Große Sprünge mit 2,5 Jahren

Nachdem unser *Tiger mit 2 Jahren* den letzten richtig großen Entwicklungssprung gemacht hat, gibt es jetzt mit 2,5 Jahren wieder viele Veränderungen in seinem Leben – der nächste riesige Entwicklungsschritt sozusagen.

Veränderungen beim Schlafen
Über die wohl größte Veränderung nämlich unsere *Schlafsituation* habe ich euch bereits vor einiger Zeit berichtet. Mit der Geburt unserer Biene veränderte sich diese natürlich wieder und es dauerte die letzten Wochen, bis wir wieder einen Weg zu ruhigeren Nächten gefunden haben. Unser Tiger schläft jetzt seit 2 Wochen in seinem eigenen Bett im Kinderzimmer und vereinzelte Nächte davon sogar wieder durch! Auch die Einschlafbegleitung hat sich wieder verändert, da ich ihn durch unsere Biene nicht mehr jeden Abend einschlafbegleiten kann und auch der Tigerpapa nicht jeden Abend zu Hause ist. Er ist diesbezüglich wieder einen Schritt weit selbstständiger geworden und wir hatten jetzt auch schon einzelne entspannte Abende. Von unserer Schlafsituation werde ich euch aber noch im Detail in einem eigenen Beitrag erzählen.

Alleine spielen
Vor der Geburt unserer Biene durchlief unser Tiger eine richtig große Veränderung, was seine Interessen betrifft. Bis jetzt wollte er immer überall an meinen Tätigkeiten teilhaben. Langsam fing es an, dass er richtig gerne alleine spielte – sehr konzentriert und durch nichts zu stören. Er lehnte es auch immer öfter ab, mir zu helfen und beschäftigte sich währenddessen in seinem Zimmer. Diese Veränderung war anfangs irgendwie sehr ungewohnt für mich. Ich war es gewohnt, dass er immer überall dabei war und fand es manchmal doch seltsam, alleine in der Küche zu werken oder so. Wahrscheinlich hatte dieser Entwicklungsschritt auch mit der *Umgestaltung des Kinderzimmers* und die neuen *Regalinhalte* zu tun. Mit der Geburt unserer Biene wollte unser Tiger eine zeitlang natürlich nicht mehr alleine spielen – es war alles viel zu aufregend für ihn und er wollte nichts verpassen. Seit sich aber alles wieder etwas eingespielt hat, beschäftigt er sich aber auch wieder gerne alleine – momentan am liebsten mit seiner Holzeisenbahn. Auch Rollenspiele werden immer beliebter. Nicht mehr so intensiv und lange wie vor der Geburt, aber doch immer wieder einige Zeit. Momentan hilft er auch wieder gerne im Haushalt mit.

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Andere Formen der Selbstständigkeit

Vor der Biene-Geburt:
Auch seine Selbstständigkeit verändert sich momentan wieder etwas. In manchen Dingen erleben wir momentan einen richtigen Rückschritt.

In Bezug auf das Sauber-werden tut sich wieder gar nichts. Manchmal, nicht besonders oft, hat unser Tiger doch im Garten bewusst gesagt, dass er Lulu muss bzw. ist hat er sich bewusst zurück gezogen und ist dann stolz gekommen und hat vom Wiese-Lulu erzählt. Im Moment scheint er seinen Ausscheidungen absolut keine Aufmerksamkeit zu schenken. Ist natürlich nicht weiter schlimm, er hat ja noch alle Zeit der Welt dafür – es ist einfach etwas, das mir aufgefallen ist.

Auch Anziehen findet er wenig spannend. Unser Tiger sucht sich seine Kleidung gerne selbst aus und besteht auf gewisse Shirts, aber an- und ausziehen muss ich. Er kann bereits sein Shirt alleine aus- und anziehen und auch aus der Hose kommt er alleine heraus. Momentan braucht er dabei wieder Hilfe und ich helfe ihm natürlich gerne – irgendwann wird er sich sicher wieder alleine an- und ausziehen wollen.

Im Gegenzug zu diesen „Rückschritten“ gibt es aber viele neue Situationen, die er selbstständig meistern möchte. Wir sind grundsätzlich sehr darauf bedacht, dass wir ihm nur helfen, wenn er uns darum bittet – er hat aber oft sehr schnell darum gebeten und so haben wir ihm auch schnell mal geholfen. Seit einigen Wochen fragt er nur noch um Hilfe, wenn er irgendetwas nach wirklich mehrmaligen Versuchen auf verschiedene Art und Weise nicht schafft. Ich liebe es zu beobachten, wie er selbstständig nach einer Lösung für sein Problem sucht und nur „im Notfall“ um Hilfe bittet.

Seit unsere Biene bei uns ist:
Unser Tiger ist seit der Geburt sehr viel ungeduldiger geworden und wird schneller wütend, wenn etwas nicht funktioniert. Schwierig zu sagen, ob es wirklich mit der Geburt im Zusammenhang steht oder ob sich da einfach ein wenig die Autoritätsphase durchsetzt. Auf alle Fälle hat unser Tiger angefangen, dass er schnell weint (anstatt um Hilfe zu bitten) – kein richtiges Weinen, sondern eher ein „Trotzweinen“. Das schiebe ich auf die Veränderungen durch unsere Biene – sie bekommt schnell Aufmerksamkeit durch Weinen und so versucht es unser Tiger auch. Das ist aber nur eine Vermutung. So sehr mich dieses Verhalten nervt, dass er wegen sooo vielem „herumsuddert“, versuche ich aber trotzdem ihn zu begleiten und verhalte mich gegenüber unserem Tiger wie immer. Über das Thema Aufmerksamkeit möchte ich aber auch in naher Zukunft einen eigenen Artikel verfassen – spannendes Thema!

Unser Tiger möchte mitentscheiden – mehr denn je!
Alle Entscheidungen, die über seinen Kopf hinweg getroffen werden, werden intensiv boykottiert. Je mehr er mit entscheiden darf, desto besser funktioniert unser Alltag. Das betrifft vor allem auch zeitliche Abläufe – er möchte selbst entscheiden, wann etwas gemacht wird. Dinge, die er nicht möchte, sind momentan richtig schwierig und es erfordert oft eine große Portion an Kreativität und Einfühlungsvermögen um eine Sache „im eigenen Interesse“ zu erreichen. So braucht es fast jeden Abend eine andere kreative Idee, wie wir zur Abendroutine übergehen können – an den meisten Tagen fällt mir irgendetwas ein, wie wir mit Spaß zum Zähneputzen, Wickeln, Waschen und Umziehen kommen. Doch es gibt vereinzelt Abende, wo diese ständige Kreativität einfach ermüdend ist und ich keine Idee habe – diese Abende sind um einiges schwieriger, doch gehören eben dazu und halten sich zum Glück in Grenzen. Falls ihr Interesse habt, kann ich euch einmal anhand von konkreten Beispielen darüber berichten, wie diese „Kreativität“ bei uns aussieht – bitte gebt mir Bescheid.

Viele Routinen automatisiert
Routinen sind grundsätzlich wichtig für Kinder. Sie geben ihnen Halt und Sicherheit. Durch Regelmäßigkeiten wissen Kinder, denen jegliches Zeitgefühl fehlt, was als nächstes kommt. Viele unserer Routinen hat unser Tiger in letzter Zeit automatisiert – was natürlich nicht heißt, dass er sie nicht regelmäßig hinterfragt (vor allem seit der Geburt unserer Biene). Beim Heimkommen zieht er sich selbst die Schuhe aus und geht Händewaschen. Nach dem Mittagessen räumen wir die Küche auf, er hilft mit oder spielt einstweilen alleine. Abends geht es ab in die Badewanne, Zähne geputzt wird während dem Baden, anschließend wickeln und umziehen. Es gibt viele größere und kleinere Routinen, die gut funktionieren. Allerdings sollte man nicht unbedingt immer daran festhalten bzw. auch bereit sein, sie jederzeit weiterzuentwickeln, wenn sich auch das Kind weiter entwickelt. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, je mehr Verantwortung ich unserem Tiger in Bezug auf die Ausführung dieser Routinen gebe, desto besser funktionieren sie. Klar vergisst er manchmal Händewaschen beim Heimkommen – ich erinnere ihn daran, verlasse mich aber dann auch darauf, dass er das selbstständig macht. Ich schaue also nicht nach oder zweifle es an, wenn er mir versichert, er hat schon Hände gewaschen.

Seit der Geburt unserer Biene haben sich auch unsere Routinen verändert bzw. sind dabei, dass sich viele neue Routinen einspielen und es ist sehr spannend zu beobachten, wie etwas gut Funktionierendes plötzlich so gar nicht mehr klappen will. Es dauert sich noch einige Zeit bis sich neue Routinen entwickeln und festigen.

Die Macht der Worte
Sprachlich hat unser Tiger ebenfalls einen unglaublich großen Sprung gemacht. Mittlerweile kann man sich komplett „normal“ mit ihm unterhalten. Er spricht ewig lange oder zusammenhängende Sätze und er hat einen umfangreichen Wortschatz entwickelt. Beim Essen bleiben wir oft noch eine Stunde sitzen und reden einfach miteinander – ich genieße das sehr! Er spricht auch recht deutlich, so dass ihn Außenstehende großteils verstehen, wenn sie wirklich zuhören (ich weiß, anderes Thema *hust*). Der Tigerpapa spielt mit unserem Tiger öfter lustige Wortspiele. Unser Tiger spricht problemlos den „Mickey Maus“ – Spruch am Stück („Eine kleine Mickey Maus, zieht sich ihre Hose aus, zieht sie wieder an und du bist dran!“) oder andere Zungenbrecher (für die Österreicher unter euch: „zwischn zwoa zwetschknbam zwitschan zwoa schwoibn“). Unser Tiger fragt überall sehr interessiert nach, wenn ihn etwas interessiert (wie beim Besuch der Feuerwehr) – richtig toll zu beobachten.

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Ihr seht, mit seinen 2,5 Jahren und der Geburt unserer Biene hat sich wieder eine Menge in Bezug auf seine Entwicklung getan. Ich bin schon gespannt, wann der nächste große Entwicklungssprung kommt und freue mich jetzt schon darauf!

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