Unsere zwei Allergiekinder?

Unsere Biene hat sich gerade fast eine Stunde ihre Seele aus dem Leib gebrüllt, weil sie so unglaubliche Bauchschmerzen hatte.. Vermutlich bin ich auch daran schuld..

Heute muss ich einfach mal meinen Frust niederschreiben..

Ich muss etwas weiter ausholen..

Unseren Tiger habe ich nur 2 Monate gestillt.. Er hat so viel geweint und so wenig geschlafen, dass ich einfach an meiner Energiegrenze war. Durch falsche Beratung und schlechte Unterstützung seitens meiner Hebamme war dann auch schnell abgestillt, doch die Probleme wurden dadurch nur größer.. Unser Tiger weinte durch die Flasche nicht weniger, schlief noch schlechter und spuckte öfter.. Rein einem Bauchgefühl folgend habe ich mich damals dafür entschieden, dass wir bereits vor dem 5. Monat mit Beikost beginnen. Da er allerdings nicht sonderlich begeistert von Brei war, entschieden wir uns für BLW und er liebte das Essen, von Anfang an. Sein Schlafverhalten änderte sich jedoch nicht.. Wir vermuteten öfter Bauchschmerzen hinter seinem nächtlichen Weinen, doch machten wir und nicht weiter Gedanken.. Die Situation belastete uns sehr.. Unser Tiger schlief die ersten 19 Monate kaum mehr als 2 Stunden am Stück, weinte oft stundenlang oder unzählige Male, musste sich manchmal übergeben und hatte immer mal wieder Durchfall.. Rückwirkend betrachtet einfach irre, dass wir nicht früher auf das Thema Ernährung gekommen sind! Zusätzlich hatte unser Tiger immer sehr schlechte Haut und ein Ekzem am Bein – der Hautarzt hat uns daraufhin Neurodermitis diagnostiziert..

Als unser Tiger dann 19 Monate war, waren wir bei einer Heilpraktikerin, die uns empfohlen hatte, auf Milch zu verzichten und sein Schlafen wurde schlagartig besser. Die Umstellungsphase unserer Ernährung dauerte etwas, da wir erst herausfinden mussten, welcher Bestandteil genau das Problem war. Und so fanden wir letztendlich mit Schafsmilch und Schafmilchprodukten unseren Weg. Mit gut 2 Jahren wussten wir also, dass unser Tiger Kuhmilcheiweiß nicht verträgt, haben Alternativen im gesamten Alltag (also auch unterwegs, bei Einladungen, etc.) gefunden und sein Schlafverhalten veränderte sich mit – er fing langsam an, dass er einzelne Nächte komplett durchschlief! Auch seine Haut veränderte sich positiv und man sah bald gar nichts mehr, obwohl wir auch die ganze Spezialpflege dann weg gelassen haben.

Als unsere Biene dann etwa ein Monat alt war, also vor jetzt gut zwei Monaten, wurde das nächtliche Weinen des Tigers wieder ganz schlimm – manchmal schrie er jede Stunde oder knapp eine Stunde durch.. Anfangs schob ich es auf die große Veränderung. Doch mit der Zeit lernt man als Mama, dass man sich auf sein Gefühl verlassen kann und so beobachtete ich ihn ganz genau. Ich war mir sicher, er hatte Schmerzen, er konnte sie jedoch nicht lokalisieren. Da wir die Situation kannten, machte ich mich bezüglich der Ernährung auf die Suche und beobachtete, lies bestimmte Allergiegruppen weg. Und so glaube ich, dass wir vor etwa 14 Tagen wieder die Ursache gefunden haben – Caseinunverträglichkeit oder Allergie! Also sind ab jetzt absolut alle Milchprodukte tabu für unseren Tiger – und seitdem schläft er wieder durch! Bis auf eine Nacht, an diesem Tag hatte er Käse gegessen.

Meine Theorie dahinter ist, dass diese Allergie durch die große psychische Veränderung durch die Geburt unserer Biene ausgelöst wurde. Laut Arzt ist das durchaus möglich. Seine Geschichte hört sich nach viel Eigeninitiative meinerseits an und das war es auch. Doch glaubt mir, wir waren bei vielen Ärzten und Komplementärmedizinern.. Doch was Allergien betrifft, sind Bluttests sind sonderlich aussagekräftig (das hat auch der Bluttest des Tigers und unser Arzt bestätigt). Ich war die letzten beiden Monate oft sehr verzweifelt – so verzweifelt wie man als Mama nur sein kann, wenn es dem eigenen Kind offensichtlich nicht gut geht und man weiß nicht, wie man helfen kann.. Umso erleichterter bin ich jetzt, dass wir die Ursache (hoffentlich) gefunden haben!

Und nun kommt exakt das gleiche Ekzem, wie unser Tiger am Bein hatte, nach dem ersten Ausflug in Schwimmbad bei unserer Biene – auf der hinteren Wange.. Ich nehme durch die Ernährung des Tigers kaum Milchprodukte zu mir und reine Kuhmilch (bis auf etwas Milch in den Kaffee) gar nicht.. Heute Abend haben der Tiger und ich Müsli gegessen – ich mit Kuhmilch.. Und sie weinte und krümmte sich.. Auch als unsere Biene etwas kleiner war, hab ich vereinzelt mal Kakao zu Abend getrunken und sie hatte einzelne Abende, an denen sie bedeutend mehr und auch irgendwie anders weinte als andere – der Zeitraum kommt hin..

Anscheinend gehen Kuhmilcheiweißbestandteile in die Muttermilch über und kann sich bei einer Allergie oder Unverträglichkeit auf den Säugling auswirken.. Ich habe gelesen, dass Geschwister ein höheres Allergierisiko haben..

Und ich bin frustriert und traurig, weil irgendwie alles zusammen passt..

Ich kenne den Blick des Tiger, wenn er einen Keks angeboten bekommt und ich nein sagen muss.. Mir bricht es das Herz, wenn die Verwandtschaft zusammenkommt und unser Tiger nichts essen darf.. Wenn alle vom Kuchen essen und er was anderes essen muss.. Ich habe zwar immer Alternativen mit, doch das ist nicht das gleiche.. Wir haben immer sehr viel mit ihm darüber geredet und es ihm erklärt, doch ich weiß, dass er langsam in das Alter kommt, wo so etwas auch das Kind belastet.. Ich kann die Enttäuschung in den Augen unseres Tigers oft kaum aushalten..!

So bleibt mir jetzt nichts anderes als abzuwarten.. Abwarten, ob unsere Biene auch keine Milch verträgt. Abwarten, ob es sich vielleicht beim Tiger wieder auswächst.. Abwarten, wie es ist, wenn es sich nicht auswächst..

Und in der Zwischenzeit kann ich gut auf die Ernährung meiner Kinder achten und ihnen den Rücken stärken..

Doch manchmal fühlt man sich einfach so machtlos und das Mamaherz blutet..

(Getriggert von der Zöliakie des eigenen Bruders und seinen Erlebnissen dadurch..)

2016-10-10_01

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9 Kommentare zu “Unsere zwei Allergiekinder?

  1. Liebe Tigermama,

    meine Tochter hat auch Neurodermitis diagnostiziert bekommen. Angefangen hat das Jucken direkt nach dem Abstillen mit 2 1/4. Es hat sich innerhalb von Tagen auf den ganzen Körper ausgebreitet. Sie hat sich vor allem nachts gekratzt, blutig gekratzt und nicht wieder einschlafen können. Viele Nächte war ich jede Nacht einmal 2-3 Stunden mit ihr wach und habe mich selbst noch zusätzlich gefoltert weil ich dachte das Kratzen verhindern zu müssen. Es wurde einfach so kontinuierlich schlechter, dass ich Angst hatte sie würde sich überall offene Wunden zuziehen.
    Aber so schlimm ist es nie geworden. Nach einem Urlaub in Kroatien wurde es langsam besser. Ich konnte besser damit umgehen und es gab bessere Nächte. Ich hatte bei mir einen Vitamin D Mangel nach Jahren erfolgreich beheben können und war endlich nicht mehr so kraftlos trotz der Nächte. Vitamin D Mangel war auch bei meiner Tochter Thema. Das solltet ihr testen lassen! Geht mit etwas Blut aus der Fingerkuppe und gibt es sogar als Selbsttest. Die normalen Ärzte sagen einem leider immer viel zu geringe Dosierungen bei Mangel.
    Ich habe auch viel mit Ernährung probiert. Kuhmilch ist bei uns schon lange kein Thema mehr, weil es einfach so unsinnig ist, dass wir als einzige Lebewesen erwachsen noch Babymilch trinken, die auf schnellen Muskelaufbau und Wachstum ausgelegt ist. Mein Mann ist da auch eher skeptisch, aber mag z.B. die Oatly Hafermilch.
    Eigentlich war ich kurz vor dem Abstillen vegan geworden. Inzwischen essen wir manchmal Rind oder Geflügel oder auch Fisch. Auch manchmal Käse, auch wenn ich da auch den Eindruck habe, dass es da schlechter ist.
    Bei der kleinen Biene würde ich jetzt nicht unbedingt auf eine Unverträglichkeit durch die Muttermilch tippen. Ich kenne eine Mama, die so viel weg gelassen hat wegen Neurodermitis und es hat nichts geholfen, aber wurde einfach so stetig besser. Mir wurde auch mal gesagt, dass keine wesentlichen Nahrungsbestandteile in die Milch übergehen. Bei meiner Tochter habe ich diese „typischen Abendkoliken“ so erlebt, dass sie einfach das Gefühl im Bauch erschreckend und unbekannt fand. Mit 4 Monaten habe ich beim abhalten (wir haben teils windelfrei gemacht) gemerkt wie etwas in ihr Klick gemacht hat. Plötzlich war das Weinen fast weg und vorher vor jedem Stuhlgang und ohne Abhalten oft stundenlang.

    Ich wünsche dir gute Nächte. Ich weiß wie schlimm das sein kann und blicke da schon etwas besorgt auf die Zeit, wenn wir auch mal ein zweites Kind wagen.

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    • Liebe Yvonne!
      Vielen Dank, dass du deine Erfahrungen mit mir geteilt hast! Da habt ihr ja eine richtig schlimme Zeit hinter euch und es freut mich, dass es deiner Kleinen mit der Haut besser geht.
      Mit Neurodermitis haben wir Gott sei Dank keine Probleme bzw. war es eine absolute Fehldiagnose, da seine Haut wirklich ausschließlich ernährungsbedingt war (zum Hautarzt überwiesen wurde wir von einem Vertretungskinderarzt, unserer hatte nie den Verdacht auf Neurodermitis..).
      Vitamin D passt bei uns, wir alle (außer dem Tigerpapa) nehmen es und lassen es regelmäßig überprüfen, unser Kinderarzt weist uns auch bei jedem Besuch darauf hin, dass das unglaublich wichtig ist 🙂
      Grundsätzlich geht es gar nicht um die reine Kuhmilch – die ist leicht zu ersetzen. Und auch zu Hause ist alles kein Problem, ich kenne mich in der Ernährung mittlerweile ganz gut aus.. Das Problem ist eher, dass so Inhaltsstoffe wie Molkenprotein oder Milchpulver einfach in so unglaublich vielen Lebensmittel enthalten ist und auch dort hinzugefügt wird, wo man es gar nicht vermuten würde.. Wie gesagt, zu Hause kein Problem, da ich vieles mittlerweile selbst mache.. Schwierig wird es dann bei anderen (meine Familie ist da sehr tolerant und schaut auch, aber es beginnt schon bei der Verwandschaft meines Mannes, die dafür kein Verständnis hat und ihm einfach Butterbrot zu bereiten, etc.). Was mir am meisten Kopf macht ist dann die Fremdbertreuung.. Bei meinem Bruder war es ganz schlimm bereits ab Kindergartenalter (ich bin 10 Jahre älter als er, hab das also auch richtig mit bekommen..) – er wurde stark von anderen Kindern gehänselt und hat sehr darunter gelitten..
      Gestern musste ich nach dem Weinen unserer Biene und den letzten Wochen mit dem ständigen Weinen des Tiger sehr stark daran denken und war den Tränen nahe, dass es vielleicht beide Kinder betrifft… Kuhmilcheiweißbestandteile gehen in die Muttermilch über und können bei einer Unverträglichkeit Reaktionen hervorrufen.. Ich lasse jetzt mal wieder eine Woche die Milch weg und probiere es dann einen Abend wieder, so lässt sich das leicht herausfinden. Wenn es nur Kuhmilcheiweiß ist, wächst es sich ja mit hoher Wahrscheinlichkeit aus.. Sie hatte auf alle Fälle die letzten 3 Wochen kein einziges Mal Bauchweh (wir halten übrigens auch ab 😉 ) und gestern würde es mit der Milch zusammenpassen – kann natürlich Zufall sein.. Aber wie gesagt, das lässt sich leicht herausfinden 🙂
      Grundsätzlich kann ICH mit dem allen umgehen und kenne mich mittlerweile aus – gestern hatte mich aber wirklich die Vergangenheit meines Bruders getriggert und daher musste ich alles mal niederschreiben 🙂
      Ich danke dir nochmal für deine Worte und wünsche dir und deiner Familie einen schönen Tag!
      Liebe Grüße,
      Ricarda

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  2. Liegt es denn richtig an milchbestandteilen oder vielleicht nur an der Laktose? Weil mein Mann ist auch Laktoseintolerant, aber mit laktrasetabletten kann er sich hin und wieder einen Joghurt oder ein Stück Kuchen gönnen. Und das ist der natürliche Bestandteil der vom Körper eigentlich selbst produziert wird. Ist also nichts chemisches nur weil es Tablette heißt… Wäre vielleicht für den Tiger eine Überlegung es einmal auszutesten? Dann könnte er zumindest mal bei größeren zusammenkommen von der Familie mal etwas feines abbekommen… Ich weiß ja nicht, ob ihr das vielleicht schon ausschließen konntet? Ich konnte es zumindest deinem Bericht so nicht entnehmen. Auch gibt es viele Käsesorten die Laktosefrei sind, auch Milch gibt es. Da ist auch jeweils einfach laktrase hinzugefügt worden. Ich habe vieles (Milch, Käse, sahne und Co) ersetzen können.
    LG Sabrina

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    • Liebe Sabrina!
      Musste gestern einfach mal alles loswerden und daher ist es etwas unvollständig und chaotisch geworden.. Laktose alleine ist nicht das Problem, haben wir alles durch getestet (mit Ausprobieren und Bluttests) 😉
      Grundsätzlich habe ich mit der milchfreien Ernährung keine Probleme, ich kenne mich mittlerweile aus 🙂
      Mehr getriggert hat mich gestern glaub ich einfach die Vergangenheit meines Bruders und ich mache mir Sorgen, wenn der Tiger erstmal in den Kindergarten kommt.. Mein Bruder wurde damals sehr gehänselt und hat sehr darunter gelitten… So lange wir zu Hause sind, ist die Milchallergie kein Problem – ich mache auch vieles selber. Aber Milchpulver oder Molkenprotein ist in so vielen Produkten enthalten und wird teilweise auch da hinzugefügt, wo man es gar nicht vermuten würde.. Wie gesagt, ich kenne mich aus und achte darauf.. Meine Familie ist da auch sehr tolerant und schaut auch, doch bei der Verwandschaft meines Mannes ist das ein schwieriges Thema, da ist wenig Verständnis dafür (es wird aber langsam auch besser.. musste mir einige Zeit sogar anhören, dass das sicher nicht stimmt..). Aber andere Kinder können sehr gemein sein, wenn es um das „Anders sein“ geht..
      Mein Problem ist also gar nicht die Sache an sich, sondern das Umfeld.. Und gestern, als unsere Biene soo geweint hat (sie hatte seit 3 Wochen kein einziges Mal Bauchweh und gestern passt es einfach mit meinem Milchkonsum zusammen – vielleicht einfach Zufall?!) machte ich mir einfach viele Gedanken.. Sry, jetzt wird alles schon wieder durcheinender..
      Ich danke dir für deine Worte und die Idee wäre wirklich gut gewesen 😉
      Ich wünsche dir und deiner tollen Familie ein schönes Wochenende!
      Liebe Grüße,
      Ricarda

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    • Achso, dann ist das auch abgeklärt. Gut 🙂
      Hm ja das stimmt, Kinder können manchmal echt gemein sein. Und dass von der Familie deines Mannes zuerst kein Verständnis kam, finde ich unmöglich! Wäre soetwas oder ähnliches bei uns der Fall, würde ich denen auch mal gehörig was sagen. Sowas denkt man sich ja schließlich nicht aus.
      Verstehe deine sorgen und hoffe, dass es sich nochmal „verwächst“.
      Ich habe auch Neurodermitis. Aber der Körper kann sich ca alle 7 Jahre ändern. So war es auch bei mir 7 Jahre Allergie, dann wären es glaube ich 8-9jahre ruhe.und seitdem habe ich wieder Probleme 😦
      Wünsche deinem Tiger und auch der Biene, dass es vielleicht im Kindesalter irgendwann wieder verschwindet. Und das vorallem jetzt die Nacht vielleicht auch doofer Zufall war.
      Wünsche euch auch ein schönes Wochenende

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  3. Oh je, da hast Du ja schlimme Nächte hinter Dir.
    Meine Jungs sind beide gestillt. Hatten beide als Baby ganz schlimme Neurodermitis und der große auch viel Bauchweh. Wir haben sie sich bei einer „Wunderärztin“ untersuchen lassen und beide hatten sämtliche Lebensmittelunverträglichkeiten, die man sich nur denken kann. Milch, Hühnereiweiß, Gluten, Tomate, Karotte, Bohnen… Wir haben für 4 Wochen komplett darauf verzichten müssen und eine Bioresonanztherapie gemacht. Musst Du mal googeln. Ich wollte einfach alles versuchen, dass sie beschwerdefrei werden und möglichst normal essen können. Wir haben damals nachweislich alle Lebensmittelallergien weg bekommen!

    Letzte Woche haben wir bei beiden Kindern einen Allergietest machen lassen, wegen Heuschnupfen. Denn seit wir wieder in Deutschland und nicht mehr am Meer wohnen sind meine Kinder dauerverschnupft. Der Große hat so ziemlich alles von Gräser bis Hausstaubmilben und der Kleine gar nichts. Da hat also auch das Langzeitstillen nichts gebracht. (Nur so als kleiner Trost für Dich. Das liegt nicht alleine in Deiner Hand.
    Nun werde ich wieder mit dem Großen zur Bioresonanz gehen und mein Glück nochmal versuchen.
    Dir starke Nerven und hoffentlich baldige Besserung.
    Lieben Gruß
    Tanja

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    • Liebe Tanja!
      Ich bin dir unendlich dankbar für deine Worte!! Bei solch einem Beitrag überlege ich immer sehr lange, ob ich diese sehr persönlichen Zeilen veröffentliche sollte.. Und ich bin froh, dass ich es getan habe!
      Es hört sich an, als wäre bzw. war es bei deinen Kindern sehr ähnlich wie bei uns (der Tiger hat übrigens auch Heuschnupfen.. so wie ich)! Ich werde mich gleich wegen Bioresonanztherapie erkundigen – hoffentlich gibt es bei uns so was auch!
      Bezüglich stillen habe ich gerade sehr gemischte Gefühle.. Ich war jetzt immer überzeugt, dass wir uns sehr viel gespart hätte, hätte ich unseren Tiger länger gestillt.. Dass es womöglich einfach Pech ist, dass unser Tiger Allergien hat, ist irgendwie komisch.. Trotzdem halte ich bei unserer Biene an dem Stillen so lange wie möglich fest, da ich es einfach auch richtig genießen kann 🙂
      Ich danke dir nochmal und wünsche auch dir und deinem Großen alles Gute, dass es wieder mit der Therapie klappt!
      Einen wunderschönen 3. Adventsonntag wünsche ich euch!
      Liebe Grüße,
      Ricarda

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  4. Liebe Tigermama,

    ich selbst habe viele Allergien. Meine Schwester keine. Sie wurde deutlich länger gestillt. Aber mein Mann und seine Schwester wurden nur wenige Wochen (ca. 6) gestillt und beide haben gar nichts. Seitdem ich das weiß, denke ich zwar immer noch, dass Stillen das beste ist, aber sicher doch nicht alles entscheidet! Ich denke, manches liegt einfach nicht in unserer Hand…
    Aber auf was ich eigentlich zu sprechen kommen wollte, ist der „Blick des Tigers“, wenn er etwas nicht essen darf, was alle anderen essen. Da ich seit dem Alter von 1,5 Jahren kein Ei essen darf und bis ins Alter von 4 Jahren zusätzlich auch keine Kuhmilch vertragen habe, kenne ich das gut, besonders beim Kaffeetrinken… Wir hatten auch immer etwas extra dabei. Und trotzdem ist es immer etwas anderes. Umso älter ich wurde, umso mehr war es aber nicht die Tatsache, das ich wieder keine Sahnetorte etc. essen durfte das Problem (daran hatte ich mich nun bereits quasi lebenslang „gewöhnt“ oder sagen wir arrangiert), sondern die Kommentare und Blicke der anderen. Das Mitleid, wie schlimm das denn sein muss und da könnte ich ja gar kein Kuchen essen und überhaupt, was isst man da noch. Sehr viel! Und sehr viel Kuchen! Und Torten! Nur nicht so fluffig (weil Biskuit einfach Ei braucht, um so schön weich und stabil zu werden, da hilft einfach nichts) und ja, leider meist nichts von der allgemeinen Kaffeetafel. Mittlerweile trinke ich meist nur einen Kaffee und nehme mir nichts extra mit, weil das dann doppelt Gesprächsthema ist (das, was ich nicht essen kann und das, was ich mitgebracht habe), das nervt mich. Oder ich steuere einen Kuchen bei zur Tafel (je nachdem, ob das möglich ist) und nehme mir vorweg etwas davon (wegen evtl. Kontamination) und dann habe ich das gleiche wie die anderen auch. Nur, dass ich nicht noch weitere Kuchen und Torten probiere… Und meine Antworten auf die mitleidigen Fragen sind sehr kurz und selbstbewusst geworden, meist sehr humorvoll. Meist hören die Mitmenschen dann mit dem Mitleid schnell auf. Das tut mir sehr gut.
    Mit nun 30 Jahren bin ich seit über einem Jahr selbst Mama und kann jetzt verstehen, was Du damit meinst, dass einem das Herz blutet, wenn es dem eigenen Kind so geht. Ich glaube, das beste, was wir für unsere Kindern tun können, ist ihnen den Rücken zu stärken, was Du ja auch schon geschrieben hast. Wir können es nicht ändern, aber wir können sie Schritt für Schritt bei dieser Sache begleiten, trösten. Schlussendlich muss man lernen, damit im Leben umzugehen. Auch wenn es hart ist und ein Stück weit immer bleiben wird (sofern sich die Allergie nicht von dannen macht). Denn ja, ganz ehrlich: Ich würde gerne einfach mal nur normal wie alle anderen die tollen Torten durchprobieren, die man z.B. bei Hochzeiten so schön vor sich sieht, einfach auch, weil ich vieles davon noch nie gegessen habe und mir Konsistenz und Geschmack des „Originals“ (mit Ei) immer nur vorstellen kann. Und einen Mohrenkopf, den würde ich auch gerne einmal essen. Vor allem würde ich gerne weniger „auffällig“ damit sein wollen. Da kommt die Veganer-Welle gerade gut! 😉 Neue Rezepte und Ideen, wie man manches ersetzen kann. Und auf Speisekarten gibt es immer öfter nicht nur vegetarische, sondern auch vegane Menüs. Wundervoll!

    Ich wünsche Dir, dass Du die Gegebenheiten für Dich gut annehmen und daraus auch den Tiger gut unterstützen kannst. Auch wenn es nicht immer leicht ist.

    Viele Grüße, Valerie

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    • Liebe Valerie!
      Ich danke dir sehr für deine Worte, die meine Gedanken so perfekt zusammenfassen! Für viele mag es sehr banal erscheinen, „geht ja nur um Kuchen“, aber ich weiß so gut, was du meinst! Nicht die Sache an sich ist das Problem. Mittlerweile kenn ich mich gut aus und kann alles in irgendeiner Form ersetzen und die vegane Welle kommt einem das wirklich sehr entgegen! Das Problem ist das Umfeld, wie du auch schreibst! Vor allem die Verwandschaft seitens meines Mannes reagierte sehr verständnislos und ich musste mich immer wieder rechtfertigen, ob wir denn überhaupt wissen, dass er was nicht verträgt, was alles vom Arzt bestätigt und getestet wurde, etc.. Dann wird dem Tiger Butterbrot angeboten, weil er ja sonst nichts darf.. Und sogar da hab ich was auszusetzen.. Es ist schwierig.. Und andere Kinder können unglaublich gemein sein.. Das ganze Thema triggert mich auch sehr, weil ich sehr viel bei meinem kleinen Bruder schon mitbekommen habe (er ist fast 10 Jahre jünger und hat Zöliakie).
      Und wie du auch schreibst, selbst betroffen zu sein ist nochmal ganz anders, als sein Kind leiden zu sehen..
      Aber du hast recht, momentan ist es nicht zu ändern. Annehmen der Situation ist das einzig Sinnvolle!

      Ich danke dir sehr!
      Beste Grüße,
      Ricarda

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