2 Schritte zurück, 5 Schritte vorwärts!

Mit der *Geburt der kleinen Biene* veränderte sich natürlich die Welt unseres Tiger sehr stark. Am Anfang durchlebte er in den Augen von Erwachsenen einen großes „Rückschritt“.. Zum ersten Mal in seinem Leben wollte er gefüttert und im Buggy durch die Gegend gefahren werden. Auch fehlte mir anfangs mit den Beiden oft die Zeit, dass wir wie gewohnt alles gemeinsam machten – kochen musste plötzlich oft sehr schnell gehen und die Tage waren ungewohnt chaotisch.. Der Tiger fing auch an, Dinge zu machen von denen er wusste, dass ich sie nicht mochte und beobachtete mich und meine Reaktionen darauf. Einen für mich persönlich richtig hilfreichen Artikel möchte ich hier gerne verlinken:
Entthronung des Erstgeborenen – Gewünschtestes Wunschkind

Ich konnte dann immer besser mit dem neuen Verhalten des Tigers umgehen und es wurde wieder ruhiger bei uns zu Hause. Immer wieder las ich davon, dass das ältere Kind mit der Geburt eines Geschwisterkindes einen großen Schritt in der Entwicklung machte und so wartete ich.. Und wartete.. Aber auch als unsere *Biene schon 6 Monate alt* war, war eine Entwicklung „nach vorne“ absolut nicht zu bemerken. Nach wie vor fütterte, trug und schob ich mit der größten Geduld, die ich aufbringen konnte. Er wollte im Haushalt nicht mithelfen, obwohl sich alles eingependelt hat und ich wieder die Zeit und die Geduld dafür hatte.. Als unsere Biene dann wie gesagt etwa 6 Monate alt war, hörte ich auf zu warten und nahm die Situation einfach an. Die gesamte Situation entspannte sich und unser Alltag war anders, aber entspannt und harmonisch. Langsam merkte man, dass jeder so seinen Platz in der Familie wieder findet.


Und dann vor etwa einem Monat kam der Sprung, ganz plötzlich, ganz unerwartet! Es begann damit, dass sich unser Tiger von einem Tag auf den anderen alleine an- und ausziehen konnte. Er zeigte bis jetzt kaum Interesse daran, er hat es nie geübt und plötzlich klappte es ohne Probleme. Nach wie vor helfe ich ihm immer wieder mal, wenn er mich darum bittet, aber im Großen und Ganzen zieht sich jetzt unser Tiger alleine um.

Langsam zeigte unser Tiger auch wieder immer mehr Interesse an unserem Alltag – bei meinen Tätigkeiten kam er und fragte, ob er mithelfen kann. Ich genieße diese gemeinsame Zeit wieder sehr und so machen wir zwar bei Weitem natürlich nicht alles, aber vieles wieder gemeinsam in unserem Alltag.


Der nächste große Schritt war vor 14 Tagen, als er äußerte, er möchte keine Windel mehr. Seitdem ist unser Tiger tagsüber windelfrei und wir hatten daheim bis jetzt nur einen einzigen „Unfall“. Unterwegs war es anfangs noch schwieriger für ihn und so brauchten wir einige Hosen zur Reserve. Seit wenigen Tagen ist aber auch unterwegs das Klo gehen kein Problem mehr. Die kommenden Tage werden wir dann auch nachts die Windel weglassen. Hoffentlich finde ich noch die Zeit einen eigenen Beitrag über dieses wichtige Thema zu schreiben.


Auch seine Interessen verändern sich momentan. Wir spielen noch immer sehr viel mit der *Holzeisenbahn*, doch er entwickelt jetzt viele unterschiedliche Interessen. Da unser Tiger jetzt das Malen für sich entdeckt hat, haben wir ihm im Kinderzimmer kurzerhand einen kleinen *Kunstbereich* eingerichtet (die letzten Tage haben wir das Kinderzimmer allerdings neu gestaltet, ich zeige es euch die kommenden Tage).


Feinmotorisch macht unser Tiger ebenfalls eine unglaubliche Entwicklung. Zum ersten Geburtstag hat er damals von einer guten Freundin eine Baustellentorte mit einem kleinen Lego Bagger bekommen. Den hab ich natürlich verräumt und die Tage hat unser Tiger sie in der Kiste für das „Austausch-Spielzeug“ entdeckt. Immer wieder möchte er, dass ich den Bagger und die anderen Fahrzeuge für ihn baue. Unser Tiger beobachtet mich dabei ganz genau und er beginnt auch selbst zu bauen. Wenn wir Zeit haben, helfe ich ihm mit der Anleitung und er schafft es, den Bagger zu bauen. Ansonsten baut er einfach die kleinen Bausteine aufeinander und freut sich.


Auch sein Sinn für den eigenen Besitz ist plötzlich sehr ausgeprägt und so kommt es doch vor, dass er seinen eigenen Besitz nicht nur verbal, sondern auch körperlich verteidigt, wenn er sich von seiner kleinen Schwester in Bedrängnis fühlt. Mittlerweile hat er einige Strategien, die ich ihm gezeigt habe, verinnerlicht und so probiert er immer gleich, der kleinen Biene etwas anderes zu geben, damit sie abgelenkt ist. Oder er zieht sie einfach woanders hin. Für Puzzles sucht er sich mittlerweile gleich einen höher gelegenen Platz. Klappt das alles nicht, kommt es schon vor, dass der Tiger dann ganz verzweifelt „Mama Hilfe!“ ruft und weint! Und auch, dass er sie (wenn ich dann nicht gleich komme) weg schubst. Ist zwar nicht so angenehm vor allem für seine kleine Schwester, aber ein wichtiger Entwicklungsschritt, den ich so wie ich es eben für richtig halte, begleite und auch seine Wünsche diesbezüglich respektiere.


Ich finde die Entwicklung einfach unglaublich und ich liebe es, ihn zu beobachten, wie er in seinem Flow vor sich hinwerkt.


Ich bin schon gespannt, was sich in nächster Zeit noch so alles tut und werde seine Entwicklungsschritte so gut ich kann begleiten und genießen – obwohl er natürlich immer mein kleiner Tiger bleiben wird, wird er doch langsam, aber sicher groß.. Hach ❤

Die meisten Neuigkeiten aus unserem Alltag gibt es momentan auf *Instagram* – schaut also unbedingt vorbei.
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