Unsere Messer im Vergleich

Unser Tiger zeigte schon sehr früh großes Interesse am Schneiden und so sind in den letzten Monaten die unterschiedlichsten Messer für ihn bei uns eingezogen. Heute möchte ich euch einen kurzen Vergleich unserer Messer zeigen.

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Das Lineal links und das handelsübliche Buttermesser rechts sollen einfach nur die Größenunterschieden verdeutlichen.

1.) *Kochmesser vom Möbelschweden*
Beim Möbelschweden gibt es dieses Messer gemeinsam mit einem Schäler in einem Set. Das Messer ist mit einem Schutz zur Aufbewahrung ausgestattet, der zum Schneiden einfach abgezogen wird – praktisch für die Schublade oder unterwegs. Der Griff besteht aus einem gummiartigen Material, damit man beim Schneiden nicht rutscht. Der Fingerschutz am Messergriff und die abgerundete Spitze minimieren das Verletzungsrisiko. Empfohlen wird das Messer laut Hersteller ab 8 Jahren.

Dieses Messer ist das Neueste und auch das Schärfste in unserer Sammlung, trotzdem finde ich die Altersangabe etwas übertrieben – im Gegenteil, es ist eher von Vorteil, dass es schärfer ist. Es liegt unserem Tiger gut in der Hand und er kann problemlos jegliches Obst oder Gemüse schneiden. Ich würde das Messer aber erst empfehlen, wenn das Kind bereits gut und sicher mit einem Messer umgehen kann.

2.) *WMF Kinderkoch-Set*
Auch dieses Messer gibt es im Set mit einem Schäler. Es ist nicht so scharf wie das Messer vom Möbelschweden, empfohlenes Alter wird hier mit 6 Jahren angegeben. Fingerschutz und eine abgerundete Spitze sorgen auch hier für Sicherheit.

Das Messer verwendet unser Tiger am liebsten zum Kochen. Er ist damit sehr sicher im Umgang und hatte von Anfang an viel Freude damit – er hat es mit etwa 20 Monaten bekommen und ist seitdem immer die erste Wahl. Manchmal habe ich mir schon gewünscht, dass es eine Spur schärfer wäre, aber unser Tiger kam/kommt super damit zurecht.

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3.) Messer aus *Besteck-Set vom Möbelschweden*
Dieses Messer gibt es beim Möbelschweden in einem Besteck-Set. Unser Tiger verwendet das Messer zum Schneiden beim Essen. Obwohl das Messer nicht scharf ist, schneidet es erstaunlich viel – also unser Tiger schafft sogar das Schneiden von Fleisch damit. Es ist von der Größe her optimal zum Alleine essen. Seit wir dieses Set haben, möchte unser Tiger kein anderes mehr beim Essen verwenden.

4.) *Buttermesser von Zassenhaus*
Diese Messer haben keine scharfe Klinge und eigenen sich daher sehr gut zum Streichen. Unser Tiger hat es kurz nach dem ersten Geburtstag bekommen und damit monatelang das Aufstreichen von Butter, Marmelade, etc. fleißig geübt. Ein Jahr war das Interesse sehr groß, seit wenigen Monaten streicht er aber mit dem Messer aus dem Besteck-Set vom Möbelschweden auf. Der Tigerpapa verwendet diese Messer aber sehr gerne zum Streichen.

5.) Kindermesser aus einem *Kinderbesteckset von WMF*
Dieses Set hat unser Tiger zur Geburt bekommen – empfohlen wird das Besteck ab 3 Jahren. Dieses Messer verwendet unser Tiger am wenigsten, da es ihm wirklich schlecht in der Hand liegt – vor allem Griff und Klinge sind für ihn einfach zu lange. Ich denke, dass es auch noch eine ganze Weile dauern wird, bis er dieses Messer dann verwenden kann – dieses Set kann ich momentan also absolut (noch) nicht empfehlen, weder zum Schneiden noch zum Streichen.

6.) *Wellenschneider*
Das Wellenmesser war das absolute Lieblingswerkzeug in der Küche – unser Tiger hat es mit etwa 1,5 Jahren bekommen und fand schnell heraus, wie es funktioniert. Allerdings war es nicht sonderlich lange spannend und er stieg bereits vor dem zweiten Geburtstag auf die anderen Messer um. Manchmal verwendet unser Tiger das Wellenmesser zum Kartoffel schneiden, allerdings hat er keine große Ausdauer damit.

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7.) *Apfelschneider*
Unser Tiger liebt den Apfelschneider zum Schneider seiner Äpfel – seitdem isst er sie viel lieber. Seit er etwa 2 Jahre alt ist, kann er damit seine Äpfel aufschneiden – allerdings schneide ich ihm Scheiben vor.

Schaut euch gerne auch das Video dazu an:
*Schneiden mit dem Apfelschneider*

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Ein (kleines) Badezimmer – zwei Wickelkinder

Unseren Tiger haben wir von Anfang an auf einer Kommode mit einem Brett im Kinderzimmer gewickelt. Doch mit dem Beginn der Schwangerschaft wollte ich unseren Tiger nicht immer auf die Kommode heben. Außerdem war er schon so groß geworden, dass er beinahe an den Kanten des Bretts beim Durchlaufen anstieß. So haben wir uns entschieden, dass wir den Wickelbereich ins Badezimmer verlegen und er einfach am Boden auf unserem Teppich gewickelt wird. Er nahm das sofort an und war erfreut, dass er sich selbstständig auf seinen Wickelbereich liegen konnte.

Etwa zeitgleich (oder vielleicht sogar schon etwas früher) wollte unser Tiger *seinen Waschtisch* nicht mehr benutzen, sondern mit uns gemeinsam am großen Waschbecken Zähne putzen und Händewaschen. Daher haben wir ihm einen Hocker besorgt und umgeräumt. Aus dem Waschtisch wurde schnell ein Lagerplatz für unsere Stoffys.

Durch diese räumlichen Veränderungen war es von Anfang an klar, dass auch unsere Biene im Badezimmer gewickelt werden sollte und so blieb nur noch die Waschmaschine über. Ich bin schon gespannt, ob das praktisch wird – aber seht selbst.

Aus dem Waschtisch wurde schnell ein Aufbewahrungsregal. In einem Korb bewahren wir die Stoffwindel des Tigers auf und einige zusätzliche Einlagen für die Überhosen. Außerdem befindet sich hier meistens ein Buch, falls unser Tiger doch mal gar nicht wickeln möchte. Auch in Hinblick auf das Sauberwerden ist hier schon alles vorbereitet – Töpfchen, frische Trainerhosen bzw. Unterhosen und Waschlappen. Bis jetzt zeigt unser Tiger kaum Interesse an der Sache, doch es kann ja dann doch recht schnell gehen. Wichtig ist unserem Tiger auch das Handtuch, das neben dem Regal in seiner Höhe hängt – seitdem trocknet er sich immer die Hände ab.

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Der Hocker vor dem Waschbecken hat die optimale Höhe – unser Tiger erreicht alles, was er braucht und die Schublade darunter geht noch auf. Am Waschbecken findet unser Tiger immer einen Spiegel, seinen Zahnputzbecher mit Zahnbürste und Zahnpaste und *Seife* (die ich öfter mal austausche) – diese Utensilien stehen unserem Tiger immer zur Verfügung. So kann er nach dem Essen oder beim nach Hause kommen selbstständig Händewaschen gehen (worauf ich sehr viel wert lege) und es kommt auch vor, dass er im Bad etwas trinkt. Beim Zähneputzen verwendet er alles alleine, ich putze nach ihm dann nach, ausspülen ist momentan noch gar nicht beliebt..

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Der Wickelbereich für unsere Biene befindet sich auf der Waschmaschine. Auch ihre Stoffwindeln und etwas Kleidung finden in einem selbstgebauten Regal aus Körben Platz. Wir werden unseren Heizlüfter noch an der Wand befestigen, damit es unsere Biene immer schön warm hat. Der Hocker vom Waschbecken kann ganz leicht zur Waschmaschine geschoben werden, damit auch unser Tiger bei der Pflege unserer Biene mithelfen kann – das war mir sehr wichtig bei der Einrichtung.

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Unser kleines Badezimmer ist mittlerweile ziemlich voll *haha*, aber ich denke, wir haben unseren kleinen Raum gut genutzt.

Weitere Beiträge zum Thema „Vorbereitete Umgebung“:
Die Wichtigkeit der vorbereiteten Umgebung

Weitere Eindrücke der vorbereiteten Umgebung unserer Wohnung findet ihr hier:

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38. SSW – nur noch 3 Wochen?!

Heute beginnt also die 38. Schwangerschaftswoche – das heißt gleichzeitig, dass es nur noch 3 Wochen bis zum errechneten Geburtstermin sind!

Ich merke, dass ich nervös und aufgeregt werde. Doch es ist keine „wann-geht-es-endlich-los“-Aufregung, sondern eher so etwas wie eine „ich-fühle-mich-absolut-nicht-bereit“-Nervosität.. Ja, ich bin eher angespannt, wenn ich an die kommenden Wochen denke. Das hat mehrere Gründe..

Die Zeit zu zweit geht dem Ende zu
Ich liebe die Zeit mit unserem Tiger – wir haben uns so aufeinander eingestellt und eingespielt, dass unser Alltag wirklich (die meiste Zeit) wunderschön und unkompliziert ist. Wir kennen uns unglaublich gut, wir vertrauen uns und sind das perfekte Zweierteam bzw. mit dem Tigerpapa gemeinsam das perfekte Dreierteam. Ich kann mich zu 100% unserem Tiger widmen, ihm in jeder Situation beistehen und ihn durch alle Probleme, seien sie noch so klein, mit meiner alleinigen Anwesenheit begleiten. Diese Zeit ist nun bald vorbei und es wird wieder einige Zeit dauern, bis aus uns dann ein perfektes Dreier- bzw. Viererteam wird. Ich weiß, wie lange es gedauert hat, bis der Tiger und ich zu diesem unzertrennlichen Team wurden. Ich möchte nicht, dass er zurückstecken muss.. Dass er sich zurückgeschoben fühlt.. Er wird immer mein großer Tiger bleiben, auf den ich unglaublich stolz bin. Und ich habe Sorge, dass er das in den ersten Wochen mit unserer kleinen Biene nicht bemerkt, da sie doch auch einiges an Aufmerksamkeit brauchen wird. Die letzten 2,5 Jahre gaben uns so viel Zeit miteinander und ist doch rückblickend so schnell vergangen – vor allem die letzten 9 Monate! Und diese Zeit wird mir unglaublich fehlen…

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Vielleicht die letzte Schwangerschaft?!
Ich kann es noch gar nicht glauben, dass diese jetzige Schwangerschaft im Prinzip jederzeit zu Ende sein kann – und es ist vielleicht die letzte Schwangerschaft gewesen… Ich liebe es, schwanger zu sein! Diese tiefe Verbundenheit mit diesem aufwachsenden kleinen Wunder im eigenen Körper soll bald zu Ende sein.. Und der weibliche Körper verbringt einfach Unglaubliches! Dieses Baby in meinem Bauch erhält immer Nahrung, wenn es Hunger hat. Es findet in den Schlaf, wenn es müde ist. Es wird immer bewegt und damit beruhigt und ist mit seinen Gefühlen und Gedanken niemals alleine! Kein Wunder, dass oft die Umstellung auf das Leben außerhalb so schwierig ist. All das, was 9 Monate lang mein Körper intuitiv und absolut richtig macht, sollte dann fortgesetzt werden – und auch das gestaltet sich so oft als unglaublich schwierig.. Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl, dieses kleine wundersame Wesen im eigenen Körper zu spüren – es tritt, es streckt sich, man spürt die Hände oder Schluckauf. In diesen vielen Wochen habe ich mich so sehr an die Anwesenheit unserer kleinen Bauchbiene gewöhnt, dass ich es mir kaum ohne sie, ohne diese Bewegungen vorstellen kann. Ich werde die Schwangerschaft – vor allem auch, weil es unter Umständen die letzte sein wird – wirklich vermissen!

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Die 100cm-Marke ist geknackt *hehe*

Und so vergehen die Tage, Wochen..
..und so viel ist noch nicht erledigt. Es wird Zeit, dass wir endlich das Bett für unsere Biene aufstellen (wie schon seit Wochen geplant) oder die Autoschale aus dem Keller holen oder das Tragetuch.. Ich sollte endlich meine Tasche für den Krankenhausaufenthalt packen.. Unser Tiger kam 12 Tage zu früh auf die Welt – wer weiß, was unsere Biene so im Sinn hat?! Ich wünsche mir nur soo sehr, dass sich unsere Biene bis September Zeit lässt, denn dann beginnt laut österreichischem Schulsystem ihre Schulpflicht ein Jahr später – drückt uns die Daumen!

Jetzt im August fühle ich mich einfach noch nicht bereit..!

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Unsere Bücher zum Einschlafen – mit 28 Monaten

Schon seit einigen Wochen wird bei uns vor jedem Einschlafen gelesen. Egal ob mittags oder abends, wir nehmen uns immer ausreichend Zeit für die Einschlafgeschichte.

Als erstes Buch darf sich unser Tiger eines aussuchen – momentan ist es meistens dieses hier:

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Unser Tiger liebt Feuerwehrautos! Er selbst hat ein kleines und wir fahren fast täglich zu der Feuerwehrstation in unserem Ort und schauen, ob Feuerwehrautos aus den Garagen geparkt sind. Daher haben wir ihm vor etwa 2 Wochen dieses Feuerwehr-Buch gekauft und es ist seitdem kein Tag vergangen, an dem wir es nicht gelesen haben *hihi*. Das Buch über die Feuerwehr gehört zu unseren umfangreicheren Büchern der Serie „Wieso, Weshalb, Warum“ mit verhältnismäßig viel Text, aber übersichtlich strukturiert.

Das erste Buch lesen wir gemeinsam, d.h. er klappt Klappen auf, stellt Fragen, erzählt etwas dazu, etc.

Anschließend lese ich ihm Bücher mit einer Geschichte ohne Klappen oder sonstigen „Schnickschnack“ vor. Unser Tiger muss dabei auch liegen bleiben und hört einfach zu – sehr oft schläft er daher während des Lesens ein. (Zum Beitrag über unsere *Einschlafbegleitung*)

Vor gut 3 Wochen haben wir diese Bücher hier gefunden:

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Und unser Tiger liebt sie! Zwei davon (Caillou mag nicht einschlafen und Caillou wird windelfrei) haben wir zu Hause, die anderen beiden (Caillou mag nicht und Caillou muss zum Zahnarzt) sind in der Gartenhütte und werden dort zum Einschlafen vorgelesen.

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Die Geschichten sind einfach (unser Tiger kann sie schon seitenweise nachsprechen) und altersgemäß. Es werden Alltagssituationen geschildert, die jedes Kind kennt und auf liebevolle Art und Weise erzählt, bzw. immer tolle Lösungen für Alltagsprobleme gefunden. Etwas befremdlich finde ich, dass Caillou, also die Hauptperson, immer eine Mütze trägt, auch beim Schlafen – das aber nur am Rande.. Und manchmal sind einige Textpassagen etwas zusammenhangslos, der Tiger denkt sich allerdings recht wenig dabei, glaube ich.


Ich bin schon gespannt, wie lange diese Caillou-Bücher noch spannend sind!

In Zukunft möchte ich euch gerne einmal monatlich die Lieblingsbücher des Tigers vorstellen.
Alle bereits vorgestellten Bücher für Kinder findet ihr hier:
*Buchempfehlungen für Kinder*

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Wenn der Aufmerksamkeitstopf leer ist…!

Ich habe euch vor einiger Zeit von der Urlaubswoche des Tigerpapas erzählt. Die Woche war chaotisch und unser Tiger (wie allgemein so schön gesagt wird) *mitten in der Trotzphase* und daher sehr schwierig.

Doch schauen wir uns die Woche und die Sache mit der Trotzphase doch genauer an! Der Tigerpapa startete richtig übermüdet dank laaaanger Arbeitswoche in den Urlaub, ich war dank Eisenmangel (wie ich danach erfahren habe) müde, antriebslos und sehr unmotiviert für alles. Wir haben uns die Woche einige Termine eingeteilt (Baby-Untersuchung, Augenarzt, Tierarzt mit unserem Odie, Friseur, wichtige Einkäufe im Baumarkt für den Garten) und gleichzeitig sehr viel im Garten gearbeitet. Die Wohnung war chaotischer als sonst und somit häuften sich unsere „Nein´s“ auch bei Dingen, die unser Tiger sonst darf.

Grundsätzlich wollen Kinder kooperieren. Kinder haben einen sehr ausgeprägten Sinn dafür, was gut für sie ist – und im Gegensatz zu uns Erwachsenen hören sie auch meist darauf. Wir Eltern sind es, die das Überleben unserer Kinder sichern und das wissen sie – Babys weinen nachts, da sie sicher sein wollen, dass die schützenden Eltern bei ihnen sind. Es entspricht also absolut nicht der Natur unserer Kinder, uns bewusst zu ärgern oder uns absichtlich wütend zu machen – ihr Überleben wäre dadurch schlichtweg gefährdet. Doch woran liegt es, wenn unsere Kinder plötzlich aus der Haut fahren, Dinge tun von denen sie wissen, dass sie nicht dürfen oder gar gefährlich sind oder uns scheinbar absichtlich provozieren.

Oftmals liegt sicher sehr viel konfliktpotential darin, dass Kinder und Erwachsene unterschiedliche Signale für die gleiche Sache aussenden bzw. erwarten. Einen eigenen Beitrag findet ihr hier:
*Provokantes Lächeln als Versöhnung*

Mindestens genauso oft liegt es aber an der fehlenden/falschen/negativen Aufmerksamkeit. Kinder sind auf unsere Aufmerksamkeit angewiesen – wir sind ihre größten Vorbilder und sie wollen von uns gesehen und gehört werden. Und nun möchte ich nochmal darauf zurück kommen, dass Kinder grundsätzlich kooperieren wollen. Und ich würde behaupten, dass gar nicht ihr Maß an Kooperationbereitschaft mit anhaltender, verlangter Kooperation sinkt, sondern dass es ihnen irgendwann, wenn der Aufmerksamkeitstopf leer ist, schlichtweg unmöglich ist, weiter zu kooperieren. Auch wir Erwachsenen können nur über einen gewissen Zeitraum kooperativ sein – vor allem, wenn unsere Kooperation dann nicht einmal richtig gesehen oder wertgeschätzt wird. Wenn Kinder also unaufhaltsam unsere Aufmerksamkeit (vor allem durch negatives Verhalten) fordern, liegt es wahrscheinlich daran, dass ihr Aufmerksamkeittopf leer ist und gefüllt werden möchte. Erst wenn wir uns unseren Kinder aufmerksam zuwenden, ihnen zuhören und Zeit schenken, können sie auch umgekehrt wieder kooperativ sein. Trotziges Verhalten ist kein Fehlverhalten unserer Kinder, sondern ein natürliches Verhalten in einer verzweifelten Situation. Es ist unsere Aufgabe zu hinterfragen, was das Kind momentan braucht.

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Ich glaube auch nicht daran, dass es Kinder mit einem größeren Topf gibt, als andere. Dass es Kinder gibt, wo der Topf länger gefüllt werden muss. Ich bin davon überzeugt, dass es Phasen sind – jedes Kind hat Phasen, in denen es mehr Aufmerksamkeit, mehr Zeit benötigt und das auch dementsprechend einfordert. Jedes Kind hat Phasen, in denen der Topf schneller geleert wird und länger braucht zum Auffüllen. Phasen, in denen das Kind sehr lange kooperieren kann und Phasen, in denen der Topf ein großes Loch zu haben scheint.

Nachdem die erste Hälfte der besagten Urlaubswoche in einem Desaster endete, ließen der Tigerpapa und ich am Donnerstag Abend dieser Urlaubswoche die Tage Revue passieren und änderten unseren Kurs. Freitag Vormittag stand unser Friseurbesuch noch an – danach ging es gleich mit dem Tigerpapa alleine in das Schwimmbad, denn unser Tiger liebt schwimmen. Ich kümmerte mich währenddessen um die Wohnung, um unserem Tiger seine gewohnte Selbstständigkeit zu ermöglichen. Samstag war der Tigerpapa unterwegs und so habe ich mir den ganzen Tag nur für den Tiger Zeit genommen – alleine der Weg in den Garten dauerte um die 2 Stunden, weil wir alles machten, was unser Tiger wollte (Züge bei den Bahnschranken abwarten, Feuerwehrautos schauen, durch verschiedene Wiesen laufen, Kreise mit dem Laufrad fahren,…). Wir waren den ganzen Tag im Garten und haben stundenlang Sand gespielt, gelesen, gesungen, gelacht und was der Tiger sonst noch so machen wollte. Diese zwei Tage gehörten ganz unserem Tiger – er durfte entscheiden, gespielt wurde nach seinen Regeln und vor allem haben wir uns nur ihm gewidmet. Wir haben unserem Tiger unsere volle Aufmerksamkeit und viel Verständnis entgegen gebracht. Und bereits nach den beiden Tagen hat sich unser Tiger verändert. Man merkte sofort, dass auch seine Kooperationsbereitschaft langsam wieder anstieg – sein Aufmerksamkeitstopf füllte sich mit jeder gemeinsamen Minute. Und auch seine Laune besserte sich zunehmend – seine Wutausbrüche wurden weniger, sein Durchsetzungswille völlig unwichtiger Dinge sank. Sein Lachen aus tiefstem Herzen kam wieder zurück, denn es gab keinen Kampf mehr. Und so konnten wir völlig entspannt noch 2 gemeinsame Tage zu dritt genießen und wieder mit frischer Energie in unseren Alltag zu zweit starten.

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37. SSW – Buchempfehlungen

Diese Woche sind wir bereits in der 37. SSW angekommen – ich kann es gar nicht glauben, dass in nicht einmal 4 Wochen der Geburtstermin da ist. Es geht mir mittlerweile wieder gut – mein grippaler Infekt ist ganz gut überstanden und auch meine Schlafsituation hat sich gebessert. Ich schlafe zwar nach wie vor nicht viel, doch mittlerweile kann ich gut damit umgehen und habe wieder einen Weg gefunden, wie ich die Schlafsituation akzeptieren kann.

Heute möchte ich euch gerne 3 Bücher vorstellen, die ich die letzten Wochen bzw. in der letzten Schwangerschaft gelesen habe.

Meine Schwangerschaft – Woche für Woche
— Prof. Lesley Regan — 

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Dieses Buch habe ich in meiner ersten Schwangerschaft verschlungen. Ich habe zu jederzeit gewusst, wie groß und wie schwer unser Tiger ist oder was sich gerade entwickelt. All diese Details waren/sind in dieser Schwangerschaft völlig unwichtig – wenn ich schnell gefragt werde, weiß ich oft nicht einmal die SSW *haha*. Dennoch hatte ich das dieses Buch oft zur Hand genommen, um es mit dem Tiger anzusehen. Er hat sich immer sehr interessiert die Bilder angesehen, wie unser Baby in der jeweiligen Woche aussieht bzw. sieht er sich gerne die Babyfotos an. Sein Lieblingsbild ist dieses hier:

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Unser Tiger freut sich schon sehr darauf, dass unsere Biene beim Autofahren bei ihm hinten sitzen wird. Er mag auch unsere Babyschale sehr gerne, weil sie grün ist *hihi*. Unser Tiger möchte dann unbedingt dabei sein, wenn unsere Biene und ich vom Krankenhaus nach Hause dürfen.

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Eigentlich wollte ich unserem Tiger ein eigenes Buch basteln mit Babyfotos und den Dingen, die mir wichtig erschienen, doch ich habe es einfach nicht geschafft – daher musste dieses Buch herhalten und es hat auch ganz gut geklappt.

Das Geburtsbuch – vorbereiten, erleben, verarbeiten
— Nora Imlau —

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Dieses Buch habe ich mir vor einigen Wochen gekauft, um die Geburt des Tigers zu verarbeiten. Es ist sehr übersichtlich strukturiert in 3 große Kapitel unterteilt: vorbereiten, erleben, verarbeiten. Ich begann mit dem letzten Teil.

Das gesamte Buch ist einfach großartig! Am meisten punktet dieses Buch durch Wertungslosigkeit. Alle Themen der Geburt werden völlig ohne Wertung wiedergegeben, es wird einem das Gefühl gegeben, dass ALLES absolut in Ordnung ist – das umschließt auch schwierige Themen wie Wunschkaiserschnitt, stille Geburten oder Neid gegenüber „leichteren“ Geburten.

Mir hat dieses Buch unheimlich geholfen, damit ich mit der Geburt des Tigers abschließen kann (*klick*).

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Ich kann dieses Geburtsbuch nur jedem ans Herz legen, der sich mit der Geburt näher auseinander setzen oder ein bereits erlebtes Geburtstrauma verarbeiten möchte.

Die Hebammen – Sprechstunde
— Ingeborg Stadelmann —

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Das ist sicher eines der bekanntesten Bücher zum Thema „Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett“ und so habe auch ich es diesmal gelesen – ich bin allerdings noch nicht ganz durch.. Ich habe das Buch schon während meiner ersten Schwangerschaft geschenkt bekommen, aber da war ich nicht wirklich bereit, es zu lesen und hab mir daher auch gar nicht die Mühe gemacht. In dieser Schwangerschaft sprach es mich mehr an und so habe ich immer die aktuellen Themen gelesen – vieles ist sehr spannend und informativ, einiges ist mir allerdings „zu viel“. Ich habe mir also „meine“ Themen mitgenommen und anderes außen vor gelassen.

Grundsätzlich kann ich das Buch aber sehr empfehlen, da es sehr umfangreich ist und sich sicher jeder etwas mitnehmen kann.

Ich habe mir eigentlich vorgenommen, dass ich in dieser Schwangerschaft mehr über die Themen „Schwangerschaft und Geburt“ lesen wollte, doch nachdem ich mit der Geburt des Tigers abgeschlossen habe, hatte ich keinerlei Bedürfnis mehr dazu, deswegen habe ich es dann auch gelassen – die Liste meiner empfohlenen Bücher ist also nicht besonders lange geworden *hihi*, aber vielleicht konnte ich ja trotzdem das eine oder andere Buch schmackhaft für euch machen.

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Selbstständigkeit ermöglichen

Das intensive Streben nach Autonomie ist ganz tief in uns Menschen verankert. Bereits ganz kleine Kinder wollen selbstständig sein und fordern das auch mit Nachdruck von uns Eltern ein. Dieses Streben, dieses ständige „alleine-machen“ wollen, das uns Eltern zeitweise sehr fordert, ist unglaublich wichtig für ihre Entwicklung und in ihrem inneren Bauplan schlichtweg vorgesehen.

Um unseren Kinder ein hohes Maß an Selbstständigkeit zu ermöglichen, sind vor allem zwei Dinge notwendig – zum einen eine vorbereitete Umgebung. Wobei es da unzählige Möglichkeiten gibt und jede Familie die eigenen Möglichkeiten individuell ausschöpfen muss.

Wie bei uns die vorbereitete Umgebung aussieht, könnt ihr hier nachlesen:
tigersabenteuer.wordpress.com/category/vorbereitete-umgebung/
Die Umgebung verändert sich aber zunehmend mit dem Alter des Kindes bzw. der Kinder.

Zum anderen brauchen Eltern für die Selbstständigkeit ihrer Kinder viel Vertrauen und eine große Portion Gelassenheit, denn nur wer Fehler machen darf, kann auch daraus lernen.

Mittlerweile haben wir uns in unserem Garten richtig eingelebt und wir verbringen viel Zeit dort. Ich achte daher auch in unserer Gartenhütte darauf, dass der Tiger selbstständig agieren kann. Heute möchte ich euch kurz zeigen, wie das bei uns aussieht, anhand einer kleinen Bildgeschichte:

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Tassen, Gläser und anderes Geschirr befinden sich ebenfalls in der Reichweite des Tigers – ich war leider mit dem Fotografieren beim Tasse holen zu langsam, da unser Tiger all das ohne Vorankündigung oder Kommentaren macht. Wenn er Milch möchte oder etwas anderes, holt er es sich einfach und weiß auch, wie alles gehandhabt wird. Am Anfang gab es natürlich viele größere und kleinere Unfälle dabei, doch unser Tiger lernte dadurch sehr schnell das Verbessern seiner Fertigkeiten. Wenn Milch daneben geht, wischen wir einfach alles gemeinsam auf und mittlerweile wischt unser Tiger auch manchmal selbstständig auf.

Vor allem Schütten war die letzten Wochen ein Thema für unseren Tiger, mit dem er sich intensiv beschäftigte, bis es funktionierte ohne etwas zu verschütten. Auch zu Hause hat er jederzeit die Möglichkeit, sich ein Glas Wasser zu nehmen:

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Zu Hause artet das Eingießen allerdings oft als Schüttübung aus, wo dann das Geschirrtuch alleine zum Aufwischen nicht mehr ausreicht *haha*. Aber er hat in den letzten Wochen so intensiv und konzentriert dieses Eingießen geübt, dass er mittlerweile ein sicheres Gefühl dafür entwickelt hat und kaum noch verschüttet (wenn er nicht möchte *hehe*).

Am besten die Kinder einfach machen lassen, sie liebevoll bei Unfällen begleiten und staunen, wozu sie selbstständig imstande sind!

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