Freitag, 8:30 Uhr

Gleich nach dem Frühstück haben heute der Tiger und ich Jause, Handtuch, Gieskanne und eine Wasserflasche eingepackt und haben uns auf unser Fahrrad geschwungen – unser Ziel war das Naherholungsgebiet gleich in unserer Nähe. Mit dem Rad fährt man etwa 10-15 Minuten dorthin – aber da auf dem Weg Kühe, Ziegen und Schafe weiden, brauchen wir immer etwas länger *hihi*.

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Dort angekommen, schnappte sich unser Tiger gleich die Wasserflasche und war sehr lange damit beschäftigt, Wasser einfüllen und ausleeren. Ich genieße es sehr, wenn wir gleich morgens dort sind, weil wir dann alleine sind – unser Tiger kann also sein „freies Spiel“ komplett ausleben.

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Ich persönlich genieße die Ruhe sehr und auch unser Tiger scheint sich in diese Ruhe perfekt einzufügen. Mir ist es wichtig, dass er aus Respekt vor der Natur und deren Bewohner nicht allzu laut ist – wir sind Gäste und sollen uns daher anpassen und die Ruhe respektieren. Bisher musste ich das unserem Tiger aber noch nicht erklären, es war bis jetzt noch nie der Fall, dass er diese Ruhe gestört hätte. Klar reden wir miteinander, aber in angemessener Lautstärke und eigentlich nur das Notwendigste (wenn ich jetzt so darüber nachdenke..). Diesen Grundgedanken hab ich von meinem Papa gelernt, mit dem ich sehr viel Zeit in der Natur verbracht habe und ich möchte ihn an unseren Tiger weitergeben.

Auch M. Montessori beschreibt diese völlige Ruhe als wichtig für die Entwicklung der kindlichen Seele.
[Maria Montessori – Kinder sind anders]

Heute waren Steine eher uninteressant und unser Tiger beschäftigte sich mit einem anderen Naturmaterial: Holz. Er sammelte kurze Stecken, lies sie im Wasser untergehen und war erstaunt, dass sie immer wieder an die Oberfläche kamen und er baute zum ersten Mal ein kleines Kunstwerk damit.

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Er war heute sehr vertieft in sein Spiel und ich habe mich zurückgelehnt, ihn beobachtet und mich dabei nicht in sein Spiel eingemischt. Es ist unglaublich toll, ihn in so tiefer Konzentration zu sehen!

Etwas später kamen andere Besucher und auf den Schlag war es vorbei mit unserer Ruhe und mit seinem freien Spiel.. Leider hat nicht jeder die Wichtigkeit dieser Ruhe kennen und schätzen gelernt..

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Wir haben dann noch barfuß die Umgebung etwas erkundet – aber lange sind wir dann nicht mehr geblieben, denn der Zauber war vorbei.. Ich freu mich schon auf den nächsten morgendlichen Besuch in aller Stille dort!

Weitere Natur-Ideen findet ihr bei den Naturkindern!

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2 Kommentare zu “Freitag, 8:30 Uhr

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