40. SSW – zwei Schwangerschaften, zwei Erlebnisse

Letzte Woche habe ich euch über *das erste Loslassen* mit Kindern erzählt – Loslassen und sich verabschieden von der Schwangerschaft. Diese Woche habe ich diesen Loslass-Prozess abgeschlossen, denn ich kann es nun kaum erwarten, dass es (endlich) losgeht. Ich freue mich sehr auf unsere kleine Biene und bin schon unendlich neugierig, wer sie ist, wie sie ist. Ich freue mich auf die winzig kleinen Hände, die zerknautschten Füße, den unverwechselbaren Duft meines Babys. Ja, ich bin wirklich bereit, sie jederzeit in meine Arme zu schließen!

Mit Beginn der 40. SSW kommen neben den emotionalen Veränderungen auch noch einige körperliche Wehwechen dazu, die das Loslassen zusätzlich erleichtern und die Vorfreude erhöhen. Die letzten Tage war ich sehr müde.. Egal, wie viel ich schlafe, es reicht einfach nicht.. Ich habe das Gefühl, mein Körper bereitet sich nun doch durch dieses sehr hohe Schlaf- und Ruhebedürfnis auf die anstrengenden Stunden vor, die noch vor uns liegen, bis wir endlich kuscheln können.

Zwei Schwangerschaften, zwei unterschiedliche Erlebnisse

Immer wieder wurde ich während der Schwangerschaft gefragt, ob diese denn gleich ist wie die letzte.

Körperlich ging es mir sehr ähnlich. Ich hatte anfangs mit ganz leichter Übelkeit und richtig schlimmer Müdigkeit zu kämpfen. Der Vorteil der ersten Schwangerschaft ist dabei natürlich ganz klar, dass man durchschlafen kann. Die Müdigkeit fühlte sich in der zweiten Schwangerschaft wesentlich schlimmer an, da ja unser Tiger nachts oft wach war. Nach den ersten 4 Monaten hatte sich diese Müdigkeit aber wieder gelegt, die Übelkeit auch schon früher. Die letzten Wochen hatte ich in der ersten Schwangerschaft schlimme Wassereinlagerungen, diese bleiben mir diesmal (bis jetzt) gänzlich erspart. Diesmal habe ich mehr Magen-Darm Probleme und schlafe sehr viel schlechter, unabhängig vom Tiger. Dadurch, dass die Schwangerschaft allerdings länger dauert (der Tiger kam fast 2 Wochen zu früh) kommen natürlich noch ein paar kleinere Wehwechen (hier mal ein Zwicken, da mal ein Ziehen,..) dazu – aber das ist ja vermutlich normal.

Die Umstände rundherum waren bei den beiden Schwangerschaften völlig andere. Während der Tiger-Schwangerschaft habe ich gearbeitet und studiert. Ich bin sogar schon 12 Wochen vor dem Termin quasi in Mutterschutz gegangen, weil ich das Jahr über mit dem Urlaub fleißig gespart hatte, meine letzte Prüfung schrieb ich allerdings noch 4 Wochen vor Termin. Ich machte noch relativ viel Sport und genoss die Zeit alleine mit dem zukünftigen Tigerpapa. In der zweiten Schwangerschaft hatte mich der *Schicksalsschlag meines Papas* sehr aus der Bahn geworfen, viel Zeit eingefordert und die Schwangerschaft sehr in den Hintergrund geschoben. Doch mit meiner *Entscheidung*, dass ich mich wieder ausschließlich auf meine Familie konzentriere, wurde auch unsere Bauchbiene ein wesentlicher Teil davon.

Die letzten Wochen in der ersten Schwangerschaft habe ich nur mit Dingen ausgefüllt, die ich gerne machte – stundenlang bin ich am nahe gelegenen See gesessen und habe gelesen. Ich war noch relativ viel an der Uni und habe noch motiviert für die letzten Prüfungen gelernt. Nun habe ich die letzten Wochen mit dem Tiger in vollen Zügen genossen – ich habe sehr viel mit ihm gemacht und mir sehr viel Zeit für ihn genommen. Außerdem waren wir natürlich oft und lange im Garten, was uns allen unglaublich gut tat. Die Schwangerschaft erlebte ich mit dem Tiger gemeinsam ganz anders – er hat immer sehr großes Interesse gezeigt und war immer mit dabei. Ich erlebte diese gemeinsame Zeit sehr intensiv, vermutlich intensiver als in der ersten Schwangerschaft, und konnte dadurch auch eine innige Bindung mit unserer kleinen Biene aufbauen.

Die Bewegungsmuster unserer Kinder in der Schwangerschaft waren/sind völlig unterschiedlich – beide sehr aktiv, aber eben anders. Unser Tiger hat mich oft und sehr stark getreten. Unsere Biene macht eher fließende Bewegungen, nicht weniger aktiv, nicht weniger präsent, aber irgendwie eben fließender. Wer sich von den beiden mehr bewegt, kann ich nicht sagen, aktiv sind sie beide. Vermutlich hängt das unterschiedliche Bewegungsschema einfach mit ihrem ganz bestimmt individuellen Charakter zusammen – wir werden sehen!

Die letzten Tage fangen sich jetzt allerdings an zu ziehen. In der ersten Schwangerschaft gab es diese Zeit des Wartens nicht, da die Geburt mit dem Blasensprung fast 2 Wochen vor Termin begonnen hatte, wo noch keiner damit gerechnet hat. Diesmal heißt es warten, obwohl ich es kaum noch erwarten kann! Unser Tiger ist einfach unglaublich präsent mit dabei bei der ganzen Sache – jeden Tag erwähnt er mehrmals, dass unsere Biene jetzt jederzeit heraus kommen könnte und er sich schon sehr freut. Ich denke auch, dass er sehr gut vorbereitet ist – er weiß genau, dass er dann mehrere Tage bei der Tigeroma sein wird und freut sich auch schon darauf. Er möchte auch dann unbedingt mit dabei sein, wenn ich mit unserer Biene nach Hause darf. Mir ist natürlich bewusst, dass er nicht weiß, was das Willkommen heißen unserer Biene für uns alle heißt bzw. dass er für unseren Tiger die größte Umstellung seines bisherigen Lebens bedeutet. Doch wir werden das gemeinsam gut meistern und weiterhin unseren respektvollen, liebevollen und harmonischen Lebensweg gehen – auch wenn es wieder etwas dauern wird, bis dann alles wieder rund laufen wird.

2016-09-05_01

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4 Kommentare zu “40. SSW – zwei Schwangerschaften, zwei Erlebnisse

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