Für die Zukunft unserer Kinder..!

Heute geht es um das große Thema „Nachhaltigkeit“! Den Beitrag über Nachhaltigkeit schiebe ich bereits schon ein paar Monate vor mir her, da es ein sehr schwieriges und umfangreiches Thema ist. Tanja hat auf ihrem Blog „Tafjora“ das Thema „Nachhaltigkeit“ als Monatsthema Mai gewählt und das nutze ich jetzt als Anstoß, um endlich meinen Beitrag zu schreiben – denn im Kopf gibt es ihn schon eine Zeit lang.

Früher habe ich mir um das Thema Nachhaltigkeit keinerlei Gedanken gemacht. Doch mit der Geburt des Tigers und der dazu gehörigen Verantwortung macht man sich dann doch gleichzeitig Gedanken um die eigene Umgebung – wie sollte die Welt aussehen, in der unsere Kinder aufwachsen werden? Wir wissen es nicht und haben vermutlich auch wenig Einfluss darauf.. Doch was wir beeinflussen können ist unsere momentane Lebensweise und damit auch die Werte, die wir unseren Kindern vermitteln und weitergeben. Unser Tiger soll wissen, dass Fleisch nicht aus der Verpackung kommt – ich mache daher kein Geheimnis daraus, was er isst, lasse ihm auch selbst die Entscheidung, ob er es trotzdem essen möchte. Er soll auch wissen, dass Gemüse nicht ausschließlich aus dem Regal im Supermarkt kommt – daher baue ich auch seit heuer mit ihm eigenes Gemüse an. Er soll wissen, dass niemand auf Fertigprodukte angewiesen ist, daher ist mir gemeinsames Kochen sehr wichtig. Er soll wissen, dass Bienen weniger Nektar finden, wenn er Blumen abreißt und daher weniger Honig produzieren können – ich verbiete es ihm nicht nicht, doch er soll die Konsequenzen kennen. Er soll seine Umgebung und die Umwelt nicht als selbstverständlich betrachten und zu schätzen wissen, daher lasse ich ihn überall teilhaben.

Vielleicht sind unsere Beiträge zur Nachhaltigkeit richtig klein, aber viele kleine Beiträge können vielleicht doch etwas bewirken – daran glaube ich und daher erzähle ich euch heute, inwiefern wir uns um ein nachhaltigeres Leben bemühen, was wir unserem Tiger damit auch vermitteln wollen und was wir uns weiterhin vornehmen.

Als ich mich das erste Mal mit dem Thema Nachhaltigkeit (vor etwa 2 Jahren) beschäftigt habe, war ich erstmal richtig überfordert, denn das Thema ist sehr umfangreich. Also hab ich mir erstmal einen Überblick verschafft, wo wir schon nachhaltig leben und anschließend hab ich mir Gedanken gemacht, was wir in nächster Zeit noch verändern können. Und das mache ich regelmäßig, so kommen wir in kleinen Schritten immer weiter zu mehr Nachhaltigkeit in unserem Alltag. Heute möchte ich meinen Überblick mit euch teilen.

Die Luft, die wir atmen!

Wir haben (k)ein eigenes Auto. Der Tigerpapa hat ein Firmenauto, mit dem er auch in die Arbeit fährt, da er es zum arbeiten braucht. Wir dürfen das Auto zwar privat nutzen, aber während der Arbeitszeiten des Tigerpapas sind der Tiger und ich ohne Auto zu Hause. Wir sind daher viel zu Fuß bzw. mit dem Fahrrad unterwegs und manchmal (eher selten) nutzen wir die öffentlichen Verkehrsmittel. Haben der Tiger und ich größere Einkäufe oder Arzttermine, etc. vor, dürfen wir uns das Auto der Tigeroma ausborgen.

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Wir fahren nicht in den Urlaub – wir machen es uns im Urlaub zu Hause schön! Unabhängig davon, dass wir keine richtigen Urlaubfahrer sind und es uns auch schlichtweg zu teuer und zu stressig ist, sparen wir damit Ressourcen. Wollen wir doch mal weg von zu Hause, bleiben wir trotzdem in Österreich – unser Land hat so unglaublich viel zu bieten, da muss es nicht weiter weg gehen! Seit der Tiger ist, waren wir allerdings noch nie unterwegs auf Urlaub. Aber wir machen uns mit unserem Garten so eine kleine „Urlaubsoase“ zu Hause und werden das die kommenden Jahre genießen.

Unterstützung der Region!

So viel wie möglich kaufen wir regional. Milch, Eier, Topfen, Käse, Jogurt holen wir vom Schafs-Biobauernhof einer Bekannten. Mehl, Nudel, Gewürze, Reis etc. kaufen wir bei der Mühle in unserem Ort, die nebenbei noch einen tollen kleinen Bioladen führt. Im Sommer möchte wir wieder vermehrt heimisches und saisonales Obst und Gemüse bei unserem kleinen Händler kaufen, die die Sorten etwa 20km von uns entfernt aufziehen. So viel, wie wir eben schaffen, möchte wir aus unserem eigenen Garten ernten. Und alles was wir sonst noch brauchen, kaufen wir vorwiegend regional und/oder aus biologischer Landwirtschaft.

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Was wir essen!

Der Tiger und ich kochen jeden Tag frisch, Fertigprodukte werden so gut wie möglich vermieden – gut für die Gesundheit und vermeidet ebenfalls Müll. Auch unser gesamtes Gebäck machen wir seit Kurzem selbst. Der Tigerpapa nimmt sich täglich Jause mit in die Arbeit und muss sich somit keine fertige kaufen.

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Änderungsbedarf haben wir sicher bei Fleisch/Wurst. Lieber wäre mir, wenn wir unseren Konsum einschränken und dafür qualitativ hochwertigeres Fleisch kaufen, aber soweit sind wir momentan nicht und wir nehmen es uns daher (noch) nicht als Ziel für die Zukunft.

Müll- und Chemievermeidung!

Sehr viel Müll vermeiden wir durch das Wickeln mit Stoff – unser zweites Baby möchten wir daher von Anfang an mit Stoff wickeln. Bei jedem Einkauf nehmen wir Stoffsackerl mit, Fleisch/Wurst wird an der Theke gekauft – vermeidet zwar nicht den Müll, reduziert ihn aber gegenüber den fertig abgepackten Sachen.

Unser Haushalt ist bis auf wenige Ausnahmen Putzmittelfrei, denn wir putzen mit Produkten der Firma „Enjo“. Nähere Infos hier *klick*. Einzig Geschirrspüler und Waschmaschine laufen noch mit handelsüblichen Reinigungsmittel. Eine Anleitung für selbstgemachten Spülmittel findet ihr hier *klick*.

Unser größtes Müllproblem in unserem Haushalt betrifft die Kaffeemaschine, wir haben nämlich eine mit Kapseln. Da uns dieser Kaffee aber mit Abstand am besten schmeckt, wollen wir darauf nicht verzichten. Allerdings werden wir uns überlegen, welche Alternative wir finden, wenn unsere Kapselkaffeemaschine mal kaputt werden sollte..

Second Hand

Bei Neuanschaffungen schauen wir oft zuerst, wie es im Second Hand Bereich aussieht. Wir haben z.B. unsere Waschmaschine bei einem Elektrohändler gekauft, der Geräte anbietet, die voll funktionstüchtig sind, aber äußerlich einen Makel aufweißen.

Baby- und Kindergewand haben wir gebraucht (großteils von unseren Verwandten) übernommen und auch bei anderen Kindersachen wie Kinderwagen, Tragetuch, Kindersitz etc. greifen wir gerne auf gebrauchte Ware zurück.

Vieles wird auch neu angeschafft, aber ich denke, wir haben eine gute Waage zwischen gebraucht und neu gefunden und werden das auch so beibehalten. Ich bin aber der Meinung, dass wir sicher bei genauer Betrachtung auf mehr Anschaffungen verzichten könnten.. Vielleicht ein Ziel für die nächste Zusammenfassung?! Ich persönlich gebe sehr viel Geld für Bücher aus – darauf will ich aber auch gar nicht verzichten..

Unsere Vorhaben für die Zukunft

  • Nachdem das mit dem eigenen Gebäck sehr gut funktioniert, möchte wir als nächstes Projekt selbst Nudeln machen angehen – darauf freue ich mich schon sehr.
  • Unsere Mühle hat eine kleinen Fischerei dabei, da habe ich mich bereits erkundigt und wir werden zukünftig von dort unsere Fische bekommen.
  • Ich habe vor Kurzem eine Anleitung entdeckt, wie man Waschmittel selbst machen kann – das werden wir auch ausprobieren.
  • Ein sehr großes Ziel für mich: bis in 5 Jahren möchte ich, dass wir durch unseren Garten zum großes Teil Selbstversorger sind. Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht, ob das überhaupt machbar ist, aber ich werde es versuchen.

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Meine Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit sind jetzt bei Weitem umfangreicher geworden als geplant, entschuldigt bitte… Aber noch ein letzter Gedanken als Abschluss: grundsätzlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass Nachhaltigkeit nicht nur schonender für die Umwelt, sondern gleichzeitig für die eigenen Gesundheit besser und dabei oft auch noch günstiger ist.

Wir werden unseren Kurs bezüglich Nachhaltigkeit auch weiter in diese Richtung fortsetzen – wir machen zwar nie große Sprünge, aber ich denke, dass wir in den letzten 2 Jahren diesbezüglich schon einiges geschafft haben .

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2 Kommentare zu “Für die Zukunft unserer Kinder..!

  1. Zum Thema Lesen und Bücher schau dir mal Skoobe an als App. Ich finde es gibt nichts besseres für Vielleser. Günstig und so vielfältig und immer alle möglichen Bücher überall dabei.
    Für das Fleisch schau dir mal ein paar vegane Rezepte an. Z.B. in Chefkoch. Das ist alles so lecker und ganz ohne Fleisch. Konnte ich mir vor ein paar Jahren auch noch nicht vorstellen.

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    • Liebe Yvonne – vielen Dank für deine Gedanken und Tipps!
      Ich verwende für Unterhaltungsliteratur seit einiger Zeit einen E-Book-Reader, aber Sach-/Fachliteratur habe ich einfach lieber gedruckt, da ich gerne markiere, Notizen dazu mache oder Zetterl einklebe. Außerdem habe ich einfach soo gerne Bücher in der Hand 😉
      Bezüglich Fleisch möchte ich, wie bereits geschrieben, momentan (ich sage das ganz bewusst so) noch nichts ändern. Vor allem ein Verzicht auf etwas, was man gerne hat, erfordert immer ein großes Umdenken und das ist bei uns jetzt einfach noch nicht passiert.. Aber wer weiß, wie unser Weg in naher Zukunft weiter geht 😉
      Liebe Grüße,
      Ricarda

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