Beginn einer wundervollen Stillbeziehung?!

Nur wenige Minuten nach der *wunderschönen Geburt* legte ich unsere Biene das erste Mal an – und sie saugte! Und wie sie saugte! Problemlos, als ob sie ihr Leben lang nichts anderes gemacht hätte und ich bewunderte sie dafür – war es doch für mich (obwohl sie das zweite Kind ist) sehr ungewohnt. Da ja wenige Zeit danach gleich unser *Tiger mit dem Tigerpapa kam*, haben wir die zweite Seite auf später verschoben, denn die allgemeine Aufregung war einfach zu groß. Obwohl wir unser „Still-Kennenlernen“ erst zwei Stunden später fortgesetzt haben, klappte es auch wieder sehr unkompliziert – unsere Biene machte das einfach großartig! Danach schlief sie sich lange ohne Unterbrechung von der schnellen, aber sicherlich für sie auch anstrengenden Geburt aus.

Beim Tiger setzte ich mich wegen des Stillens unglaublich unter Druck – ich wollte unbedingt mindestens 3 Monate stillen, besser 6 Monate. Allerdings gab ich während der ersten, für mich unglaublich *schwierigen Anfangszeit* nach 6 Wochen auf – ich hatte mich auch kaum vorher wegen des Stillens oder Schübe informiert, da es ja etwas sehr Natürliches sein sollte. Ich habe sehr darunter gelitten und hatte große Schuldgefühle! Ich brauchte lange, um dieses riesige Gefühl des Versagens und deswegen eine schlechte Mama zu sein, loslassen zu können.

Da mit dem Beginn des Fläschchens die Probleme nicht kleiner, sondern eher größer wurden (wegen seiner Kuhmilcheiweißunverträglichkeit), war mir das Stillen unserer kleinen Biene besonder wichtig. Allerdings ging ich diesmal entspannter an die Sache heran – ich wollte mir selbst keinen Druck machen! Sollte es nicht funktionieren, wollte ich nicht daran festhalten und mich deswegen schlecht fühlen.

Selbstbewusst und gestärkt nach dieser großartigen Geburt, in der ich das Vertrauen an die Stärke meines eigenen „Mama-Körpers“ gewonnen habe, ging ich also sicher auch an das Stillthema heran. Im Krankenhaus lies ich mir von niemandem etwas einreden (aufwecken zum Trinken, trinkt sie oft genug, ect.), sondern verließ mich diesmal voll und ganz auf mein Gefühl und dass unsere Biene das schon machen wird. Ich wusste, dass Stillen anfangs schmerzhaft ist, doch das war in Ordnung. Ich wusste nun auch, dass es normal ist, dass Babys durchgehend stillen wollen, auch das ist in Ordnung. Und so ging es unkompliziert weiter.

Unsere Biene zeigt mir deutlich, wann sie Hunger hat und trinkt dann sehr zügig – wenn sie fertig ist, wendet sie einfach den Kopf ab und ich weiß Bescheid. Während des Wachstumsschubes mit etwa 3 Wochen wollte sie oft sehr lange stillen und auch nuckeln, sie zeigte mir sehr deutlich, dass sie das jetzt einfach braucht – dass sie mich braucht. Auch das Stillen im Liegen funktioniert problemlos mit ihr und die meisten Nächte sind entspannt – ich kann sogar während des Stillens weiterschlafen!

Jetzt nach 4 Wochen verändert sich unsere Stillbeziehung. Was anfangs (und beim Tiger leider die ganze Zeit über) einfach „nur“ die beste Ernährung für unsere Kinder ist und somit irgendwie Pflicht, es zumindest zu versuchen, wird langsam aber sicher etwas, dass ich schätzen und genießen lerne. Bis jetzt konnte ich das so nicht glauben, aber mittlerweile bedeutet unser gemeinsames Stillen auch eine gewisse Art und Weise der gemeinsamen Nähe, die ich nicht mehr missen möchte. Und so kann ich mir mittlerweile wirklich vorstellen, unsere kleine Biene das erste Jahr zu stillen und mir dann offen zu lassen, wie es weitergeht. Es ist ein unglaublich schönes Gefühl und ich bin froh, dass ich auch ich diese Gedanken und diese Gefühle vieler Mamas erleben darf!

Unsere Biene - 2 Wochen alt

Unsere Biene – 2 Wochen alt

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2 Kommentare zu “Beginn einer wundervollen Stillbeziehung?!

  1. Hallo Ricarda! Es ist echt schön zuhören das du so super mit dem stillen zurecht kommst und dich auch ganz auf dein Gefühl verlasst!
    Meine maus ist jetzt 14 Monate und wir stillen auch noch immer weil es für mich okay ist!
    Freu mich immer wieder wenn ich was neues von dir und deiner Tigerfamilie lesen kann.
    Glg Leni

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    • Hallo Leni!
      Schön von dir zu hören und vielen dank für deine lieben Worte!
      Wahnsinn, wie die Zeit vergeht – deine Maus ist schon 14 Monate?! Ich bewundere es sehr, wenn das Stillen beim ersten Kind so gut klappt! Hut ab 🙂
      Geht es euch gut?
      Liebe Grüße,
      Ricarda

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