ein „Mama“- Gerufe.. Ich gebe mein Bestes, damit unser Tiger weiter schläft, doch manchmal ist das Beste eben nicht gut genug, also lassen wir den Tag mit Pizza-Schnecken vom Vortag beginnen. Später steht dann auch der Tigerpapa auf, unsere Biene stillt nur kurz und schläft weiter.

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Der Vormittag ist irgendwie allgemein sehr „müde“.. Abwechselnd spielen der Tigerpapa und ich mit dem Tiger, keiner ist so recht motiviert für eine richtige Aktivität. Das Wochenende ist bei uns Winter geworden, es schneit und schneit und schneit.

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Um die Mittagszeit fängt der Tigerpapa an, im Bad rund um die Badewanne neu zu verfugen und ich kümmere mich um das Essen. Dazwischen wird mit den Kindern gespielt, gelesen und gekuschelt. Unsere Stimmung ist auch beim Essen immer noch „müde“ und unmotiviert, ein richtiger „Fauli-Tag“. Nach dem Essen gehen wir aber hinaus in die Schneemassen und bleiben auch den ganzen Nachmittag dann draußen.

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Ich gehe eine kurze Runde, damit unsere Biene einschläft – hier ein paar Fotos der Runde.

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Wir haben alle zusammen sehr viel Spaß und unsere Biene schlummert gemütlich in der Trage an mich gekuschelt. Die Tragejacke ist wirklich gold wert! Ich kann sogar unseren Tiger retten, als er beim Schneehügel vor unserem Haus kopfüber in den Schnee fällt und fast verschwindet.

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Nach kurzen Tränen geht der Spaß weiter. Ich bin allerdings richtig nass.. Ich bleibe noch bei meinen Männern, bis mir kalt wird, dann gehe ich hinein mich aufwärmen. Die beiden toben im Schnee, bis es dunkel ist!

Nach dem Abendessen fällt unser Tiger richtig müde ins Bett und schläft sofort ein. Ich verbringe den Abend noch mit unserer Biene und dem weltbesten Mann und gehe dann aber auch früh ins Bett.

Ein tolles Wochenende mit unseren Freunden, viel Schnee und jede Menge Spaß liegt hinter uns. Der Tigerpapa hatte von letzten Mittwoch weg frei und muss morgen wieder arbeiten.. Wir lassen uns überraschen, was diese Woche so für uns bereit hält.

Verlinkt bei Susanne:
https://geborgen-wachsen.de/2017/01/08/wochenende-in-bildern-07-08-januar-2016/

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Baby ohne Schnuller?!

Immer wieder werden ich verwundert gefragt, ob unsere Babytochter denn keinen Schnuller hat. Automatisch wird von vielen angenommen, dass unsere Biene einfach keinen Schnuller nimmt und ich somit zu diesen „armen“ Müttern gehöre, die ihr Kind anders beruhigen oder noch schlimmer, ständig stillen müssen. Wenn mich jemand darauf anspricht, rechtfertige ich mich meistens schon gar nicht mehr, sondern antworte nur noch: „Ja, leider“..

Ich aber habe mich bewusst gegen einen Schnuller entschieden und bis jetzt halte ich überzeugt daran fest. Heute stelle ich euch meine persönlichen 5 Gründe vor, warum unsere Biene noch keinen Schnuller bekommen hat bzw. auch weiterhin keinen bekommt.

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Saugverwirrung
Es ist so, dass durch einen Schnuller eine Saugverwirrung entstehen kann, muss aber natürlich nicht. Da ich aber lange damit zu kämpfen hatte, dass ich unseren Tiger nur 2 Monate stillte, möchte ich diesmal das Risiko nicht eingehen und schaffe mir somit alle Risikofaktoren aus dem Weg, damit das Stillen unserer Biene lange und unkompliziert funktioniert.

Hunger wegschnullern / Rückgang der Milch
Vor allem in Schub- bzw. Clusterzeiten wollen Babys vermehrt trinken, weil sie einfach mehr Hunger haben und mehr Milch brauchen. Durch den Schnuller besteht die Möglichkeit, dass Babys sich den Hunger wegschnullern und dann weniger Milch zu sich nehmen, als sie eigentlich brauchen würden.
Wenige Tage vor einem Schub beginnen Babys vermehrt oder durchgehend an der Brust zu trinken. Die Milchproduktion funktioniert nach einem Nachfrage-Angebot Prinzip und so wird durch dieses häufige Anlegen die Produktion der Milchmenge stimuliert. Direkt beim Schub steht dann viel Milch zur Verfügung, damit Babys problemlos über den Schub kommen. Wird die „Produktionsanfrage“ durch einen Schnuller unterbunden, besteht die Möglichkeit, dass es dann beim Schub zu Probleme kommt.
Auch bei diesem Punkt gilt – kann passieren, muss aber nicht.

Schnuller muss nicht abgewöhnt werden
Wenn ich meinem Baby keinen Schnuller angewöhne, muss er später nicht wieder abgewöhnt werden. Die meisten Kinder stillen sich irgendwann von selbst ab, dieser Punkt fällt also weg.

Es stört mich nicht
Vermutlich ist das der wichtigste Punkt bei der Entscheidung gegen einen Schnuller. Oft hat unsere Biene einfach nur das Bedürfnis zu nuckeln und es stört mich absolut nicht, wenn sie sich dieses Bedürfnis ganz natürlich an der Brust stillt. Bei unserem Tiger fühlte ich mich damals gar nicht wohl bei diesem ständigen Stillen und somit war alles schwieriger. Bei unserer Biene genieße ich es und deshalb brauchen wir aus dem Grund keinen Schnuller.

Alles, was ein Baby braucht
Stillen ist viel mehr als nur Nahrungsaufnahme für ein kleines Baby. Es fühlt sich dadurch geborgen, erfährt eine intensive Nähe mit dem wichtigsten Menschen in seinem Leben, kann den Geruch der Mama aufnehmen. Das Baby findet durch das Stillen einen Rückzugsort und Trost in oft schwierigen Entwicklungszeiten oder wenn es von Eindrücken regelrecht erschlagen wird. Es kann sich rundum geborgen und beschützt fühlen – daher schlafen auch viele Babys problemlos beim Stillen ein.

Während den intensiven Schreiphasen unserer Biene hatte ich das Thema Schnuller immer im Hinterkopf und habe auch immer mal wieder überlegt, ob ich es nicht doch probieren sollte. Allerdings fühlte es sich für mich einfach nicht richtig an und deshalb habe ich es gelassen.
Durch das Stillen bekommt ein Baby alles, was es in dieser lauten und turbulenten Welt braucht und daher werden wir noch lange am Stillen festhalten – so lange es eben für unsere Biene UND für mich passt.

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